http://www.ausbildungsmesse-baden-baden.de/
Neue Ideen für die Städtepartnerschaft
Neue Ideen für die Städtepartnerschaft
24.04.2019 - 00:00 Uhr
Forbach (red) - Im Januar 2017 wurde in der italienischen Partnerprovinz des Landkreis Rastatt aus den bislang selbstständigen Gemeinden Saltara, Serrungarina und Montemaggiore die neue Gemeinde Colli al Metauro gebildet. Alle drei ehemaligen Gemeinden unterhielten Städtepartnerschaften mit Kommunen im Landkreis Rastatt. Saltara mit Bietigheim, Serrungarina mit Lichtenau und Montemaggiore mit Forbach.





In der vergangenen Woche reiste erstmals eine gemeinsame Delegation aus den drei Rastatter Landkreiskommunen in die Provinz Pesaro e Urbino, um Ideen des weiteren städtepartnerschaftlichen Austauschs mit der neuen italienischen Gesamtgemeinde abzustimmen. Durch die Fusion sind in den vergangenen beiden Jahren viele Fragen zur weiteren Kooperation offen geblieben, die auch Auswirkungen auf die deutschen Partner haben, berichtet die Gemeinde Forbach. Mit dabei waren die drei Bürgermeister Constantin Braun (Bietigheim), Christian Greilach (Lichtenau) und Katrin Buhrke (Forbach) sowie Vertreter aus den Verwaltungen und Partnerschaftskomitees.

Die viertägige Reise hatte ein straffes Besuchs- und Gesprächsprogramm, um möglichst viele gemeinsame Anknüpfungspunkte für die weitere Zusammenarbeit persönlich kennenlernen zu können. Begrüßt wurde die deutsche Reisegruppe durch Annachiara Mascarucci, die als Mitglied des Gemeinderats und des der Gemeindeverwaltung vorstehenden Ausschusses unter anderem für die Partnerschaften zuständig ist und den Besuch vor Ort vorbereitet hatte. Am Donnerstag stand eine Rundreise durch die Ortsteile von Colli al Metauro mit ihren Sehenswürdigkeiten und Besonderheiten auf dem Programm. Regionale Produkte, Kunst, Kultur und Infrastruktur der Ortschaften wurden dabei vorgestellt. Für die deutsche Reisegruppe eine gute Gelegenheit den Gesamtort zu erfahren, da das regionale Wissen doch meist auf die bisherigen Partnergemeinden beschränkt war, heißt es in dem Bericht.

Bürger und

Vereine einbinden

Gegen Mittag war ein erstes Treffen mit Bürgermeister Stefano Aguzzi und Vertretern des Gemeinderats im Rathaus von Colli al Metauro angesetzt. Bürgermeister Aguzzi betonte, dass es der neuen Gemeinde sehr daran gelegen sei, die Städtepartnerschaften wie in der Vergangenheit weiter zu pflegen. Auch bat er um Verständnis dafür, dass durch die Fusion viele Projekte in der Neuorganisation der Gemeinde aufgeworfen wurden, denen Vorrang eingeräumt werden musste und die auch noch nicht vollständig abgeschlossen seien. Ein gemeinsamer Wunsch von deutschen und italienischen Partnern sei es dabei, die Partnerschaft stärker als bisher auf Bürger- und Vereinsebene zu vernetzen und über die Verwaltungsebene hinaus zu erweitern.

Ein erster Schritt hierzu war ein abendliches Treffen zwischen den deutschen Bürgermeistern und zahlreichen Vertretern örtlicher Vereine und Schulen aus der Gesamtgemeinde Colli al Metauro, die sich vorstellten und Interesse am Austausch mit ihren deutschen Pendants signalisierten. Dies wurde von deutscher Seite dankbar aufgenommen, entsprach es doch der Intention der Reise, die vorhandenen Netzwerke, Strukturen und Bekanntschaften für eine Vertiefung des gegenseitigen Austauschs zu nutzen.

