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Mit Schwimmgürteln und Serviertabletts
Mit Schwimmgürteln und Serviertabletts
28.06.2019 - 00:00 Uhr
Von Maren Krämer

Forbach - Es ist ein warmer Sommerabend im Montana in Forbach. Bademeister Sven Schneider verteilt Schaumstoff-Schwimmgürtel an die wartenden Badegäste. An diesem Tag sind es aufgrund der hohen Temperaturen an die 20 Teilnehmerinnen, normalerweise treffen sich hier etwa zehn bis zwölf Frauen zum Aqua-Jogging. Doch wer schon einmal an einer halbstündigen Trainingseinheit teilgenommen hat, weiß, dass dieser Sport durchaus auch männliche Sportler herausfordert. Seit dieser Saison bietet das Montana in Forbach Aqua-Jogging an. Zweimal in der Woche kann man den vielseitigen Sport unter Anleitung des Badepersonals kennenlernen.

"Aqua-Jogging" ist Joggen im Wasser anstatt an Land, und das nicht im regulären Schwimmbecken mit festem Boden unter den Füßen, sondern im 3,80 Meter tiefen, kreisförmigen Außenbecken. Die Jogger müssen deshalb dauerhaft gegen den Auftrieb des Wassers arbeiten, erklärt Schneider, der die halbstündigen Sporteinheiten leitet. Dies stärke die Muskulatur, die im Alltag und bei anderen Sportarten sonst kaum beansprucht wird, und helfe bei Wirbelsäulen- und Gelenkbeschwerden. Durch den Wasserdruck werde außerdem der Kreislauf angeregt, auch die Kondition könne durch den Wassersport trainiert werden.

Anstrengend erscheint es auf jeden Fall, besonders dann, als die Teilnehmer zusätzlich ein Schwimmbrett bekommen. "Jetzt schiebt das Brett vor euch durch das Wasser, stemmt euch richtig dagegen", fordert Schneider. Danach wird es wie ein "Tablett mit Sektgläsern" über den Kopf gehalten. "Oh, jetzt ist mir ein Glas heruntergefallen", scherzt eine Teilnehmerin, es folgt lautes Gelächter.

Das Lauftempo wird höher, dann kommt der Richtungswechsel, durch den zusätzlich auch gegen den Strom des Wassers gearbeitet wird. Der Sport sei sehr vielseitig, werde nicht nur in Schwimmbädern, sondern auch in Reha-Kliniken und im Leistungssport angewendet, berichtet Schneider. Gerade für Radfahrer und Läufer sei das Joggen im Wasser ein guter Ausgleich oder eine Alternative für heiße Sommertage. Theoretisch könne jeder Bademeister den Wassersport leiten, die Schulung sei Teil der Ausbildung.

Ein Problem stelle dabei jedoch der Personalmangel dar, auch das Montana musste das Jogging vor zwei Jahren nach kurzer Zeit wieder einstellen. In der aktuellen Saison startete ein neuer Versuch, die Badegäste nehmen das Angebot gut an. "Mittlerweile haben wir eine relativ feste Kerngruppe von sechs bis acht Personen", erzählt Schneider. Einige davon bringen sogar schon ihren eigenen Schwimmgürtel mit. Wer das Aqua-Jogging während des regulären Badebetriebs eigenständig betreiben will, kann einen Gürtel beim Personal ausleihen, erklärt der Bademeister. Er hofft, in Zukunft auch Männer für den Sport begeistern zu können.

Das Aqua-Jogging findet immer dienstags und samstags um 20 Uhr im Montana in Forbach statt. Zur Teilnahme genügen der Eintritt in das Bad und die mündliche Anmeldung beim Personal oder an der Kasse.

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