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IG Lärm zieht positives Fazit und sieht weitere Chancen
IG Lärm zieht positives Fazit und sieht weitere Chancen
18.05.2019 - 00:00 Uhr
Gagg enau (red) - Nach zwei Jahren Aktivität hat die Interessengemeinschaft Lärm L 613 Michelbach nun erstmals eine umfassendere Bilanz gezogen. Mit der Unterstützung von über 250 Unterschriften, der guten Zusammenarbeit mit der Stadt Gaggenau (Bürgermeister Michael Pfeiffer und Oberbürgermeister Christof Florus), einem intensiven Austausch mit den Bundestags- und Landtagsabgeordneten sowie Peter Westermann (Leiter der Verkehrspolizeidirektion Baden-Baden) konnten verschiedene Maßnahmen umgesetzt und erste positive Ergebnisse erzielt werden, infolge derer man dem Kernziel die Belastung durch Verkehrslärm für die Anwohner an der L 613 zu reduzieren, näher gekommen ist.

Unter anderem konnten die Korridore mit 50 km/h an beiden Ortsausgängen verlängert werden. Am Ortsausgang Richtung Moosbronn wurde zudem auf Initiative der Interessengemeinschaft mit Hilfe der Stadt Gaggenau ein Lärmdisplay angebracht. Im Hinblick auf die zwischen Michelbach und Moosbronn immer wieder stattfindenden illegalen Rennen und die dadurch zunehmende Unfallhäufigkeit wurde die Geschwindigkeit zwischen Moosbronn und Michelbach auf 70 km/h reduziert und häufiger kontrolliert.

Insgesamt wurden 2018 an 18 Tagen durch die Verkehrspolizeidirektion Baden-Baden und die Stadt Gaggenau Kontrollen am Wanderparkplatz Mayersbild durchgeführt. Es wurde in acht Fällen ein Fahrverbot ausgesprochen, Spitzenreiter war bei vorgeschriebener Geschwindigkeit von 70 km/h ein Fahrzeug mit 138 km/h.

18 Kontrollen in Michelbach

Auch innerhalb Michelbach wurden an 18 Tagen Kontrollen durchgeführt. Dabei kam es zu 1 321 Geschwindigkeitsübertretungen, 13 Anzeigen, einem Fahrverbot. Spitzenreiter war ein Fahrzeug, das bei 30 km/h in Höhe Kindergarten mit einer Geschwindigkeit von 66 km/h gemessen wurde.

Der Interessengemeinschaft gegen Lärm L613 Michelbach ist es wichtig zu betonen, dass sie nichts gegen den Individualverkehr und auch die Sonntagsausfahrt mit dem Motorrad oder mit dem Sportwagen hat. Es ist ihr aber ein Anliegen, dass sich alle Fahrzeugführer an die Straßenverkehrsordnung halten und zur Rücksichtnahme auf die Anwohner und anderen Verkehrsteilnehmer verpflichtet fühlen, unnötigen Verkehrslärm vermeiden. Leider sei diese Einsicht bei vielen Verkehrsteilnehmern noch nicht vorhanden.

Neben Geschwindigkeitsbeschränkungen und -kontrollen fokussiert sich die IG Lärm aktuell auf ein weiteres Kernziel, die Verbesserung der innerörtlichen Lärmsituation bei der mittelfristig anstehenden Sanierung der Oberfläche an der Ortsdurchfahrt. Auch wenn die Verkehrsbelastung für eine generelle Lärmsanierung etwas zu gering ist, gibt es Gebäude an der L613, die so exponiert zur Straße stehen, dass sie potenziell von einer individuellen Förderung einer Lärmsanierung profitieren könnten. Dazu wurden mehrere individuelle Anträge zur Förderung von Anwohnern beim Regierungspräsidium gestellt. Sollten diese Anträge positiv beschieden werden, besteht eine Chance, dass im Zuge einer Sanierung der Ortsdurchfahrt auch generelle lärmmindernde Maßnahmen umgesetzt werden. Dazu steht die Interessengemeinschaft in Kontakt mit dem Regierungspräsidium und der Stadt Gaggenau.

Gerne hätte die IG Lärm Michelbach über diese Themen ausführlicher in einer gemeinsamen Veranstaltung zusammen mit dem Ortschaftsrat informiert. Im Herbst 2018 habe man wiederholt den Kontakt zum Ortschaftsrat gesucht. Daraufhin wurde die IG Lärm im März 2019 in die Ortschaftsratssitzung eingeladen und konnte sich mit den Ortschaftsratsmitgliedern austauschen. Bis zum heutigen Tage habe man aber keine Rückmeldung zu den gemachten Vorschlägen erhalten. "In diesem Zuge möchten wir uns bei den Ortschaftsräten Holger Nufer und Jürgen Schäfer bedanken, welche die Aktivitäten der IG Lärm unterstützen und diese positiv kritisch begleiten", heißt es im Pressetext.

Die IG Lärm weist auf eine Veranstaltung am 1. Juni hin: eine Demonstrationsfahrt mit dem Motto "Fahren mit Spaß - Laut ist out". Diese Fahrt unter Organisation des Arbeitskreise Umwelt und Natur sowie der Stadt Gaggenau als Ausrichter wird auch einen Stopp in Michelbach am Friedhof einlegen zu dem interessierte Bürger eingeladen sind.

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