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Kein Hallenbad in der Hildastraße
Kein Hallenbad in der Hildastraße
13.06.2019 - 00:00 Uhr
Von Ulrich Jahn

Gaggenau - Bei der Stadtentwicklung wird nicht in Monaten, sondern oft in Jahren gerechnet und gearbeitet. Das ist sinnvoll, um keine unüberlegten Schnellschüsse zu produzieren. Ein Thema, das in verschiedene Planungen einfließt, ist das Hallenbad Murgana. Soll die mehr als 50 Jahre alte Freizeiteinrichtung am jetzigen Standort in der Hirschstraße bleiben und grundlegend saniert werden? Oder wäre ein alternativer Standort sinnvoll? Und wenn ja, wo?

In den zurückliegenden Monaten gab es unterschiedliche Vorschläge. Einer stammt von der SPD-Fraktion. Für das Gelände des bisherigen Hallenbads gebe es vielfältige Nutzungsmöglichkeiten. So könnten die Hirschstraße zweispurig ausgebaut und die untere Hauptstraße als Fußgängerzone ausgewiesen werden. Vielleicht wäre das auch eine Initialzündung für den Eigentümer des Parkhotels, seine starre Haltung aufzugeben, so die Sozialdemokraten. Ein Abriss des Dreieckgebäudes böte weitere vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten entlang der Murg.

Als Alternativstandort hatte die SPD ein Areal zwischen Hildastraße und Luisenstraße vorgeschlagen, wo ein neues Hallenbad gebaut werden könnte. Doch dieser Ort ist passé. Auf dem rund 13 900 Quadratmeter großen Areal sollen Wohnungen und Geschäfte für die Nahversorgung entstehen sowie große Innenhöfe. Auch einen Namen gibt es für diesen Bereich: "Carrée".

Zum Thema "Hallenbad in der Hildastraße/Bahnhofsplatz" erklärt die Stadt auf Anfrage: "Die Stadtverwaltung führte eine Standortanalyse durch, bei der der Standort Hildastraße / Bahnhofsplatz in Betracht gezogen wurde. Nachdem vonseiten der Grundstückseigentümer für das Gelände mittlerweile eigene Bebauungsabsichten bestehen, scheidet der Standort aus der weiteren Betrachtung aus. Es ist noch kein anderer Standort in Planung. Derzeit hat das Projekt Sanierung und Umbau des Waldseebads vordringlichste Priorität. Nach Abschluss der Detailplanungen für die anstehenden Auftragsvergaben werden sich die Stadtverwaltung und die kommunalen Gremien auch wieder mit dem Hallenbad und der Standortfrage beschäftigen."

Gerd Pfrommer, Vorsitzender der SPD-Fraktion, befürwortet diesen Weg: "Von der Größe her war die Fläche nicht ausreichend, das haben Untersuchungen ergeben." Die Sozialdemokraten könnten mit der Aufgabe dieses möglichen Standorts "gut leben".

Das Waldseebad

hat Priorität

Das Waldseebad hat Priorität. Dennoch sollte man sich Gedanken machen über die Zukunft des Hallenbads. Bleibt es am jetzigen Ort? Als Alternative käme für Pfrommer der Bereich Traischbach oder Traischbachtal in Frage. Dort könnte eine Art Sportzentrum entstehen. Geklärt werden müsste dann auch das Thema Öffentlicher Personennahverkehr. Schon zur Wiedereröffnung des Waldseebads (voraussichtlich im Frühjahr/Sommer 2021) müsste klar sein, welche Verbindungsmöglichkeiten es zum Bad gibt. Und diese könnten, sofern in diesem Bereich ein Hallenbad gebaut wird, dann auf die Wintermonate ausgedehnt werden.

Bereits im März vergangenen Jahres waren von der Stadt verschiedene Zahlen zum Thema Hallenbad vorgelegt worden. Um einen Vergleich zu haben, wurde ermittelt, was der Neubau des Bads mit denselben Maßen und Angeboten wie heute kosten würde. Das wären netto 9,75 Millionen Euro. Eine Sanierung würde 2,74 Millionen Euro verschlingen. Nach Angaben des von der Stadt beauftragten Planers seien aber zusätzliche Maßnahmen wahrscheinlich wie Beckenabmessungen, Sanitärinstallation oder Brandschutz. Dadurch würden die geschätzten Sanierungskosten ungefähr auf vier bis fünf Millionen Euro netto ansteigen.

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