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Die Stadt bürgt für Sulzbach
Die Stadt bürgt für Sulzbach
23.07.2019 - 06:22 Uhr
Von Thomas Senger

Gaggenau - Die Finanzierung für die Sanierung des Freibads in Sulzbach steht. Gestern Abend billigte der Gemeinderat einstimmig eine städtische Bürgschaft für einen Kredit von rund 160 000 Euro. Es war die erste Sitzung des neu gewählten Gremiums nach der Kommunalwahl.

Der Trägerverein plant seit mehreren Jahren eine Sanierung mittels Edelstahlbecken und damit einhergehender Verkleinerung der Wasserfläche auf etwa 550 Quadratmeter. Ein Problem war die Finanzierung der dafür geschätzten netto 1,13 Millionen Euro. Laut Ratsbeschluss von 2014 beträgt der Zuschuss der Stadt 440 000 Euro zuzüglich Anpassung gemäß Baukostenindex - derzeit also 470 000 Euro.

Das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) gewährte in diesem Jahr knapp 222 000 Euro für das Vorhaben. Im Vorjahr war man nicht berücksichtigt worden. Die noch bestehende Finanzierungslücke von 160 000 Euro sollte auf Wunsch des Vereins ein städtisches Darlehen schließen. Dieses müsste allerdings im städtischen Haushalt verankert sein. Stattdessen wurde empfohlen, dass der Verein das Geld bei einer Bank leiht und die Stadt dafür bürgt. Das Darlehen solle nach maximal 20 Jahren getilgt sein und die Zinsfestschreibung mindestens zehn Jahre betragen.

Alle Gruppen im Gemeinderat stimmten gestern zu. Die Redner würdigten fraktionsübergreifend das Engagement des Freibadvereins. Gerade in heißen Sommern und angesichts des nicht vorhandenen Waldseebads sei es gut, dass es Sulzbach gebe, sagte Andreas Paul (CDU). Für die FWG bedauerte Heinz Adolph, dass kein städtisches Geld fließe, sondern der Verein selbst einen Kredit aufnehmen müsse.

Gerd Pfrommer (SPD) freute sich, dass man nun ein Modell für die Sanierung des Bads habe. Eric Peplau (Grüne) betonte: "Dass wir drei Bäder brauchen, steht außer Frage." Theo Gehrmann (FDP) lobte "die professionelle Arbeit in Sulzbach, die fast gescheitert wäre". Er hoffe, dass das "Bernsteinbad" ab 2020 gut angenommen werde. Auch Armin Kellert (AfD) sagte dem Verein Unterstützung zu und würdigte dessen Engagement. Ortsvorsteher Artur Haitz dankte für das Votum. Dies sei "eine tolle Anerkennung für den Verein".

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