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Wenn kein Strom mehr aus der Steckdose kommt
Wenn kein Strom mehr aus der Steckdose kommt
08.05.2019 - 00:00 Uhr
Forbach (mm) - Der Strom kommt aus der Steckdose - ein alter Witz. Aber wenn er nicht mehr kommt, was dann? Mit dieser Thematik befasst sich heute Abend der Forbacher Gemeinderat bei seiner Sitzung. Es geht um die Sicherstellung der Handlungsfähigkeit der Gemeinde und die Versorgung von Notunterkünften.

Die Versorgung der Haushalte kann nicht gewährleistet werden, trotz EnBW-Standort und einiger Wasserkraftwerke auf der Gemarkung, davon einige auch in Gemeindeeigentum. "Der Strom wird in das Netz eingespeist, wir haben keine separaten Leitungen, um unsere Bevölkerung zu versorgen", verdeutlicht Ortsbaumeister Oliver Dietrich die Situation. Denn so mancher Forbacher fragt sich, ob die Murgtalgemeinde nicht Energie für sich selbst produzieren könne, Wasserkraft sei in fast allen Ortsteilen verfügbar, so die Argumentation.

Ein lang anhaltender Stromausfall kann laut Sitzungsunterlagen einer Katastrophe gleichkommen. Die Leser des Bestsellers "Blackout - Morgen ist es zu spät" des österreichischen Autors Marc Elsberg kennen das Szenario, was passieren könnte. Der Roman erzählt die katastrophalen Auswirkungen eines großflächigen Stromausfalls in Europa.

Es sei Aufgabe der Kommune, sich in geeigneter Weise darauf vorzubereiten. Dazu wurde vom Land Baden-Württemberg durch das Regierungspräsidium Karlsruhe ein Musternotfallplan "Stromausfall" veröffentlicht. Dieser enthält Empfehlungen zur Sicherstellung der Handlungsfähigkeit der Behörden und der Infrastruktur. Um den Musterplan auf die Gegebenheiten der Gemeinde Forbach anzupassen, wurde eine Bestandsaufnahme und die Dimensionierung von Netzersatzanlagen geplant sowie ein Versorgungskonzept entwickelt.

Betrachtet wurde die Situation bei einem drei Tage lang anhaltenden, landkreisweiten Stromausfall und die sich daraus für eine Mindest-Handlungsfähigkeit der Kommune ergebenden Anforderungen. Überprüft wurden die Standorte für Notunterkünfte und den Krisenstab, die Ersatzstromversorgung durch Notstromaggregate sowie die dazu notwendigen Kraftstoffreserven.

Wesentlich für die Aufrechterhaltung der Handlungsfähigkeit ist die Energieversorgung des Krisenstabs und der Notunterkünfte. Hierzu wurden Gebäude untersucht und eine Bemessung für die Leitung der Notstromaggregate durchgeführt. Eine Möglichkeit für die Unterbringung des Krisenstabs bestehe im Feuerwehrhaus, erläutert Dietrich auf BT-Anfrage. Dieses sei für die externe Stromeinspeisung bereits vorbereitet. Auch seien Notunterkünfte in den Gemeindehallen, beispielsweise in der Murghalle, denkbar.

Bei einem flächendeckenden Stromausfall muss davon ausgegangen werden, dass eine Hilfe aus Nachbarbereichen nicht stattfinden kann, da alle verfügbaren Ressourcen im jeweiligen Bereich benötigt werden. Dies bedeutet, dass Behörden, Betriebe und Kommunen mit den eigenen Mitteln auskommen müssen, heißt es im "Notfallplan Stromausfall" für Baden-Württemberg.

Bei einem lange anhaltenden und flächendeckenden Stromausfall könne aufgrund der enormen Anforderungen und der nur begrenzt vorhandenen personellen und materiellen Ressourcen keine umfassende staatliche Fürsorge betrieben werden. Deshalb müssten sich sowohl die Bevölkerung als auch Betriebe eigenverantwortlich auf derartige Ereignisse vorbereiten, heißt es dort weiter.

Üb er die Anschaffung eines ersten Aggregats entscheidet der Gemeinderat in der heutigen Sitzung. 35 000 Euro sind im Haushaltsplan eingestellt.

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