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Knapper Sieg für Daniel Retsch
01.07.2019 - 00:00 Uhr
Von Markus Mack

Weisenbach - Das Ergebnis ist denkbar knapp - mit hauchdünnem Vorsprung von vier Stimmen siegte Daniel Retsch, Hauptamtsleiter der Gemeinde Sasbach, gestern bei der Weisenbacher Bürgermeisterwahl. Laut vorläufigem Ergebnis konnte er 670 Stimmen (50,1 Prozent) auf sich vereinen, auf seinen Mitbewerber Christoph Kist (27). Leiter der Finanzwirtschaft des Landkreises Rastatt, entfielen 666 Stimmen (49,8 Prozent). Die Wahlbeteiligung lag bei 67,6 Prozent, 1 986 Bürger von Weisenbach, Au und Neudorf waren zur Stimmabgabe aufgerufen. Eine zweite Auszählung gestern Abend ergab das gleiche Ergebnis.



Das endgültige Ergebnis hat der Gemeindewahlausschuss heute Abend offiziell noch festzustellen.





Im Vorfeld der Wahl war es zu Irritationen gekommen, da Retsch sich des Vorwurfs erwehren musste, seine Broschüre und Wahlkampfunterlagen von seinem Amtsvorgänger in Sasbach, dem heutigen Bietigheimer Bürgermeister Constantin Braun, abgeschrieben zu haben. Retsch räumte das Kopieren auf Nachfrage des Badischen Tagblatts ein, dies sei in Absprache mit Braun erfolgt, mit dem er freundschaftlich verbunden sei. Das Thema war nach der öffentlichen Wahlvorstellung am vergangenen Montag "aufgekocht", nachdem Mitbewerber Christoph Kist zu einem Gespräch mit den Wahlausschussvorsitzenden Walter Wörner, Uwe Rothenberger und Gottfried Lang sowie seinem Mitbewerber gebeten hatte, um darüber zu sprechen. Trotz vereinbarten Stillschweigens wurde die Situation publik und sorgte für entsprechende Kommentare in den sozialen Netzwerken. Es gab intensive Diskussionen darüber, ob dies für einen künftigen Bürgermeister die richtige Art sei, Werbung für sich zu machen.

Retsch dankte den Weisenbachern, dass sie bei den herrschenden Temperaturen zur Wahl gegangen seien. Er wolle für alle Bürger künftig der Bürgermeister sein.

Toni Huber, Landrat und Amtsvorgänger, gratulierte Retsch zur Wahl. Er sei froh, dass Weisenbach jetzt wieder einen Bürgermeister habe, schließlich sei er an der Wahl "nicht ganz unschuldig".

Uwe Rothenberger, Vorsitzender des Gemeindewahlausschusses, gratulierte im Namen der Gemeinde. Gemeinsam werde man weiter an der Entwicklung von Weisenbach arbeiten.

Das Wahlergebnis spreche für eine lebhafte Demokratie in Weisenbach, sagte Sasbachs Bürgermeister Gregor Bühler. Die beiden Bewerber hätten tolle Wahlkämpfe abgeliefert. Sasbach verliere einen sehr guten Hauptamtsleiter, Weisenbach gewinne einen sehr guten Bürgermeister.

Nach der Verkündung des Ergebnisses spielten die Musiker aus Weisenbach und Au sowie der Fanfarenzug vor dem Gemeindehaus, die Feuerwehr errichtete einen Maien.

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