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Für längeren Stromausfall rüsten
Für längeren Stromausfall rüsten
10.05.2019 - 00:00 Uhr
Von Markus Mack

Forbach - Wenn der Strom nicht mehr aus der Steckdose kommt, wie kann die Gemeinde ihre Handlungsfähigkeit sicherstellen und Notunterkünfte versorgen? Benjamin Peter vom Ingenieurbüro RBSWave präsentierte dazu im Gemeinderat ein umfassendes Konzept. Die Gemeinde kann in einem solchen Fall nicht flächendeckend mit Energie versorgt werden, das wurde bei der Sitzung deutlich. Schwerpunktmäßig sollen vier Gebäude, Feuerwehrhaus, Rathaus, Murghalle und "Haus des Gastes" in Hundsbach, mit Notstromaggregaten ausgestattet werden. Der Rat stimmte zu, ein erstes Aggregat für das Feuerwehrgerätehaus anzuschaffen.

Dort soll der Krisenstab eingerichtet werden, so sieht es das Konzept vor. Eine Notunterkunft wird die Murghalle für Bewohner des Kernorts, Langenbrand, Gausbach und Bermersbach. Eine weitere Notunterkunft soll im Hundsbacher "Haus des Gastes" für die alten Ortsteile eingerichtet werden. Das Rathaus bleibt als Anlaufstelle für die Bürger offen. Vier Notstromaggregate werden daher erforderlich. Außer dem Feuerwehrhaus, dort gibt es eine solche, müssen die weiteren Standorte noch mit einer Strom-Einspeisemöglichkeit nachgerüstet werden.

Ziel ist, Kommunikation und die Koordination des täglichen Bedarfs der Bürger aufrecht zu erhalten, so das Konzept. Auch müssen Wasserversorgung und Abwasserentsorgung gewährleistet sein, die dazu erforderlichen Pumpen mit Energie versorgt werden. Hilfe von außen sei nicht zu erwarten, da im Fall eines landkreisweiten dreitägigen Stromausfalls, dieser wird als Ausgangslage angenommen, alle Kreiskommunen betroffen sind.

Ein Stromausfall kann katastrophale Folgen haben. Kommunen müssen sich in geeigneter Weise darauf vorbereiten. Dazu wurde vom Land Baden-Württemberg durch das Regierungspräsidium Karlsruhe ein Musternotfallplan "Stromausfall" veröffentlicht. Dieser enthält Empfehlungen zur Sicherstellung der Handlungsfähigkeit der Behörden und der Infrastruktur. Um den Musterplan auf die Gegebenheiten der Gemeinde Forbach anzupassen, wurde die im Rat vorgestellte Bestandsaufnahme und die Dimensionierung von Netzersatzanlagen geplant sowie ein Versorgungskonzept entwickelt.

Ein lebhafter Austausch entwickelte sich nach der Präsentation des Konzepts. Die Versorgung der Haushalte kann nicht gewährleistet werden, trotz EnBW-Standort und einiger Wasserkraftwerke auf der Gemarkung, davon einige auch in Gemeindeeigentum. Der Strom werde in das Netz eingespeist, es gebe keine separaten Leitungen, um die Bevölkerung zu versorgen, erläuterte Ortsbaumeister Oliver Dietrich. Auch sei die Energiegewinnung vom jeweiligen Wasserstand abhängig und im Sommer daher nicht gesichert. Entsprechende Kabel vorzuhalten wäre teuer, und man müsste trotzdem Aggregate anschaffen, um bei geringem Stromertrag abgesichert zu sein. Die wirtschaftlichste Variante seien Notstromaggregate.

Bevölkerung



sensibilisieren

Wichtig ist auch die Versorgung mit Kraftstoff, heißt es im vorgestellten Konzept. Im angenommen Drei-Tage-Szenario sollten es 6 300 Liter Diesel und 1 400 Liter Benzin für Feuerwehr, Bauhof und die Aggregate sein, nannte Peter eine Größenordnung. Wichtig seien die Sensibilisierung der Bevölkerung, Absprachen mit dem DRK wegen der medizinischen Versorgung und Notfall-Übungen.

Werner Ruckenbrod (FWG) sprach die grundsätzliche Versorgung der Bevölkerung an. Nicht alle Bürger könnten in der Küche der Murghalle ihre Nudeln kochen, machte er an einem Beispiel deutlich. Entsprechende Absprachen müssten getroffen werden und die Bürger sich auch selbst vorsorgen, lautete die Antwort. Es sei gut, dass man sich über solche Szenarien Gedanken mache, sagte Heike Schillinger (SPD).

Nach und nach werde man die erforderlichen Aggregate anschaffen, erläuterte Bürgermeisterin Katrin Buhrke. Als Einstieg werden Angebote für ein erstes Gerät eingeholt und dem Gemeinderat präsentiert.

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