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Neue Straßendecke nur im obersten Teil
Neue Straßendecke nur im obersten Teil
18.07.2019 - 00:00 Uhr
Loffenau (uj) - Sie ist etwas ganz besonders, die Teufelsmühlstraße. Nicht nur, dass Ausflügler zur Teufelsmühle mit Aussichtsturm und zum gleichnamigen Gasthaus gelangen. Nein, es muss auch ein Obolus entrichtet werden. Es handelt ich um eine Mautstraße. Wenn überhaupt, wird am Wochenende eine Benutzungsgebühr verlangt. Mittlerweile weist die Straße verschiedene Beschädigungen auf. Der Gemeinderat soll in über die Sanierung der Straße beraten.

In der Sitzung des Bauausschusses am 19. März wurde die Teufelsmühlstraße besichtigt und die Sachlage vom Ingenieur Jan Müller dargestellt sowie das weitere Vorgehen beraten. Die Straße zur Teufelsmühle ist laut Sitzungsvorlage weitgehend noch gut befahrbar, weist jedoch an einigen Stellen Löcher und Risse auf. Im Haushalt stehen zum Umbau und Verbesserung der Straße drei Positionen zur Verfügung: ein Haushaltsrest über 26 000 Euro im Vermögenshaushalt, 10 000 Euro im Verwaltungshaushalt und aktuell 52 000 Euro in der Finanzplanung für 2020.

Der Haushaltsansatz von 52 000 Euro in 2020 ist für die Sanierung des oberen Teils der Straße zwischen Grenzertparkplatz und Teufelsmühle vorgesehen. Dieser Abschnitt soll eine neue Asphaltdecke mit etwa acht bis zehn Zentimeter Tragdeckschicht erhalten. Noch vor dem Grenzertparkplatz soll die neue Asphaltdecke wieder in die bisherige Straße übergeleitet werden. Müller trug vor, dass ein Vollausbau zu teuer sei und die aktuelle Kostenschätzung für die geplante Maßnahme sich bereits auf 80 000 Euro belaufe. Aufgrund der Verkehrssicherungspflicht sei dieser Teil der Straße am wichtigsten bei der Sanierung. Durch eine offenporige Struktur und Aufrauhung der Oberfläche soll Glättegefahr im Winter möglichst verringert werden. Die Maßnahme soll dieses Jahr vorbereitet und 2020 umgesetzt werden. Geprüft werden müsse auch, ob der aktuelle Belag belastetes Material (Teer) enthält oder ob dieses möglicherweise wiederverwertet werden kann.

Zuschussmöglichkeiten für die Straßensanierung sind der Verwaltung nicht bekannt. Ein Teil der Kosten wird durch die Maut refinanziert. Eine volle Kostendeckung sei hier aber nicht zu erreichen.

Komplette Sanierung wäre zu teuer

Insgesamt hat die Teufelsmühlstraße verschiedene kleinere Schadstellen. Da eine komplette Sanierung oder Ausbesserung finanziell nicht möglich ist, müssten die Schadstellen abgewägt und priorisiert werden. Die 26 000 Euro Haushaltsrest im Vermögenshaushalt sind eingeplant für eine Drainage zur Vermeidung von Beschädigungen. Aus dem Hang drückt seitlich der Straße Wasser heraus. Der vorhandene Graben ist zu klein und bereits wieder verfüllt. Daher läuft das Wasser auf die Straße und beschädigt den Asphalt.

Mit den 10 000 Euro im Haushalt kann die Grabenvertiefung sowie Rissverguss (Versiegelung) erfolgen. Zusätzlich soll eine Begutachtung der ganzen Straße erfolgen, um abzuklären, welche Schäden vorhanden sind, mit welcher Priorisierung diese angegangen werden sollten und welche Kosten insgesamt anfallen. Daraus könne dann eine Gesamtplanung entwickelt werden.

Zwischenzeitlich wurden die Gräben wieder hergestellt, zum Teil vertieft oder neu angelegt. Die Grabarbeiten waren umfangreicher, als zunächst angenommen und beliefen sich auf rund 18 000 Euro zuzüglich Begleitung durch den Ingenieur. "Entlang der Teufelsmühlstraße konnte somit der Wasserablauf durchgängig wieder hergestellt und verbessert werden und führt nicht mehr zu Beschädigungen der Straße", heißt es in der Sitzungsvorlage.

Bei den Überprüfungen der Entwässerungssituation nach Abschluss der Arbeiten habe sich herausgestellt, dass die Gräben und Einläufe ausreichend sind. Selbst bei Starkregen habe sich kein Wasser mehr durch die Straße gedrückt. Die mit dem Bauausschuss besichtigte Schadstelle könne daher ohne zusätzliche Drainage saniert werden.

Die Arbeiten zur Beseitigung der Schadstelle sollen zügig vor dem Winter umgesetzt werden. Bei dieser Summe ist eine freihändige Vergabe möglich. So können die Arbeiten voraussichtlich im August/September beauftragt werden.

Für die Sanierung des oberen Straßenbereichs ist eine beschränkte Ausschreibung erforderlich. Die Gemeindeverwaltung schlägt vor, die Arbeiten im Herbst auszuschreiben und zu vergeben. Die Umsetzung wäre dann Anfang 2020, sobald die Witterung es zulässt, denkbar.

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