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Ortsvorsteher genießen großen Rückhalt
29.05.2019 - 00:00 Uhr
Von Stephan Juch

Gernsbach - Die Ortsvorsteher von Reichental und Obertsrot/Hilpertsau sind in der Wählergunst wieder die eifrigsten Stimmensammler gewesen. Während Walter Schmeiser (FBVG) einen Vorsprung von 135 auf seinen Fraktionskollegen Uwe Meyer hat, war es in Reichental denkbar knapp: 461 zu 460 lautete das Ergebnis zwischen Bernhard Otto Wieland (CDU) und Guido Wieland (SPD). Weil sich die Mehrheitsverhältnisse im Höhenstadtteil zugunsten der Fraktion Bürger von Reichental + SPD geändert haben, ist es dort allerdings noch längst nicht sicher, ob es bei der aktuellen Konstellation mit dem Amtsinhaber bleibt.

"Wir machen uns Gedanken über die Zukunft im Ortschaftsrat", kündigte Guido Wieland gestern im BT-Gespräch an. Dienstagabend kamen die Bürger von Reichental und die örtliche SPD zur Wahlanalyse zusammen. Ein Thema dabei war die Frage, ob die stärkste Fraktion nicht auch den Ortsvorsteher stellen sollte.

Guido Wieland persönlich sehe die Kommunalwahl mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Ersteres, weil er den erneuten Einzug in den Gemeinderat verpasst hat, letzteres, weil seine Fraktion im Ortschaftsrat einen Sitz hinzugewonnen hat und im Gesamtergebnis klar vor den Christdemokraten landete (1 818 zu 1 371, das bedeutet fünf Sitze für BvR + SPD und drei Sitze für die CDU). Ins Stadtparlament entsendet Reichental seinen Ortsvorsteher, der bei der Gemeinderatswahl 1 658 Stimmen sammelte; während sein ärgster Konkurrent um das einzige Reichentaler Mandat, Guido Wieland, auf 1 126 kam.

"Ich würde für eine weitere Amtszeit als Ortsvorsteher zur Verfügung stehen", erklärt Bernhard Wieland auf BT-Anfrage. Allerdings sei er sich bewusst, dass die Fraktion BvR + SPD aufgrund ihres Sitzgewinns jetzt das Vorschlagsrecht hat. "Ich gehe davon aus, dass sie das auch in Anspruch nehmen wird", so Wieland.

Keine Frage dürfte die nach dem künftigen Ortsvorsteher von Obertsrot/Hilpertsau sein: Walter Schmeiser hat dort seinen Nimbus als Stimmenkönig zum wiederholten Mal souverän verteidigt und steht für eine weitere Amtszeit parat, wie er im BT-Gespräch betont. Ein gutes Wahlergebnis sei für ihn stets ein entscheidendes Kriterium gewesen, ob er weiter die Geschicke der beiden Stadtteile führen will. Er gehe fest davon aus, dass er die Unterstützung des Ortschaftsrats habe. Daran dürfte auch der Verlust eines Sitzes der Freien Bürger nichts ändern; sie stellen mit ihrem Gesamtergebnis von 5 395 Stimmen (51,98 Prozent) jetzt noch sechs Mandatsträger.

Neu im Ortschaftsrat sind die Grünen, die von Max Gross vertreten werden; er kam auf 565 Stimmen (5,44 Prozent). Fast verdoppelt hat die SPD ihr Ergebnis: Kamen die Sozialdemokraten 2014 noch auf 1 275 Stimmen (14,8 Prozent), konnten sie am Sonntag 2 529 (24,36 Prozent) sammeln. Die CDU verlor in Obertsrot und Hilpertsau rund 10,5 Prozent und landete bei 18,22 Prozent (1 891 Stimmen; 2014: 2 474).

Mit Nico Fatebene schaffte ein kommunalpolitischer Neueinsteiger auf Anhieb 1 108 Stimmen und kam damit auf Platz drei der Wählergunst bei der Ortschaftsratswahl in Obertsrot und Hilpertsau. Dass er auch in der Gesamtstadt einen großen Rückhalt genießt und mit 1 817 auch einen Gemeinderatssitz für die SPD ergatterte, macht den Erfolg des jungen Polizisten aus Hilpertsau perfekt.

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