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Daniel Retsch: "Ich stelle mich der Kritik"
Daniel Retsch: 'Ich stelle mich der Kritik'
20.07.2019 - 00:00 Uhr
Weisenbach (mm) - Die Bürgermeisterwahl vom 30. Juni war Thema bei der Bürgerfragestunde der jüngsten Gemeinderatssitzung am Donnerstag. Der neue Gemeinderat wird die Bevölkerung zu einer Veranstaltung einladen, um sich den Fragen zu stellen. Ein Termin wird noch festgelegt, informierte Hauptamtsleiter Walter Wörner.

Nach wie vor im Raum steht der Vorwurf, dass der neu gewählte Bürgermeister Daniel Retsch seine Wahlkampfbroschüre weitestgehend von Constantin Braun, seinem Sasbacher Amtsvorgänger als Hauptamtsleiter, übernommen hat, nachdem dieser sich erfolgreich um das Amt des Bietigheimer Bürgermeisters beworben hatte.

"Ich stelle mich der Kritik", bekräftigte Retsch auf BT-Anfrage. Gerüchte, er wolle angesichts der anhaltenden Kritik auch in den sozialen Medien im Oktober das Amt des Bürgermeisters nicht antreten, weist er zurück. "Es war ein knappes Ergebnis, das muss man akzeptieren." Retsch hatte die Wahl mit nur vier Stimmen Vorsprung vor Mitbewerber Christoph Kist gewonnen.

Er sei mit der Situation nicht glücklich, bekannte am Donnerstag ein Sitzungsbesucher und fragte, wie Gemeinderat und Fraktionen vertrauensvoll zusammenarbeiten und entstandene Gräben schließen wollten. Niemand habe die Bürger rechtzeitig über die Plagiatsvorwürfe in Kenntnis gesetzt, monierte ein Anderer: Gerüchte und Anschuldigungen seien über soziale Netzwerke wie Facebook und Whatsapp im Umlauf gewesen. "Warum wurde niemand informiert?"

Es gebe auch andere Meinungen in der Bevölkerung, entgegnete Bürgermeister-Stellvertreter Uwe Rothenberger. Es sei nicht unüblich, Gedanken und Ideen von anderen Kandidaten zu verwenden. Der Gemeindewahlausschuss sei darüber hinaus zur Verschwiegenheit verpflichtet gewesen. Rothenberger appellierte, "die Sache nicht zu engstirnig zu betrachten". Schließlich hätten sich die Kandidaten in den Wochen vor der Wahl den Bürgern präsentiert.

Ein weiterer Sitzungsbesucher argumentierte, dass die Diskussion jetzt nicht mehr zielführend sei. Nun gelte es, gemeinsam für die Zukunft von Weisenbach zu arbeiten.

Die Gemeinderatssitzung sei der falsche Rahmen, Kritik zu üben, so die Einschätzung von Maria Di Umberto (FWV). Die Wähler hätten Gelegenheit gehabt, die Kandidaten kennenzulernen. Durch die Wahl sei eine Entscheidung gefallen.

Zum Wohl der Gemeinde zusammenzuarbeiten, daran appellierte der CDU-Fraktionsvorsitzende Steffen Miles. Gemeinderat und Wahlausschuss seien kurzfristig mit den Vorwürfen konfrontiert worden, und das beschäftige die Mitglieder noch heute, "im Nachhinein ist man immer schlauer". Doch könne der Gemeinderat nicht einen Bürgermeister-Wahlkampf kontrollieren. Marius Eisele (CDU) sprach von den schwierigsten Wochen seines Lebens. Aber: "Wir brauchen unsere Kraft für die kommenden fünf Jahre."

Von zwei unterschiedlichen Lagern in der Bevölkerung berichtete Rothenberger. Das Thema könne nicht bei einer Ratssitzung aufgearbeitet werden. Daniel Retsch unterstreicht unterdessen seine Erklärung vom Wahlabend, Bürgermeister für alle Weisenbacher und Auer zu sein - "auch für meine Kritiker".

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