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Eine Lösung für das Waldseebad gefunden?
Eine Lösung für das Waldseebad gefunden?
25.06.2019 - 00:00 Uhr
Gaggenau (galu) - Alle zwei Jahre wird der "Artur-Fischer- Erfinderpreis - Baden-Württemberg" verliehen. Dieses Jahr geht eine Auszeichnung im Bereich "Private Erfinder" an den Gaggenauer Edmund Erath und somit zum ersten Mal an einen Murgtäler.

Der 74-jährige Rentner stellte hierfür ein physikalisches Trennverfahren mit der Bezeichnung "Oszillierende Membranfiltration" vor. Mit diesem Verfahren lassen sich größere von kleineren Molekülen trennen und selbst Ionen können damit separiert werden. Gegenüber den bisher gängigen Techniken sei die Erfindung Eraths deutlich effizienter - seine Filtertechnik benötige lediglich ein Drittel des Platzes und nur die Hälfte der Energiekosten. Erath beschäftigt sich seit rund 50 Jahren mit der Konstruktion und dem Bau von Recycling- und Membranfilteranlagen, besonders in den Bereichen der Wasser- und Abwasseraufbereitung sowie der Wertstoffrückgewinnung für Betriebe der Metalloberflächenveredelung. Dies war stets nicht nur sein Beruf, sondern auch sein Hobby, betonte er. "Ich habe in meinem Beruf keine Anlagen verkauft, sondern Lösungen."

Eigentlich war er auf der Suche nach der Lösung für ein anderes Problem. Dieses habe ihn schon seit über 20 Jahren beschäftigt, aber vor der Rente fand er keine Zeit, sich damit auseinanderzusetzen. Als Nebenprodukt entwickelte er dabei die Oszillierende Membranfiltertechnik, für die derzeit eine internationale Patentanmeldung läuft. Auf der Basis seiner Erfindung wird nun an zwei Münchner Universitäten geforscht, ebenso in der Versuchsbrauerei Weihenstephan.

Als nur eines von vielen zukünftigen Einsatzfeldern nennt Erath die Rückgewinnung von Hefe in Brauereien. Als weitere mögliche Nutzer kann er sich auch Schwimmbäder vorstellen, da mit seiner Technologie Algen, Viren und Ähnliches einfach aus dem Wasser gefiltert werden könnten, anstelle es mit Chlor oder anderen Chemikalien zu reinigen. Speziell für Naturbäder sei dies in der Zukunft interessant. Die Verleihung des Artur-Fischer-Erfinderpreises findet am Mittwoch, 3. Juli, in Stuttgart statt; welchen Preis genau der Murgtäler erhält, wurde im Voraus noch nicht bekannt gegeben. Erath wird mit seinen beiden Töchtern in die Landeshauptstadt fahren. Auf die Frage, wie es für ihn weitergeht, antwortet er scherzhaft: "Mein Hobby hält mich jung, aber so lang wie Artur Fischer werde ich nicht erfinden." Fischer selbst meldete mit über 80 Jahren noch Erfindungen zum Patent an.

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