In Straßenkleidung ins Bewegungsbecken
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Gaggenau (tom) - Mit Straßenkleidern ins Schwimmbadbecken: Für Wirbel in den sozialen Medien sorgt das Verhalten einer Familie am Mittwoch im Murgana-Hallenbad. Auf BT-Anfrage erläutert Judith Feuerer den Sachverhalt. Sie ist Pressesprecherin der Stadt Gaggenau. Fünf Personen, darunter ein Mann mit Dreivierteljeans, zwei Kinder in Badekleidern und zwei Frauen in längeren dünnen Gewändern mit Kopfbedeckung haben den Badebereich des Hallenbads betreten. Eine der Frauen sei bekleidet zusammen mit den Kindern ins kleine Becken im hinteren Bereich (Bewegungsbecken) gegangen. Dorthin habe sich auch der Mann begeben, zwar ohne T-Shirt, aber in Jeans.
Der Bademeister wurde von einem Gast auf das Fehlverhalten aufmerksam gemacht. Der Bademeister habe aber die bekleideten Badegäste nicht umgehend des Wassers verwiesen. Dazu die Stadtverwaltung: Der Bademeister habe abgewartet, bis ein erfahrener Kollege dazukam. Er selbst sei erst vier Wochen im Einsatz und unsicher gewesen, wie er sich verhalten solle. Der hinzu gekommene Kollege habe dann freundlich die Familie darauf hingewiesen, dass man laut Benutzungsordnung nur "in üblicher Badekleidung" den Badebereich betreten darf. Die Gäste hätten sich einsichtig gezeigt und das Bad anstandslos verlassen. Es gebe mittlerweile verstärkt Besucher aus anderen Kulturen, die die Benutzungsordnung nicht lesen können, gibt Judith Feuerer zu bedenken. Die Benutzungsordnung hängt im Eingangsbereich des Murgana aus. "Übliche Badekleidung" erlaubt übrigens auch einen Burkini aus badegerechtem Material, das sich also nicht vollsaugt. Jeans und andere Kleidung, die möglicherweise zuvor auf der Straße getragen wurde, sind aber ausgeschlossen. Feuerer abschließend: "Die Thematik kommt in letzter Zeit häufiger vor. Wir sehen es als unsere Aufgabe, die Menschen mit unseren Regeln vertraut zu machen und sie darauf hinzuweisen. Bis jetzt gab es damit keine Probleme."
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