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Die Stricknadel ist zu heiß
Die Stricknadel ist zu heiß
24.05.2019 - 00:00 Uhr
Forbach (mm) - Die positive Grundeinstellung zum Kanusport sei vorhanden, fasste Bürgermeisterin Katrin Buhrke die Diskussion in der jüngsten Gemeinderatssitzung zusammen. Dennoch lehnte das Gremium einstimmig den Antrag des Kanuverbands Baden-Württemberg auf eine Mitfinanzierung zum Umbau von Wehren ab, die mit Leader-Mitteln bezuschusst werden soll. Zehn Prozent der Kosten für die geplanten Maßnahmen sollte die Gemeinde mittragen,

laut Antrag des Kanuverbands wären das 13 300 Euro gewesen. Die Zusage einer Kommune ist Voraussetzung für die Förderung.

Zu viele Fragen seien offen, die Gesamtsumme, von der die zehn Prozent finanziert werden soll, sei nicht "belastbar", hieß es in der Sitzung. Es wäre die Vorfinanzierung von zehn Prozent eines Projekts, dessen Gesamthöhe nicht bekannt ist, erläuterte die Bürgermeister.

Durch geplante Veränderungen an den Wehren in Wolfsheck, Breitwies und Schlechtau wird die Nutzung der Murg für den Kanusport stark eingegrenzt oder aus Gefahrengründen unmöglich (das BT berichtete). Der Kanuverband Baden-Württemberg sucht deshalb nach Möglichkeiten, wie dieses Kanurevier erhalten werden kann. Hierzu sind bauliche Maßnahmen erforderlich, die ein Befahren der Wehre über Bootsrutschen oder anderer Maßnahmen ermöglichen sollen. Dafür sind vom Kanuverband Kosten von rund 133 000 Euro veranschlagt. Der Verband möchte Leader-Mittel beantragen und benötigt dafür eine Zusage der Gemeinde über eine Mitfinanzierung in Höhe von zehn Prozent. Da der Antrag bis zum 7. Juli gestellt werden muss, besteht seitens des Verbands ein großer Zeitdruck.

Der Antrag sei mit zu heißer Nadel gestrickt, die Gemeinde wisse nicht, was auf sie zukomme, machte Achim Rietz (Freie Wähler) deutlich. Eine Entscheidung könne deshalb nicht fallen. Man wolle aber den Kanuverband bei künftigen Anfragen unterstützen. Auch soll die Welle an der Kajak-Spielstelle bei der Murghalle wieder hergestellt werden. Auch Horst Fritz (SPD) und Margrit Haller-Reif (Grüne) sprachen sich für die Unterstützung aus, die Murg als Kanu-Revier sei ein Alleinstellungsmerkmal, das Thema Kanufahren ein Wirtschaftsfaktor, man müsse die "Vermarktung des Flusses" voranbringen (Fritz).

Die im Antrag des Kanu-Verbands angenommenen Kosten von 133 000 Euro für die baulichen Veränderungen seien eine "ganz grobe Schätzung", so Werner Ruckenbrod (FWG). Außerdem wisse man nicht, wie die Eigentümer der Wehre überhaupt auf die Anliegen der Kanusportler reagieren würden. Und gänzlich ungeklärt sei die Haftung bei eventuellen Unfällen. Sabine Reichl (CDU) bekannte, sie habe "Bauchweh", wenn bei Haftungsfragen die Kommune in die Pflicht genommen werden soll.

Dieses Thema sei in der Kürze seit Eingang des Antrags mit dem Versicherer nicht zu klären gewesen, erläuterte Buhke. Die Fragen müssten vor einer Entscheidung "sauber abgearbeitet" werden. Das Thema Kajak-Festival im Juni 2020 in Forbach, das Patrick Schreib, Geschäftsführer des Zweckverbandes "Tal der Murg", und Bürgermeisterin Buhrke angeregt hatten, ist zurückgestellt, bis die Fragen beantwortet sind.

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