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Weniger Konflikte und besserer Umgang
Weniger Konflikte und besserer Umgang
11.05.2019 - 00:00 Uhr
Forbach (mm) - Die Schulsozialarbeit an der Klingenbachschule mit dem Caritasverband Rastatt wird im Schuljahr 2019 / 2020 fortgesetzt. Das beschloss der Forbacher Gemeinderat einstimmig bei seiner jüngsten Sitzung. Die Kosten für diese "sehr sinnvolle Arbeit", so Bürgermeisterin Katrin Buhrke, erhöhen sich von jährlich 15 800 auf rund 18 000 Euro.

Mit Peter Marx ist seit April 2017 ein Sozialarbeiter an der Schule tätig, der sich laut Gemeinderatsunterlagen in diesen beiden Jahren mit den Bedingungen und den Problemen der Schule vertraut gemacht und mit Kindern, Eltern und Lehrern eine vertrauensvolle Zusammenarbeit aufgebaut hat. Sein Bericht wurde den Ratsmitgliedern in der Sitzung vorgelegt. 19,5 Wochenstunden ist er in Forbach tätig. 174 Beratungsgespräche fanden im Zeitraum vom 1. April 2018 bis 1. April 2019 statt, ist diesem zu entnehmen.

Zu den Tätigkeiten gehören die sozialpädagogische Gruppenarbeit, eine Jungs-AG oder Patenschaften fü r Erstklässler durch Schüler der dritten und vierten Klassen. Projektarbeit mit Medien- und Gewaltprävention, die Begleitung des Klassenrats sowie die Förderung der Klassengemeinschaften durch Erlebnispädagogik und Sozialtraining sind weitere Betätigungsfelder.

Ebenso ist die Elternarbeit ein Bestandteil der Arbeit von Marx, rund 14 Prozent der Beratungsgespräche fanden mit Eltern statt. Interne Kooperation mit Schulleitung und Lehrkräften sowie der schulexterne Austausch, beispielsweise mit dem sozialen Dienst, ergänzen das Betätigungsspektrum.

Die Weiterentwicklung des Sozialcurriculums, Medien-, Gewalt- und Konfliktprävention, die Unterstützung und Gestaltung des Ganztagsbereichs sowie die Weiterführung des Klassenrats ab Klasse zwei sind künftige Aufgaben.

Der Umgang mit Medien wie Tablet, Handy oder PC waren im zurückliegenden Jahr wichtige Bestandteile der Arbeit, informiert Marx in seinem Bericht. Hierbei seien Prävention und ein gezielter Austausch über Erlebtes und die Gefahren des Internets sehr wichtig. "Doch natürlich sind die Eltern in der Verantwortung, ihre Kinder zu schützen", schreibt Marx. Er werde in Zusammenarbeit mit den Klassenlehrern gezielt Medienprävention in den Elternabenden ab Klasse 2 anbieten.

Ein wöchentlicher Klassenrat wurde in zwei weiteren Klassen eingeführt. Dieser zeige insbesondere in einer bisher sehr unruhigen Klasse Wirkung, es gebe weniger Konflikte und Auseinandersetzungen. Die Kinder verinnerlichten zusehends Lösungsstrategien, um Situationen und Konflikte sachlich zu klären.

"Grundsätzlich haben sich der allgemeine Umgang und vor allem der Umgangston der Schüler deutlich verbessert", heißt es in dem Bericht. Es gebe auch weiterhin verhaltensauffällige Schüler, Kinder mit familiären Problemen oder die in einem benachteiligten Umfeld aufwachsen. Konflikte und Streitereien gebe es fast täglich, doch die Intensität sei weniger geworden. Viele Kinder könnten sich besser abgrenzen, die Situationen selbstständiger und einfacher klären.

"Das ist sicherlich auf die intensive Zusammenarbeit der Lehrkräfte und dem engen Austausch mit der Schulleitung zurückzuführen", lautet das Fazit des Berichts von Peter Marx.

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