https://www.badisches-tagblatt.de/UnternehmenKarriereZusteller/index.html
http://www.badisches-tagblatt.de/UnternehmenKarriereZusteller/index.html
Infozentrum geht mit Masterplan in Richtung Naturparkhaus
Infozentrum geht mit Masterplan in Richtung Naturparkhaus
18.04.2019 - 00:00 Uhr
Von Stephan Juch

Gernsbach - Zufriedenheit herrschte bei der gestrigen Versammlung des Zweckverbands Infozentrum Kaltenbronn. "Rückblickend kann man sagen: Wir haben alles richtig gemacht", betonte der stellvertretende Vorsitzende, Bad Wildbads Bürgermeister Klaus Mack, angesichts der Verabschiedung zweier Urgesteine des Zweckverbands, die ihn seit der Gründung im Jahr 2007 - und teilweise schon davor - in unterschiedlichen Funktionen geprägt haben: Die zum 31. Mai aus dem Amt scheidende Bürgermeisterin von Enzklösterle, Petra Nych, und Schriftführer Hans Strobel.

Letzterer habe zunächst als Hauptamtsleiter der Stadt Gernsbach "die Fäden in der Hand gehalten", als es darum ging, das grenzüberschreitende Projekt Infozentrum zum Laufen zu bringen, so Mack. Als die Idee 2003 geboren war, "gab es zwischen dem Murg- und dem Enztal keine Gemeinsamkeiten, außer die Gemarkungsgrenze", erinnerte sich Strobel an die Anfänge der Zusammenarbeit. Diese seien nicht immer einfach gewesen, bestätigte Petra Nych, die damals noch als Gemeinderätin in Enzklösterle über das Zustandekommen des interkommunalen Projekts zu entscheiden hatte. Sie lobte Strobel als jemanden, der sich für das Infozentrum "weit über sein Amt hinaus engagiert hat".

Auch deshalb habe die Einrichtung, die von den Städten Gernsbach und Bad Wildbad, der Gemeinde Enzklösterle sowie den Landkreisen Rastatt und Calw getragen wird, eine langfristige Perspektive. Um diese weiter zu verbessern, wird derzeit ein Masterplan erarbeitet, dessen mittelfristiges Ziel es ist, das Infozentrum zum Naturparkhaus weiterzuentwickeln. Dabei werde alles Vorhandene am und rund um den Kaltenbronn mit in Betracht gezogen: neben dem Infozentrum der Skilift, das Hotel "Sarbacher", das Wildgehege, bis hin zum Sommerberg in Bad Wildbad und der Gemeinde Enzklösterle. "Wenn das Konzept diesen Sommer fertig ist, wird es darum gehen, nach Fördermöglichkeiten zu suchen", erklärte Mack das weitere Vorgehen, das noch einiges an politischer Arbeit in Anspruch nehmen werde.

Dass die finanziellen Voraussetzungen dafür gegeben sind, konnte dem Bericht von Kämmerer Benedikt Lang entnommen werden. Sowohl die Feststellung des Rechenschaftsberichts für das Jahr 2017 als auch die Verabschiedung des Haushaltsplans für 2019 erfolgten einstimmig. Selbiges galt für die Annahme von Spenden, die sich im Jahr 2018 auf 2 400 Euro summierten.

Investitionen sind für dieses Jahr keine geplant, bei den Personalkosten habe man den tarifbedingten Anstieg berücksichtigen müssen, erklärte Lang. Dessen Arbeit würdigte Klaus Mack vor allem angesichts der arbeitsintensiven Umstellung auf das Neue Kommunale Haushaltsrecht. Beim Infozentrum sei "alles schlank organisiert, mit großer Wirkung", lobte der Rathauschef von Bad Wildbad das Team um Leiterin Kristina Schreier. Sie war gestern ebenso verhindert wie der Verbandsvorsitzende, Gernsbachs Bürgermeister Julian Christ.

Catherina Haessler, die stellvertretende Zentrumsleiterin, blickte auf das Jahr 2018 zurück, in dem zunächst durch Sturm und Nässe einige Angebote buchstäblich ins Wasser gefallen sind. Insgesamt gab es 79 Veranstaltungen plus 101 gebuchte Führungen für Schulen, Kindergärten und Privatpersonen. Das Team des Infozentrums war auf fünf Naturpark-Märkten mit einem Stand vertreten sowie bei der Genussmesse in Bad Liebenzell und beim Fest der Sinne in Karlsruhe. Einen Volltreffer habe man mit dem Jahresthema Wolf gelandet, auch die Nachfrage nach Veranstaltungen mit unmittelbarem Erlebnischarakter seien nach wie vor sehr stark, informierte Catherina Haessler.

Erfreulich sei der steigende Anteil an Schulklassenführungen; allerdings bestehe diesbezüglich wegen der schwierigen Busverbindung aus dem Murgtal und von Enzklösterle her Handlungsbedarf, betonte Haessler. Zumindest der Landkreis Rastatt hat bereits reagiert: Ab Juni werde der Kaltenbronn auch Montag und Dienstag angesteuert, wie Gernsbachs Bürgermeister-Stellvertreter Friedebert Keck mitteilte.

Bei der nächsten Zusammenkunft des Zweckverbands wird Sascha Dengler als neuer Bürgermeister von Enzklösterle dabei sein; an die Stelle des langjährigen Schriftführers Hans Strobel rückte der Gernsbacher Hauptamtsleiter Thomas Lachnicht.

BeiträgeBeitrag schreiben 
Umfrage

Die Grippezeit hat begonnen. Ein kleiner Pikser kann davor schützen, krank zu werden. Lassen Sie sich gegen die Grippe impfen?

Ja.
Nein.
Weiß ich noch nicht.


https://www.eyesandmore.de
Wetter in Mittelbaden


BT Kinospot


© Badisches-Tagblatt.de    Impressum | AGB | Nutzungsbedingungen | Datenschutz