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Das Rad als Symbol der christlichen Feier
18.06.2019 - 00:00 Uhr
Forbach (vgk) - Mit einem Festgottesdienst feierte die Katholische Frauengemeinschaft Gausbach kürzlich in der Kirche Heiliger Bernhard von Baden ihr 50. Jubiläum. Als Symbol für die christliche Feier wählte das Frauenbündnis das Rad. "Der Blick darauf eröffnet uns den Blick auf unser Leben: Um welche Mitte herum wachsen wir?" Das sagte Petra Gerstner vom vierköpfigen Frauenteam zu Beginn.

Pfarrer Thomas Holler, Zelebrant des Gottesdiensts, sieht das Rad als Symbol für Bewegung wie auch für Ruhe. "Gott als unsere Mitte gibt uns Kraft, uns aufzumachen, uns in Bewegung zu setzen, etwas ins Rollen zu bringen, um Dinge in unserem Leben zu verändern."

"Seit 50 Jahren finden sich Frauen in unserer Pfarrgemeinde Gausbach zusammen, um aus christlichem Glauben heraus, gemeinsam kirchliche und gesellige Veranstaltungen zu organisieren und durchzuführen", sagte Gerstner im Rahmen eines Empfangs im Bernhardusheim aus.

Die Wurzeln der Organisation reichen bis in das Jahr 1911 zurück. Damals fanden sich Frauen zum Mütterverein Forbach-Gausbach zusammen. Die Katholische Frauengemeinschaft Gausbach wurde 1969 ins Leben gerufen. Der damalige Pfarrer der Pfarrgemeinde Leonhard Drodz konnte zur Gründungsversammlung an die 50 Frauen begrüßen. Erste Vorsitzende wurde Anna Krämer. Zu ihrer Stellvertreterin wählten die Versammelten Lena Krämer. Den Vorstand komplettierten Gertrud Roth (Schriftführerin) und Rosa Mungenast (Kassiererin). Als Mitgliedsbeitrag wurden drei Mark festgelegt. Davon wurden 60 Pfennig an das Erzbistum Freiburg weitergeleitet.

Seit 2012 wird die Gemeinschaft von einem vierköpfigen Vorstandsteam - Gudrun Fritz, Petra Gerstner, Michaela Klumpp und Inge Mungenast - geleitet. Stolz zeigen sich die Frauen der 74 Personen umfassenden Gruppe darauf, dass die Tradition bis heute fortgeführt werden konnte.

Außerdem verfolgt die Gemeinschaft noch immer das Ziel, Forum des Austauschs für die Frauen zu sein. Die zahlreichen Veranstaltungen sind immer sehr gut besucht, erzählen die Vorstandsmitglieder im Gespräch im BT-Gespräch.

So treffen sie sich regelmäßig zum Frühgebet (verbunden mit einem Frühstück), Kreuzwegandachten in der Kirche, Frauenmessen, Grill- und Sommerfeste, auch Jahresausflüge werden veranstaltet sowie Erntedank- und Adventsfeiern. Auch die Weltgebetstage und Sternwallfahrten der Seelsorgeeinheit werden von den Mitgliedern unterstützt. Steht bei einer der Damen ein runder Geburtstag oder ein Jubiläum an, dann kann sie mit einem Besuch der Vorsitzenden rechnen.

Etwas ganz Besonderes sind die Blumenteppiche, die anlässlich des Patroziniums an unterschiedlichen Stationen in Gausbach kreiert werden. Tage davor werden dafür schon Blüten und Blätter zurechtgeschnitten und am frühen Morgen des Festtags von den Frauen in ausdrucksstarke christliche Bildmotive verwandelt.

Von einer erfreulichen Entwicklung konnte im Jahr 2012 gesprochen werden. Damals gründeten zehn junge Frauen innerhalb des Vereins eine neue Gruppe "Die Kirchenmäuse", um sich regelmäßig mit ihren Kindern zu Bastelstunden und Spielnachmittagen im Bernhardusheim zu treffen.

Die Gruppierung ist noch heute aktiv und unterstützt die Frauengemeinschaft mit Liedvorträgen und Bastelarbeiten bei den stattfindenden Adventsfeiern.

Nicht vergessen werden darf, wie Gerstner ausführte, das Dorfjubiläum 675 Jahre Gausbach 2014. Nach dem Festgottesdienst bewirtete das Gremium unter anderem die Gottesdienstbesucher beim danach stattfindenden Empfang. Zudem betreute man tagsüber die Kaffee-Bar.

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