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Ein kleines Stück Schwarzwald
14.06.2019 - 00:00 Uhr
Von Ulrich Jahn

Gaggenau - Der Zeitplan ist ambitioniert. Ende Oktober - "oder vielleicht im November" (Jutta Walter, Vorsitzende der evangelischen Kirchengemeinde Gaggenau) - soll der Anbau an der Radfahrerkirche Hörden fertig sein. Gestern wurde mit dem symbolischen ersten Spatenstich das Projekt offiziell gestartet.

"Pavillon an der Radfahrerkirche" heißt das Projekt. Voraussichtlich 300 000 Euro kostet das Vorhaben - vielleicht auch etwas mehr, räumte gestern Walter ein. Im Jahr 2016 hatten die Verantwortlichen der evangelischen Kirchengemeinde erstmals über den Anbau gesprochen, erinnerte die Vorsitzende. Entstanden war ein "sehr schönes Modell", das jetzt in die Tat umgesetzt werden soll.

Positive Worte hatte Oberbürgermeister Christof Florus für die Radfahrerkirche parat, die auf eine Initiative des damaligen Pfarrers Thomas Weiß entstanden war. Als erste Badische Radfahrerkirche wurde sie im Juli 2006 offiziell eröffnet - anlässlich des 50-jährigen Bestehens des evangelischen Gotteshauses in Hörden.

Die Kirche ist eher schlicht, hat keine große künstlerische Bedeutung, glänzt nicht durch einen hohen Glockenturm oder beachtliche Portale. Aber: "Sie ist ganz genau am richtigen Platz", so Pfarrer Weiß vor der offiziellen Eröffnung als Radfahrerkirche, "auf der ,Essel' liegt sie schmuck und schön, quasi als ,Kirche am Weg'". Am Weg deshalb, weil die "Tour de Murg" direkt an der kleinen Kirche vorbei führt.

"Ganz überrascht" war Florus, als er bemerkte, dass es möglich ist, in der Kirche Fahrräder aufzuhängen und Reifen zu flicken. Er erinnerte gestern daran, dass er dort schon verschiedene Radtouren gestartet hat. Im Moment sei es nicht so einfach, als Kirchengemeinde zu arbeiten. Als Radfahrerkirche könnten eventuell mehr Bürger erreicht werden. Auf Nachfrage erklärte der Oberbürgermeister, dass sich die weltliche Gemeinde, sprich die Stadt Gaggenau, an dem wohl mehr als 300 000 Euro teuren Anbau mit einem kleinen Beitrag von maximal 10 000 Euro beteiligen werde.

Der Anbau soll, mit Schindeln aus gespaltenem Lärchenholz verkleidet, ein kleines Stück Schwarzwald darstellen. In dem Anbau werden laut Architekt Christian Fischer-Wasels ein öffentliches behindertengerechtes WC, eine Sommerküche zur Zubereitung kleiner Speisen "wie Spaghetti mit Tomatensauce" und ein Vorratsraum entstehen. In einem Lagerraum gibt es Platz zum Unterstellen von Geräten wie zum Beispiel Rasenmäher. Die gesamte Nutzfläche wird etwa 40 bis 50 Quadratmeter betragen. Das Dach erhält eine große Auskragung, sprich eine etwa 2,5 bis drei Meter breite überdachte Fläche. Diese kann unter anderem zum Aufstellen von Biertischen und -bänken genutzt werden. Außerdem entstehen 16 Fahrradabstellplätze sowie zwei Parkplätze für Pkw, einer davon für Behinderte. Auch Gruppen wie die Pfadfinder sollen die überdachte Fläche nutzen können. Letztgenannte dürfen übrigens an der Radfahrerkirche für bestimmte Treffen Zelte aufstellen.

Froh über den Baubeginn war auch Pfarrerin Annette Stepputat, ebenso wie weitere Vertreter der Kirchengemeinde und der am Bau beteiligten Firmen.

"Die Radfahrerkirche ist ein ganz tolles Projekt für die Kirchengemeinde", sagt Jutta Walter. Angelockt würden auch viele Menschen von außerhalb. Sie ist von Mai bis Oktober täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet.

In Sachen neues Gemeindehaus neben der Markuskirche in Gaggenau soll nach Angaben von Jutta Walter vermutlich im Herbst der Bauantrag eingereicht werden. Im Frühjahr 2020 könnte Baubeginn sein. Als Bauzeit ist ein Jahr veranschlagt.

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