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Trotz Vorwürfen: Neuer Rat ist sich einig
Trotz Vorwürfen: Neuer Rat ist sich einig
27.07.2019 - 00:00 Uhr
Gaggenau (for) - Ein letztes Mal nahm der Sulzbacher Ortschaftsrat in seiner ursprünglichen Zusammensetzung am Donnerstagabend seine Plätze ein. Bereits nach einer knappen halben Stunde war es für die scheidenden Räte an der Zeit, ihre Sitze am Ratstisch zu räumen und an die neuen Mitglieder des Gremiums zu übergeben.


Der bisherige Ortsvorsteher Artur Haitz (CDU) bedankte sich bei allen Räten für die konstruktive Zusammenarbeit und griff eine ganze Reihe an Maßnahmen auf, die der Ortschaftsrat in den vergangenen fünf Jahren vorangebracht hatte. Dabei sei der Schwerpunkt insbesondere bei Bau- und Sanierungsarbeiten gelegen. Es sei nicht immer einfach gewesen, aber "trotz manchmal hitziger Diskussionen konnten wir immer etwas Positives bewirken", sagte Haitz und fügte hinzu: "Jede der Maßnahmen führt dazu, dass wir sagen können ,Sulzbach hat Zukunft'." Haitz blickte auch stolz auf die Teilnahme an den Kreiswettbewerben zurück, die sich seit 1963 "wie ein roter Faden" durch Sulzbach ziehe.

Oberbürgermeister Christof Florus konnte seinen Worten nur zustimmen: "Durch die gute Arbeit des Ortschaftsrats wurden in Sulzbach viele gute Dinge erreicht", bekräftigte er und sprach seinen Dank an alle Mitglieder des bisherigen Gremiums aus. "Sie alle können wirklich stolz sein auf das, was sie geleistet haben." Danach verabschiedete er die ausscheidenden Ortschaftsräte Torsten Fritz, Hermann Warth, Raphael Warth (alle CDU) und Kristin Werth (FWG), Warth war allerdings verhindert.

Ortschaftsräte verpflichtet

Anschließend verpflichtete Haitz Josepha Hofmann, Michael Ibach, Monika Bender und Kay Bornemann (alle CDU), Katja Becker, Hans-Jörg Dony und Marc Siebert (alle FWG), Gregor Böhm und Petra Funke (beide SPD) sowie Dieter Sommer (Grüne).

Zur Wahl des neuen Ortsvorstehers trat nur Josepha Hofmann an. Zunächst kündigte zwar auch Georg Nimesheim (CDU) an, seinen Hut in den Ring zu werfen, allerdings entschied er sich später, doch nicht zu kandidieren. Am Donnerstagabend ergriff er vor der Wahl das Wort, um seine Entscheidung zu begründen. Dabei richtete er mehrere Vorwürfe an Hofmann: Seinen Schilderungen zufolge habe diese ihn ursprünglich dazu bewogen, als Ortsvorsteher zu kandidieren. Im Nachgang habe sie angekündigt, selbst zur Wahl anzutreten, weil er mit seinen 76 Jahren "zu alt" für ein solches Amt sei. Während Nimesheim diese Vorgehensweise als "Vertrauens- und Wortbruch" bezeichnete, der sich gegen die Menschenwürde richte und diskriminiere, wies Hofmann die Vorwürfe zurück: Ihrer Aussage nach habe Nimesheim schon lange den Wunsch geäußert, als Ortsvorsteher zu kandidieren, und sei nicht von ihr dazu überredet worden. Im Gegenteil - sie habe von Anfang an ihre Bedenken geäußert, dass es mit 76 Jahren schwierig werden könnte, ins Gremium gewählt zu werden. Und als Nicht-Mitglied sei es umso schwerer, genügend Stimmen zu bekommen, um als Ortsvorsteher vorgeschlagen zu werden. Das alles seien Vermutungen gewesen, fügte Hofmann hinzu. "Dass Du mich hier verleumdest, ist nicht in Ordnung."

Die neuen Räte schienen sich durch die Vorwürfe nicht beirren zu lassen. Einstimmig schlugen sie in offener Wahl Josefa Hofmann als Ortsvorsteherin vor. Als ihre Stellvertreter wurden ebenfalls in offener Wahl und einstimmig Michael Ibach, Dieter Sommer und Gregor Böhm bestimmt. Hofmann bedankte sich bei dem Gremium für das ihr entgegengebrachte Vertrauen und kündigte an, in Sulzbach viele notwendigen Dinge gemeinsam mit Ortschaftsrat und Bevölkerung angehen zu wollen.

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