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Weltreise voller Minimalismus
Weltreise voller Minimalismus
15.06.2019 - 00:00 Uhr
Von Stephan Juch

Gaggenau - Bescheidener leben, den Fokus mehr auf Umwelt- und Klimaschutz richten: Das sind zwei Ziele, die Familie Weckesser auf ihrer Weltreise verfolgen. Das siebenmonatige Abenteuer beginnt am 8./9. August, wenn die fünf Freiolsheimer in ihren Caravan steigen und Richtung Nordeuropa aufbrechen. Die Mission: "Wir wollen uns und unsere Kinder durch die Weltreise weiterentwickeln", sagen Nadine und Matthias, "gleichzeitig wollen wir unser Credo ,gesund leben - gesund werden' weiter ausbauen."

Für eine solch lange Reise mit der ganzen Familie über mehrere Länder ist natürlich einiges an Vorarbeit zu leisten. Beruflich sind die Eltern größtenteils online und im Homeoffice unterwegs, was ihnen das Abenteuer überhaupt erst ermöglicht. Ein wirtschaftliches Risiko sehen sie in ihrer Unternehmung nicht, denn sie arbeiten unterwegs mehr oder weniger normal weiter - vor allem der Papa, der als selbstständiger Unternehmer in der Beratungsbranche tätig ist und zudem einen Online-Handel für Babybekleidung betreibt. Mama Nadine ist nach ihren Baby-Pausen in der Gesundheitsbranche und baut derzeit ein Geschäft als Online-Coach für Mütter auf. "Da passt es gut, auf Reisen zu gehen", erklärt die 37-Jährige.

"Wollen bewusster und bescheidener leben"

Die beruflichen Perspektiven waren für das Schulamt Rastatt und das Regierungspräsidium Karlsruhe letztlich mit ausschlaggebend dafür, dass sie die zwei schulpflichtigen Kinder Lara (11 Jahre) und Maja (8) für die Reise freigestellt haben. "Das war nicht einfach", betonen die Eltern und bedanken sich insbesondere bei Bernhard Krabbe. Der stellvertretende Schulleiter des Goethe-Gymnasiums hat den Weckessers dabei geholfen, diese bürokratischen Hürden zu überspringen. "Auf Risiko der Eltern", wie sie betonen, wenn es im zweiten Schuljahr 2020 dann um die nächste Versetzung ihrer Kinder geht. Damit diese nicht gefährdet wird, wollen die Eltern ihre Sprösslinge gemäß Bildungsplan in den Kernfächern unterwegs selbst unterrichten. Die notwendigen Bücher und Lehrpläne nehmen sie mit.

Um ihr im Mai 2017 neu bezogenes Haus und den mehr als 1 000 Quadratmeter großen Garten kümmern sich derweil die Nachbarn. Darüber sind die Weckessers sehr froh, denn zur Familie gehören neben Hund Leo ein Hahn und sieben Hühner sowie zwei Kaninchen. Zwar haben sie daheim viel automatisiert und können einiges im Haus über eine App steuern - ohne nachbarschaftliche Hilfe wäre ihre Weltreise aber nicht machbar. Diese führt die fünf Freiolsheimer nach ihrer Tour durch Skandinavien im zweiten Teil durch Südeuropa. Einen genauen Reiseplan haben sie nicht, Sardinien und Portugal sollen aber auf jeden Fall angesteuert werden. "Das steht und fällt mit den Leuten, die wir treffen", verrät Nadine.

Selbiges gelte für Teil drei der sieben Monate langen Reise, wenn es per Flieger zunächst nach Thailand und dann nach Australien geht. "Dort wollen wir in einer Community mit anderen Weltreisenden leben", erklärt Matthias. Dadurch erhoffen sie sich neben der Weiterentwicklung im interkulturellen und sprachlichen Bereich auch neue Impulse für ein nachhaltigeres Leben, einer bewussteren Ernährung sowie klima- und umweltfreundliche Verhaltensweisen.

Minimalismus sei das Stichwort: "Wir wollen bewusster und bescheidener leben", erklärt Nadine. Die Zeit unterwegs bezeichnet sie als Family-Prime-Time mit dem Ziel, "unseren Kindern eine gesunde Welt zu hinterlassen" und ihnen diesbezüglich ein Vorbild zu sein - zum Beispiel indem man weitestgehend auf Plastik verzichtet und überwiegend pflanzenbasierte Nahrungsmittel konsumiert.

Über Pfingsten haben die Weckessers einen kleinen Test mit dem Caravan unternommen, als sie einen Campingplatz an der Seine bei Paris ansteuerten. "Das war total gemütlich", sagt Lara, die sich mit ihren Geschwistern auf das Abenteuer freut. Wer sich für die Weltreise und die Erlebnisse der Weckessers interessiert, kann sich über die Domain www.happywithfamily.de auf dem Laufenden halten. Sie wird zum Start der Reise freigeschaltet, kündigt Matthias Weckesser an.

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