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Elternbeiträge steigen um rund drei Prozent
Elternbeiträge steigen um rund drei Prozent
03.07.2019 - 00:00 Uhr
Von Ulrich Jahn

Gaggenau - "Es ist jedes Jahr eine Mammutaufgabe, den Kindergartenbedarfsplan zu erstellen", hatte Rudi Drützler (CDU) Lob für das Amt Schulen und Betreuung und dessen Leiterin Liliana Erbesdobler parat. Die Kinder seien in Gaggenau gut aufgehoben und betreut. Betreuung gibt es nicht zum Nulltarif. Die Elternbeiträge werden im kommenden Kindergartenjahr um durchschnittlich drei Prozent steigen.

Dass Bedarf an Betreuungsplätzen vorhanden ist, wird durch folgende Zahlen deutlich: Die letzte Prognose aus dem Jahr 2018 ging für das Kindergartenjahr 2019/20 von 945 Plätzen aus. Tatsächlich werden es 986 sein. Und für 2020/21 werden voraussichtlich 1 020 Plätze benötigt.

"Der Bedarf an durchgehender Betreuung in Kindergärten wächst und wird sich noch verstärken", betonte Erbesdobler . Unter quantitativem Bedarf versteht die Stadt ein "ausreichendes Platzangebot in den unterschiedlichen Einrichtungen" für Kleinkinder und für Kinder im Alter von drei Jahren bis zum Schuleintritt. Dieser Bedarf unterliege einer ständigen Veränderung und werde unter anderem durch Geburten, Zu- oder Wegzüge, Gesetzesänderungen und die Flüchtlingssituation beeinflusst. Qualitativer Bedarf ist "die Vorhaltung eines möglichst breiten Spektrums an Angebotsformen", sowohl für Kleinkinder als auch für Kinder im Kindergartenalter.

In den 15 Kindertageseinrichtungen in Gaggenau stehen in 67 Gruppen 1 233 Betreuungsplätze zur Verfügung. Darunter sind 49 Kleinkindbetreuungsplätze im Rahmen der Altersmischung (ein Kind unter drei Jahren belegt in Altersmischung zwei Plätze) und 156 Krippenplätze.

Deutlich voran geht es mit dem Waldkindergarten "Gaggenauer Waldhummeln". Nach dem Umzug an den neuen Standort unweit des Tennisclubs samt Schutzhütte gibt es dort Platz für zwei Gruppen und maximal 40 Plätze.

Gaggenau steckt in die Kindergärten viel Geld. Wie Kämmerer Andreas Merkel darlegte, werden in diesem Jahr etwas mehr als zehn Millionen und 2020 mehr als 11,8 Millionen Euro investiert. Dabei handelt es sich überwiegend um Betriebskostenzuschüsse, den Betrieb der drei städtischen Kindergärten, Investitionszuschüsse und eigene Investitionen. Größere Investitionen sind Kostenanteile der Stadt für die katholischen Kindergärten St. Marien (105 000 Euro), St. Antonius Ottenau (2,3 Millionen Euro) und St. Laurentius Bad Rotenfels (2,1 Millionen Euro), Waldkindergarten (140 000 Euro) und der Ausbau des Klassentrakts Hebelschule zu einem Kindergarten (fast 1,72 Millionen Euro).

Merkel verwies darauf, dass der Elternanteil bei den Gebühren bei rund 20 Prozent liege, die restlichen 80 Prozent würden von der Kommune und den Betreibern getragen. Die vorgesehene durchschnittliche Erhöhung des Elternbeitrags um drei Prozent entspreche den Anstiegen bei den Personalkosten. Bei den kirchlichen Kindergärten werde auf gleiche Art verfahren.

In der Diskussion monierte unter anderem Rudi Drützler, dass ein drittes Kind in einer Krippe nicht beitragsfrei sei. Im Kindergarten sei dies seit Jahren der Fall. Einkommensschwache sollten sich nicht scheuen, Zuschüsse zu beantragen. Stefan Schwaab (SPD) regte an, Kindergartengebühren nach Einkommen zu staffeln. "Die Gesamtentwicklung ist positiv", hob Gerd Pfrommer (SPD) hervor. In Teilbereichen, insbesondere bei Kindern unter drei Jahren, hinke die Stadt noch hinterher. Der Kindergartenbedarfsplan sei wichtig. In Einzelfällen müsse individuell reagiert werden. "Wir sind auf einem guten Weg", lobte Jan Stenger (FWG). Nach Ansicht von Eric Peplau (Bündnis 90/Die Grünen) sollten die Gebühren nach Einkommen gestaffelt werden. "Die Kommunikation ist wichtig", bekräftigte Alexander Haitz (FDP), nachdem es Kritik an vermeintlich fehlenden Rückantworten der Stadt auf E-Mails gegeben hatte. Dorothea Maisch (CDU) hatte dieses Thema angesprochen.

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