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Zu kühl: ein Exot nach über dreizehn Monaten
05.06.2019 - 00:00 Uhr
Von Dieter Kraft

Murgtal - Man kann es fast nicht glauben, aber nach über dreizehn Monaten ist mal wieder ein Monat als "zu kühl" in den regionalen und nationalen Wetternetzwerken aufgezeichnet worden. Auch die Wetterstation Ottenau konnte dies für den Monat Mai mit einer Durchschnittstemperatur von 14,3°C (Vergleichswert April: 17,8°C) eindrucksvoll bestätigen.

Gerade die erste Monatshälfte, mit kühlen Luftmassen aus nördlicher Richtung, trug das Ihrige dazu bei. Zwar gab es aufgrund des hohen Luftdrucks immer wieder sonnige Abschnitte, aber die Nächte waren teilweise noch empfindlich kalt und fast nahe am Gefrierpunkt. Der Minimalwert lag am 13. bei kühlen 3,2 °C; lediglich der 5cm-Bodensensor am 7. Mai war mit 1,7 °C noch niedriger. Meist dominierten Tiefdruckgebiete, die für reichlich Niederschläge sorgten.

In der zweiten Monatshälfte stiegen die Temperaturen zwar an, aber stets prägten Niederschläge die Wetterlage. Erst in den letzten Tagen zeigte der Mai, wozu er fähig gewesen wäre: So wurde auch der Maximalwert des Monats erst am 31. mit 27,7 °C aufgezeichnet. Der Gesamtniederschlag wurde mit 101 l/m 2 (Normalsoll 96 l/m 2 ) an siebzehn Niederschlagstagen aufgezeichnet. damit war Baden-Württemberg fast das regenreichste Bundesland, übertroffen lediglich von Bayern mit 130 l/m 2 . Insgesamt war daher der Mai zu kühl, mit reichlich Niederschlägen und einer leicht negativen Sonnenscheinbilanz.

Erste Dekade (1. bis 10.): Zunächst konnte man meinen, dass es wie im vergangenen Jahr ein sensationeller Mai geben würde. Aber fallende Temperaturen, meist starke Bewölkung, Niederschläge, eine Schneefallgrenze teilweise bei 400 Metern ließen keinen Wonnemonat erkennen. Die Durchschnittstemperatur lag bei lediglich 11,5 °C. Der Minimalwert am 7. Mai (3.25 Uhr) lag bei kühlen 3,4°C. Der Maximalwert am 1. Mai (18 Uhr) mit 22,6°C schien in die richtige Richtung zu gehen, war aber nur anfänglicher Lichtblick. Der Gesamtniederschlag wurde mit 34,6 l/m 2 an sechs Tagen aufgezeichnet.

Zweite Dekade (11. bis 20.): meist wolkenverhangen. Dann wieder aufgelockerte Tage mit teilweise sonnigen und trockenen Abschnitten, ein Auf und Ab. Die Durchschnittstemperatur stieg leicht auf 13,9 °C. Wiederum war der Minimalwert deutlich einstellig mit kühlen 3,2 °C am 13. (6.25 Uhr). Doch waren es in dieser Dekade die kurzen, aber sonnigen Abschnitte, die Hoffnung auf den Frühling weckten. Der Maximalwert wurde innerhalb eines solchen kurzen Zeitfensters am 18. (15.55 Uhr) mit 24,2°C aufgezeichnet. Der Gesamtniederschlag war erneut zweistellig mit 29,8 l/m 2 an fünf Niederschlagstagen.

Dritte Dekade (21. bis 31.): Mal Sonne, dann wieder Wolken. Erst an den beiden letzten Maitagen beruhigte sich die Wetterlage - es wurde sonniger und immer wärmer. Die Durchschnittstemperatur von 17,1°C ging dann doch in die richtige Richtung. Der Minimalwert dieser Dekade schrammte knapp an der zweistelligen Marke vorbei und lag am 23. (5.50 Uhr) bei 9,3 °C. Der wärmste Tag des Monats war der 31. Mai mit 27,6 °C (18.45 Uhr). Der Gesamtniederschlag belief sich auf 36,6 l/m 2 an sechs Tagen, wobei an einem einzelnen Tag innerhalb des Tiefdruckgebietes "Axel" alleine sensationelle 32,8 l/m 2 aufgezeichnet wurden.

Der Mai im Vergleich (Vorjahresmonat in Klammer): Temperaturdurchschnitt 14,2 °C (17,8 °C), Niederschlag 101,0 l/m 2 (100 l/m 2 ), Niederschlagstage 17 (15).

www.dieters-wetter.de

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