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Friedhof: Loffenau sucht Anregungen
Friedhof: Loffenau sucht Anregungen
07.06.2019 - 00:00 Uhr
Von Ulrich Jahn

Loffenau - Wie geht es mit dem Loffenauer Friedhof weiter? Bedingt durch geänderte Bestattungsformen bleiben immer mehr Flächen frei. Statt in einem klassischen Grab werden Menschen verstärkt in Urnen bestattet. Und insbesondere bei Älteren gibt es laut Bürgermeister Markus Burger Sorgen, ob sich nach ihrem Tod Angehörige um die Pflege der Grabstätten kümmern können.

So habe sich vor einiger Zeit eine ältere Dame im Rathaus gemeldet und genau diese Problematik angesprochen, berichtet Burger gegenüber dem BT. Ihre Kinder würden "verstreut auf der Welt" leben. Sie fragt sich, wie eine Pflege der Grabstätte sichergestellt werden könnte.

Zuletzt befasste sich der Gemeinderat im März mit der Erweiterung der Kolumbarien-Anlage. Seinerzeit wurden Zahlen genannt. Durchschnittlich sterben 21 Loffenauer pro Jahr. Kaum eine Familie wünscht mehr Erdbestattungen. 2017 gab es nur eine unter 27 Todesfällen - zwölf bevorzugten ein Urnenendgrab, elf einen Platz im Kolumbarium. Im Vorjahr kletterte die Verteilung dann sogar auf 17 in den Nischen, sechs im Urnenerdgrab und erneut nur eine im Sarg.

Die Folge: Es gibt immer mehr grüne Flächen auf dem Friedhof. Der Bauausschuss hat den Gottesacker bereits besichtigt und einen Landschaftsarchitekten beauftragt. Außerdem soll laut Burger eine kleine Arbeitsgruppe, der unter anderem Mitglieder des Gemeinderats angehören sollen, gebildet werden, die sich mit der Thematik befasst. Die Gruppe soll in den nächsten Wochen (der Termin steht noch nicht fest) verschiedene Friedhöfe in anderen Kommunen besuchen und Anregungen holen - auch zur Pflege von Gräbern und zu möglichen Bestattungsarten. Auch die Bürger sollen Anregungen abgeben können. Allerdings soll es auch wegen der Sensibilität des Themas keinen Workshop geben, unterstreicht Burger.

Probleme gibt es auf dem Friedhof mit der Aufstellung eines weiteren, fünften Kolumbariums. Die Anlage steht mit Fundament - und sieht recht unfertig aus. Die Gestaltung rundherum mit Pflasterung und Bepflanzung fehlt. Beauftragt worden ist eine Fachfirma.

Diese hat nach Angaben des Bürgermeisters momentan viele Aufträge. Dennoch will er darauf drängen, dass die Arbeiten zeitnah erledigt werden.

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