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Wehr-Sanierung kostet rund 1,5 Millionen Euro
27.07.2019 - 00:00 Uhr
Von Markus Mack

Forbach - Die Stabilisierung der Böschung zum Langenbrander Sportplatz war der Grund, warum Betontransportfahrzeuge die enge Langenbrander Bahnhofstraße beim Umbau der Wehranlage Breitwies benutzten, informiert Forbachs Ortsbaumeiter Oliver Dietrich auf BT-Anfrage. Die Arbeiten sind Bestandteil der Modernisierung der Wehranlage Breitwies der Wasserkraftwerke Murg-Breitwies-Schlechtau. Rund 1,5 Millionen Euro investiert das Unternehmen in die ökologische Sanierung, berichtet deren Geschäftsführer Martin Weissmann.

In der jüngsten Gemeinderatssitzung hatten sich Anwohner darüber beklagt, dass die Straße für solch schwere Fahrzeuge nicht geeignet sei und sich um den Zustand der dort verlaufenden Wasser- und Abwasserkanäle gesorgt (das BT berichtete). Mittlerweile sei der Planer im Rathaus gewesen und habe erklärt, warum die Baustellenfahrzeuge durch die Bahnhofstraße fuhren, erläuterte Dietrich.

Die Arbeiten sollten, so war es vorgesehen, von der Auer Seite aus durchgeführt werden. Dies sei aber für die nötige Stabilisierung der Böschung am Langenbrander Sportplatz nicht möglich gewesen. Die Reichweite von Betonpumpen reichte nicht aus, um die Distanz zu überbrücken. Erst nach dem Abräumen der Böschung vom Pflanzenbewuchs sei ersichtlich geworden, dass eine Stabilisierung nötig werde, so Dietrich. Ein bis zwei mal müssten die Fahrzeuge noch auf der Langen brander Seite zur Baustelle fahren. "Eine vorherige Information wäre schön gewesen."

Für die ökologische Sanierung haben sich die Wasserkraftwerke Murg mit dem Land Baden-Württemberg auf einen Fischauf- und -abstieg, die Erhöhung der Wehrkrone und einen neuen Rechen geeinigt, erläutert Geschäftsführer Weissmann. Eine solche Modernisierung ist für die Anlage in der Schlechtau bereits abgeschlossen, auch dafür waren rund 1,5 Millionen Euro an Investitionen erforderlich.

Kritik an der Erhöhung der Wehrkrone kam von den Kanufahrern, die die Murg für ihren Sport nutzen. Diese fürchten, das Wehr danach nicht mehr zu Wasser passieren zu können. Deren Anregungen für eine Rampe als Abfahrmöglichkeit sei als Option in den Plänen vorhanden, erläutert Weissmann. Noch nicht geklärt seien allerdings die Bau- und Unterhaltungskosten sowie die Haftungsfrage für die Nutzung der Rampe, "wir warten auf einen Vertragsvorschlag". Eine Umtragemöglichkeit der Wehranlage Breitwies für die Kanuten sei gegeben.

Weissmann blickt weiter in die Zukunft. Der bestehende Oberwasserkanal soll einer Rohrleitung mit drei Metern Durchmesser weichen, die das Wasser bis zur Turbine bringt. Der Abschnitt bis zum bisherigen Tunnelkanal soll noch in diesem Jahr gebaut werden, die Leitung durch den Tunnel und über den Aquädukt dann im kommenden Jahr. Die Planungen dafür seien noch im Gange. Die Genehmigungen für den ersten Teilabschnitt lägen vor. Für den zweiten Abschnitt sieht Weissmann keine Genehmigungsprobleme, der Bau der Rohrleitung sei Teil der Vereinbarung mit dem Land.

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