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Schreitbagger für artenreiches Grünland im Einsatz
Schreitbagger für artenreiches Grünland im Einsatz
26.04.2019 - 00:00 Uhr
Forbach (vgk) - Die Ziegenfreunde Bermersbach sind die Initiatoren, Auftraggeber ist die untere Naturschutzbehörde des Landratsamts, der Landschaftserhaltungsverband des Landkreises Rastatt begleitet die Aktion. Das Geld für die Maßnahme stellt das Land bereit. Seit vergangenem Jahr wird im Gewann Kirren zwischen Forbach und Bermersbach der Adlerfarn bekämpft mit dem Ziel, dort artenreiches Grünland zu erhalten.

Es ist ein Projekt, das in ähnlicher Weise schon auf einer Fläche von rund sechs Hektar, davon ein Hektar Adlerfarn, im Bereich Winterhalde durchgeführt wurde, erklärt Hans-Jörg Wiederrecht, der Vorsitzende des Vereins.

Am Kirren handelt es sich um zwei Hektar Fläche, davon ist knapp die Hälfte mit Adlerfarn bewachsen. Erst wenn dieser für Ziegen giftigen Pflanze der Nährboden für ihr Wachstum entzogen ist, hat die Artenvielfalt wieder eine Chance.

Rund vier Jahre wird es dauern, bis eine Magerwiesenfläche entsteht. Sie ist besonders artenreich, erklären Diana Fritz und Ruth Hertweck vom Landschaftserhaltungsverband. Eine anschließende Beweidung durch Ziegen ist nicht vorgesehen. Die sind schon auf einer Fläche von rund 50 Hektar rund um Bermersbach verplant, erläutert Wiederrecht.

Rund 300



Grundstücke betroffen

Rund 300 Grundstückseigentümer mussten im Vorfeld für die gute Sache und die Entwicklung der Wiesenflächen nach FFH-Standard (Fauna, Flora, Habitat) angeschrieben werden. Nur wenige Grundstücke werden in der Zielkulisse noch von den jeweiligen Eigentümern gepflegt. Diese Areale leisten jedoch wertvolle Hilfestellung bei der Feststellung der Arten, die dort vorkommen.

Als vorbereitende Maßnahme wird zunächst gemulcht. Zudem werden Trockenmauern freigelegt, um auch Eidechsen, Schlingnattern und anderen Arten wieder mehr Lebensraum zu geben. Dafür wird die Steillage unterhalb der Wiesen derzeit zusätzlich mit einem Schreitbagger bearbeitet. Das Gerät der Firma Fallert, gesteuert von Manuel Fritz, kann auch in extremer Schräglage arbeiten. Es räumt die Wurzeln und Hindernisse beiseite, um das spätere Mähen zu erleichtern. Das gewonnene Heu ist für die Winterfütterung der Ziegen vorgesehen. Außerdem werde durch das regelmäßige Mähen und Abräumen des Grases dem Boden Nährstoffe entzogen. Die Entstehung einer artenreichen Magerwiese ist die Folge. Das Gebiet wird somit ökologisch aufgewertet, erläutert Fritz.

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