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Amtsgericht verhängt ein Jahr Haft für Murgpark-Schläger
Amtsgericht verhängt ein Jahr Haft für Murgpark-Schläger
24.05.2019 - 00:00 Uhr
Von Franz Mors

Rastatt/Gaggenau - Wegen vorsätzlicher sowie gefährlicher Körperverletzung und unter Einbeziehung eines Strafbefehls von 2018 verurteilte das Amtsgericht Rastatt einen 31-Jährigen aus Baiersbronn zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr. Da der mehrfach einschlägig vorbestrafte Mann zwei Monate, nachdem er aus dem Gefängnis entlassen worden war, erneut straffällig wurde, stellte sich für das Gericht die Frage einer möglichen Bewährungsstrafe nicht. Zwei mitangeklagte Gaggenauer, 54 und 55 Jahre alt, wurden vom Vorwurf der Beihilfe freigesprochen.





Am 9. Juni 2017 hielt sich ein älterer Mann schlafend auf einer Bank im Murgpark Gaggenau auf. Als dieser sich später mit einer Schülerin unterhielt, tauchte das Trio auf. Nach Überzeugung des Gerichts brachte der äußerst aggressive 31-Jährige den älteren Herrn zu Boden, schlug und trat ihn mit "beschuhtem Fuß".

Das Opfer, ein 57-jähriger, alkoholkranker gebürtiger Iraner, sagte bei der späteren Vernehmung aus, dass er nicht mehr wisse, was da geschah. Er habe viel getrunken und müsse wohl "besoffen" gewesen sein.

Von einer Strafanzeige wollte er jedoch nichts wissen. Dieser Mann konnte am Dienstag nicht mehr vernommen werden, weil er mittlerweile gestorben ist. In einem weiteren Fall ging es beim 31-Jährigen um eine schallende Ohrfeige.

Zeuginnen können

sich nur vage erinnern

Für die Vertreterin der Staatsanwaltschaft hatten die drei Angeklagten sich an diesem Junitag des Jahres 2017 entschlossen, dem 57-Jährigen eine "Abreibung zu verpassen". Als dieser die drohende Gefahr erkannte, habe er noch versucht zu fliehen. Er sei aber vom Trio verfolgt, eingekreist und dann vom Hauptangeklagten angegriffen worden.

Eine gefährliche Körperverletzung liege auch dann vor, wenn die Verletzung mit einem oder mehreren anderen Beteiligten gemeinschaftlich begangen wird. Deshalb hätten sich der 54- und 55-Jährige der Beihilfe schuldig gemacht.

Dem widersprachen die beiden. Man habe den jüngeren, dritten Mann zufällig im Murgpark getroffen und sich dann keineswegs entschlossen, den "Perser" zu jagen. Als der 31-Jährige ausrastete und den 57-Jährigen attackierte, hätten sie vielmehr zu schlichten und zu beruhigen versucht. Eine bloße Anwesenheit am Tatort, argumentierten die Verteidiger der beiden, reiche nicht aus für eine Verurteilung.

Drei Zeuginnen, darunter die heute 16-jährige Schülerin, konnten sich nur vage an das Geschehen von vor fast zwei Jahren erinnern. Richter Christoph Schaust zeigte sich überzeugt, dass bei der Körperverletzung ein zweiter Mittäter beteiligt war.

Wer dies jedoch genau gewesen sei, habe aber nicht mit der für eine Verurteilung notwendigen Sicherheit aufgeklärt werden können. Hierfür machte Schaust jedoch auch eine "mangelnde Sorgfaltspflicht" bei der erfolgten polizeilichen Ermittlungsarbeit mitverantwortlich.

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