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Alles singt das Badner Lied
27.04.2019 - 00:00 Uhr
Von Markus Mack

Weisenbach - Die Gäste in der voll besetzten Festhalle applaudieren stehend. Beim Badner Lied klatschen sie rhythmisch mit und singen, was die Kehlen hergeben - auf der Bühne dirigiert Toni Huber das gemeinsame Orchester aus Weisenbacher und Auer Musikern - so endet am Donnerstag ein denkwürdiger Abend. Nach mehr als 25 Jahren wird Huber als Weisenbacher Bürgermeister verabschiedet, bevor er zum



1. Mai das Amt des Rastatter Landrats antritt.

Was mit vielen Händen begann, die von Huber und seiner Gattin Silke zur Begrüßung gedrückt wurden, endete mit einem beeindruckenden Zeichen der Wertschätzung für das beliebte Ortsoberhaupt. Dazwischen lagen gut zwei Stunden voller Lob und

Anerkennung, aber auch ein wenig Wehmut schwang in den Reden und Grußworten mit. Zahlreiche Wegbegleiter, Vertreter aus Kommunal- und Landespolitik, der Nachbarkommunen, von Verbänden, Vereinen und Organisationen waren bei der Feier in der Festhalle zu Gast.

Die Bürgermeister-Stellvertreter Uwe Rothenberger und Gottfried Lang blickten gemeinsam auf die Ära Huber, "auf 25 sehr gute Jahre", zurück. Sie machten an zahlreichen Beispielen das Engagement des Ortsoberhaupts für "seine Gemeinde" deutlich.

Eine spannende, arbeitsintensive und sehr erfüllende Aufgabe warte auf den "Toni im Glück", sagte Noch-Landrat Jürgen Bäuerle. Es sei "nur ein Abschied aus dem Rathaus, kein Abschied aus Weisenbach".

Wohlfühl-Klima und



Wir-Gefühl geschaffen

Huber habe ein Wohlfühl-Klima geschaffen, in dem bürgerschaftliches Engagement, Ehrenamt, Zusammenhalt und Wir-Gefühl gedeihen konnten. Andreas Strobel dankte für die gute Zusammenarbeit im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft der Weisenbacher und Auer Vereine, für die der Bürgermeister immer ein offenes Ohr gehabt habe.

Pfarrer Thomas Holler sprach für die Kirchengemeinden von der vertrauensvollen Zusammenarbeit, die von Menschlichkeit und Sachlichkeit geprägt war. Selbst auf der Fastnachtsbühne habe diese stattgefunden, als "TH und TH". Seine eher rhetorische Frage, ob dies für ihn als einfachem Landpfarrer und dem künftigen Landrat wegen dessen hohen Amtes noch möglich sei, quittierte das Publikum mit zustimmendem Lachen.

Überhaupt war die Atmosphäre, trotz des Abschieds, eine zuweilen recht lockere - dazu trugen einige Anekdoten bei, die von den Rednern vorgetragen wurden. So berichtete beispielsweise Bürgermeisterin Maria Euchler aus der sächsischen Partnergemeinde Kriebstein charmant über ihre erste Begegnung mit Toni Huber und die schwierige Auswahl des Abschiedsgeschenks.

Hauptamtsleiter Walter Wörner erinnerte an die "raue Wirklichkeit des Nordschwarzwalds", die der neue Bürgermeister bei seinem nicht einfachen Amtsantritt vorgefunden habe. Als "Mensch des Ausgleichs" habe er den Mitarbeitern Vertrauen geschenkt und den Rücken gestärkt, "wir lassen Sie ungern ziehen", mit manch tränendem Auge. Als Chef der Aufsichtsbehörde Landratsamt möge er sich erinnern, dass man in Weisenbach im Rathaus fast alles richtig mache, gab er ihm augenzwinkernd mit auf den Weg.

Nahezu alle wichtigen Ereignisse seines Lebens verbinden ihn und seine Familie mit Weisenbach. Als sich ihm die Gelegenheit bot, die Nachfolge von Jürgen Bäuerle anzutreten, habe er nicht gezögert, sagte Huber in seiner Dankesrede. Er sei mehr denn je davon überzeugt, "dass es richtig ist, dass Oberbürgermeister und Bürgermeister im Kreistag vertreten sind". Dort würden die Interessen der Bürger, des Wahlkreises und der kommunalen Familie vertreten.

In seinen Dank schloss er seine Familie, den Gemeinderat sowie die Mitarbeiter ein. Ohne die Loyalität der Amtsleiter Walter Wörner und Werner Krieg sowie von Manuela Frorath hätte er seine Arbeit nicht leisten können und wäre auch nicht Landrat geworden. Er bedankte sich bei allen Rednern sowie Marco und Timo Krämer vom Bauwagen-Team, die für ihn überraschend ein Präsent der Weisenbacher Jugend übergeben hatten.

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