Zurück in Deutschland wird es nun die Aufgabe sein, interessierte Partner zu finden und diese bei der Kontaktaufnahme, dem gegenseitigen Kennenlernen und der langfristigen Pflege der Beziehung zu unterstützen. Der zweite Tag wurde für das Erkunden der Region rund um die Partnergemeinde genutzt. Auf der Rückreise am Samstag zog die deutsche Delegation ein positives Fazit des Besuchs. Das Interesse an der Partnerschaft sei dort nach wie vor groß, und in den Gesprächen seien viele Ansatzpunkte für den künftigen Austausch gefunden worden. "Die beiden intensiven Tagen vor Ort haben allerdings auch klar gemacht, dass die Weiterentwicklung der Partnerschaft mit viel Engagement auf beiden Seiten verbunden sein wird", schreibt die Gemeindeverwaltung weiter.

Auf italienischer Seite bestehe noch Findungsbedarf zwischen den drei ehemals selbstständigen Gemeinden, auch auch auf deutscher Seite seien noch Hausaufgaben zu machen. "Die Signale der Stippvisite sind auf jeden Fall positiv und gemeinsam mit deutschen und italienischen Partnern soll auf dieser Basis und mit neuen Ideen an der Weiterentwicklung der Städtepartnerschaft gearbeitet werden", so die Mitteilung abschließend.

BeiträgeBeitrag schreiben 



Das könnte Sie auch interessieren

Rastatt
Die nächste Straße mit Tempo 30

13.04.2019
Neue Ordnung im Zay
Rastatt (ema) - Der Umwelt- und Verkehrsausschuss hat Neuerungen für zwei zentrale Verkehrsachsen im Zay beschlossen. In der Zaystraße wird Tempo 30 eingeführt; eine Einbahnregelung ist vom Tisch. Die Gartenstraße wird für rund 780 000 Euro saniert (Foto: ema). »-Mehr
Rust
Die Piraten haben bereits die Segel Richtung Rust gesetzt

05.04.2019
Piraten segeln Richtung Rust
Rust (tr) - Die Piraten sind zurück im Europa-Park in Rust - zumindest in Form eines Modells im Eingangsbereich. In der dortigen "Schatzkammer" können sich die Besucher einen ersten Eindruck von der endgültigen Rückkehr der finsteren Gestalten im nächsten Jahr machen (Foto: tr). »-Mehr
Bühlertal
Paarabend in Bühlertal

03.04.2019
Paarabend in Bühlertal
Bühlertal (red) - Das Dekanat Baden-Baden lädt am Sonntag zu einem Paarabend der Reihe "Ich und Du" nach Bühlertal ein. Paartherapeutin Renate Mörmann will durch Impulse neue oder auch vertraute Zugänge zum jeweiligen Partner erschließen (Symbolfoto: dpa). »-Mehr
Gaggenau
´Ich gehe gern mit dem

03.04.2019
Historiker und Heimatforscher
Gaggenau (gut) - Sein Wirken ist vielschichtig. Als Lehrer am "Goethe", Kulturring-Vorsitzender, vor allem als Heimatforscher hat sich Ulrich Behne einen Namen gemacht. Mit seinem Forschen zur jüdischen Gemeinde hat er in seinem Buch neue Impulse gesetzt (Foto: Gutmann). »-Mehr
Stuttgart
Neuer Leiter der Transporter-Sparte

29.03.2019
Neuer Leiter der Transporter-Sparte
Stuttgart (dpa) - Die Transporter-Sparte des Daimler-Konzerns bekommt einen neuen Chef. Der Leiter von Mercedes-Benz Vans, Volker Mornhinweg, geht in Ruhestand. Auf ihn folgt der Leiter des Vertriebs der Pkw-Sparte Mercedes-Benz-Cars in Europa, Marcus Breitschwerdt (Foto: dpa). »-Mehr
Ort des Geschehens
Größere Google Karte
www.los.de/rastatt/
Umfrage

Am Sonntag finden Kommunal- und Europawahlen statt. Gehen Sie wählen?

Ja.
Nein.
Ich bin noch unschlüssig.
Ich hab schon per Briefwahl abgestimmt.


https://www.eyesandmore.de
Wetter in Mittelbaden


BT Kinospot


© Badisches-Tagblatt.de    Impressum | AGB | Nutzungsbedingungen | Datenschutz