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Unterricht draußen und ein bisschen wilder
Unterricht draußen und ein bisschen wilder
14.06.2019 - 00:00 Uhr
Murgtal (red) - Es gibt keine Tische und Stühle, eine Tafel schon gar nicht - beim Schulunterricht mitten im Nationalpark ist praktisch alles ganz anders. "Eine Spur wilder auf jeden Fall, aber gerade deshalb sehr eindrücklich und spannend", lobt Umweltstaatssekretär Andre Baumann das Projekt. Gemeinsam mit Volker Schebesta, Staatssekretär im Kultusministerium, hat er sich dieser Tage einen persönlichen Eindruck von der Wildnisbildung im Nationalpark Schwarzwald gemacht.

Vor Ort in der Natur kann der Lernstoff mit allen Sinnen wahrgenommen und erlebt werden - und wirkt so oft noch lange nach, wie es in einer Mitteilung des Nationalparks heißt. "Der Nationalpark ist ein sehr guter Ort, um Lehrkräften Möglichkeiten aufzuzeigen, wie die Leitperspektive Bildung für nachhaltige Entwicklung im Unterricht draußen in der Natur umgesetzt werden kann", sagt Volker Schebesta.

Vergangenen Freitag endete die Praxiswoche der Lehramtsanwärter vom Seminar für Ausbildung und Fortbildung der Grundschullehrkräfte Freudenstadt im Nationalpark. "Diese Kooperation gibt es jetzt schon im fünften Jahr, ein Mal pro Jahr bieten wir diese Praxiswoche an", erklärt Sebastian Schwab, Leiter der Wildnisbildung im Nationalpark. "Die Wertschätzung der Natur und die Bedeutsamkeit eines achtsamen Umgangs mit ihr ist wohl eine der wichtigsten Botschaften, die wir in unserer Ausbildung zukünftigen Lehrerinnen und Lehrern mit in ihre persönliche und berufliche Zukunft geben können", betont Susanne Wolf, Fachleiterin beim Seminar Freudenstadt, die Bedeutung der Praxiswoche.

Weitere



Kooperationspartner

Die Teilnehmer können tief eintauchen in die wilde Natur des Schutzgebiets - und jede Menge Ideen und Konzepte für Unterricht im Freien mit an ihre Grundschulen nehmen. "Vieles davon funktioniert genauso auch im Stadtwald Freudenstadt", sagt Schwab. "Wir verstehen uns da als Impulsgeber."

"So können die Schülerinnen und Schüler Themen wie biologische Vielfalt natürlich ganz anders erleben und verstehen als aus dem Lehrbuch - eine wichtige Voraussetzung für eine Auseinandersetzung mit dem Wert der Natur", hebt Staatssekretär Baumann hervor. Ein besonderer Fokus der Praxiswoche im Nationalpark liegt auf der praktischen Umsetzung der Leitperspektiven Bildung für nachhaltige Entwicklung sowie Prävention und Gesundheitsförderung.

Das ist aber nur eines von vielen Angeboten in der Aus- und Weiterbildung, die der Nationalpark mittlerweile macht. "Mehr als 200 Lehrer und Erzieher nehmen pro Jahr an unseren Veranstaltungen teil", informiert Schwab. Viele kommen später auch mit ihren Klassen wieder. 19 Schulen und 15 Kindergärten sind Kooperationspartner und kommen regelmäßig ins Schutzgebiet.

Am vergangenen Freitag kamen noch weitere Kooperationspartner dazu: das Seminar für Ausbildung und Fortbildung der Lehrkräfte Freiburg (Gymnasium und Sonderpädagogik), die Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd, die Pädagogische Hochschule Ludwigsburg und die Elly-Heuss-Knapp-Schule Bühl (Berufsschule, Fachschule für Sozialpädagogik und Erzieherausbildung). "Den Unterricht interessant zu gestalten - mit neuen Methoden und vor allem draußen - fällt den Lehramtsanwärtern nach dem Besuch im Nationalpark viel leichter", fasste Volker Schebesta seine Eindrücke zusammen. Und das Wildnisbildungsteam hat noch mehr Pläne: "Wir würden die Verbindung zu den Lehrkräften gerne noch lebendiger gestalten - zum Beispiel mit einem regelmäßigen Austausch über ein Forum und weitere Workshops", erzählt Schwab.

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