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Ruhepausen neben dem Backofen
02.07.2019 - 00:00 Uhr
Gernsbach - Die Vorbereitungen für die Jubiläumsfeierlichkeiten 800 Jahre Gernsbach laufen auf Hochtouren. Wer im Lebensmittelgewerbe daheim ist, der kann allerdings nicht wirklich viel vorbereiten, schließlich kommt es auch auf die Frische an. Insbesondere bei den Backwaren. BT-Mitarbeiterin Dagmar Uebel sprach mit dem Gernsbacher Bäcker Hubert Fischer über die anstehende Mammutaufgabe am Festwochenende.

Interview

BT:
Herr Fischer, in welcher Abteilung des historischen Umzugs werden die Festbesucher ihre Bäckerei entdecken? Und dann mit Brotkörben oder mit Brezelstecken?

Hubert Fischer: Wenn, dann gehörten wir in das 20. Jahrhundert, da die Bäckerei unter unserem Namen erst seit 1993 vor Ort ist.

BT: Nur noch etwa zwei Wochen bis zur großen Gernsbacher Festivität. Steckt da die Bäckerei Fischer auch schon in den Vorbereitungen?

Fischer: Nein, warum auch? Bei uns läuft alles so wie immer.

BT: Die Gernsbacher Musiker gehen ihr Repertoire noch mal durch, Sportler und Tänzer trainieren kleine Auftritte, Moderatoren arbeiten an ihren Texten, Vereine aller Sparten überlegen, wie sie sich werbe- und publikumswirksam während des Festumzugs präsentieren können, und, und und.

Fischer: Wir stehen dann in der Backstube, sicherlich genauso wie andere Bäckereien. Und genauso wie andere Gewerke in ihren Geschäftsräumen, die sich um die Versorgung der Gernsbacher und ihrer Gäste kümmern.

BT: Nicht mal gucken gehen?

Fischer: Vielleicht, wenn meine Frau oder jemand unserer Mitarbeiter die Zeit dazu finden, bestimmt. Ich jedenfalls werde an diesem Wochenende vom 12. bis 14. Juli in der Backstube sein.

BT: Weil dann so viel mehr Kunden in der Färbertorstraße einkaufen wollen?

Fischer: Nein, es sind die vielen Bestellungen der Vereine und Organisatoren, die jetzt schon vorliegen und die dann von uns Dauereinsatz fordern. Und das von Freitag 2 Uhr bis in die Mitternachtsstunden am Samstag.

BT: Das schafft doch nicht mal der robusteste Bäcker allein.

Fischer: Das, was wir vorbereitend tun können, haben wir schon in die Wege geleitet oder sind noch dran.

BT: Das kann im Lebensmittelbereich mit mehreren aufeinanderfolgenden Fertigungsbereichen außer zusätzlichen Bestellungen nicht allzu viel sein.

Fischer: Und deshalb bin ich auch besonders froh, dass beide Söhne, einer davon selbst schon Bäckergeselle, an diesem Wochenende mithelfen wollen.

BT: Damit auch Sie zwischen Kneten, Formen, Kühlen, Erwärmen, dem In-den-Ofen-Schieben und Finishen des verschiedenen Backguts ein bisschen Nachtruhe bekommen können?

Fischer: So richtig schlafen, das wird wohl nichts. Meine stundenweisen Ruhepausen werde ich quasi neben dem Backofen - auf der schmalen Bank im Ruheraum zwischen Backstube und Verkaufsraum - verbringen.

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