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Knochenjob am Straßengraben
13.05.2019 - 00:00 Uhr
Forbach (vgk) - "In Langenbrand gibt es viele ehrenamtlich tätige Menschen", sagte am Samstag anerkennend Ortsvorsteher Roland Gerstner, auf seiner Tour durch das Dorf - den Kofferraum voller Getränke und Brezeln. Erneut hatte der Ortschaftsrat zu einem "Tag für Langenbrand" aufgerufen, und rund 50 Personen waren gekommen, um Unkraut zu jäten, zugeschüttete Gräben zu öffnen oder sich dem Wegbau zu widmen.

Die Topografie ist eine Herausforderung, die steilen Hänge laden nicht gerade zur Arbeit ein. Dennoch zeigen sich viele Wiesengrundstücke, gerade jetzt im Frühling, gepflegt und voller Artenreichtum. Eine große Fläche davon wird mit Ziegen beweidet. Damit diese weiterhin auf der Vereinsalm ihren Dienst tun können, kümmerte sich im Steilgelände eine Gruppe um die Teilerneuerung des Zauns. Bagger, Lader und Rüttler kamen auf dem Mittleren Weg zum Einsatz. Dort hatten Helfer es sich zur Aufgabe gemacht, auf der Gefällstrecke in Richtung Alte Straße die Spurrillen zu beseitigen und die Wegfläche so herzurichten, dass nach einem Regenguss das Wasser in die Wiesen abfließen kann und nicht darunter liegende Grundstücke gefährdet.

Die mit Abstand größte Einsatzgruppe hatte ebenfalls einen Knochenjob zu verrichten. Sie nahm sich der Reinigung des Grabens entlang der Dorfstraße in Richtung nördlicher Ortsausgang an. Von den Felsen herabbröckelnde Steine und Erdreich hatten diesen über die Zeit hinweg aufgefüllt. Das Geröll sammelte sich deshalb auf der Straße und gefährdete den Verkehr. Rund 250 Meter Randstreifen waren auszuschachten und das Material in die Schaufel des Radladers zu wuchten. Unweit davon widmeten sich zumeist jüngere Teilnehmer mit Pinsel und Farbe der Verschönerung des Spielplatzzauns, auch die Hecken dort wurden gestutzt.

Die Fußwege zum Sportplatz und Wolfsheck (B 462) wurden durch den Einsatz der Scheren wieder sichtbar gemacht sowie Sitzbänke freigemäht. Mit der Anbringung von Querlatten vollendete eine Gruppe eine im vergangenen Jahr begonnene Arbeit. Die Absturzsicherung bei den Bänken in der Neuen Straße hat ihren Namen wieder verdient.

Ganz besonders freute sich Gerstner über den spontanen Einsatz einer Rentnergruppe, die es sich zur Aufgabe machte, die Rastanlage an der Kaltenbronnerstraße zu säubern und das Gras zu mähen.

Zwischen zehn und 83 Jahren alt war der Personenkreis, der sich am Samstagmorgen für das Gemeinwohl engagierte. Die Geräte und das Holz stellte der Bauhof zur Verfügung. Auch konnte Gerstner schon Vorschläge für das nächste Jahr entgegennehmen. Im Anschluss traf sich die Helferschar, getreu dem Motto "gemeinsam arbeiten, gemeinsam essen" im Hof des Vereinsheims.

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