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Innehalten oder Momentaufnahmen in Farbe, Bild und Wort
Innehalten oder Momentaufnahmen in Farbe, Bild und Wort
31.07.2019 - 00:00 Uhr
Forbach (mhr) - Die Nebelschwaden draußen vor der Tür tauchten den Forbacher Höhenortsteil in eine nahezu mystische Atmosphäre am frühen Sonntagabend. Drinnen in der Alten Kirche Herrenwies bestimmten Momentaufnahmen in Farbe, Bild und Wort das archaische Flair.

An dieser "historischen Stätte" begrüßte Hausherr Hansjörg Willig vom Verein "Kulturerbe Schwarzwaldhochstraße" zahlreiche Gäste zur Buchpräsentation und Ausstellung "Lebenswege - Gedicht im Bild" von Elisa Musch Becker und Dieter Becker Salentin.

Bei Kaffee und Kuchen konnten sie vorab Dieter Becker Salentins Ölgemälde an den Wänden des Sandsteingemäuers auf sich wirken lassen. Farbenfrohe Zeugnisse der Natur, die mit Licht und Schatten spielen, vielfach von Blautönen dominiert.

"Blau zieht sich wie ein roter Faden durch meine Malerei", lautet die Erklärung des Künstlers. Seit 2010 hat sich der langjährige Leiter der Kunstschule KBB Bilder-Bühne Gaggenau der freien Malerei verschrieben.

In räumlich getrennten Ateliers in einem Fachwerkhaus widmen sie sich ihrer jeweiligen Passion: "Meine Frau schreibt, ich male, jeder von uns braucht seine künstlerische Freiheit und Muße." Ihre persönlichen "Lebenswege" skizzierte Becker Salentin in Form von Kurzbiografien: "Ohne Malerei, Fotografie und Literatur wäre unser Leben wahrscheinlich ganz anders verlaufen."

Auf einer großen Leinwand stellte seine Frau, die Autorin und Galeristin Elisa Musch Becker, anschließend ihren mit Werken ihres Mannes bebilderten Gedichtband "Lebens-Wege" vor. Und damit eine Buch gewordene Symbiose aus Lyrik und fotografischen Stillleben unter dem Motto "Innehalten". Musch Beckers Vorfahren waren Kolonisten in Hundsbach. Und bis heute wahren die Ururenkel manch eine Tradition ihrer Väter und Mütter. Gleichwohl sei jeder sein eigener "Wegbereiter" und sie sich gegenseitig treue "Wegbegleiter".

Blumenmotive, der Wald, Blattwerk, Bäume, die (Schwarzwald-)Natur ist vielfach präsent. Auch in poetisch-bildhaften Zeilen: "Die Zeit anhalten, festhalten den Augenblick, sich tummeln am Mummelsee." Auf der Leinwand fluten im Wechsel bildhafte "Impressionen" vorüber. Im richtigen Leben erfolgen künstlerische Impulse gegenseitig. "Wenn man mehr als 50 Jahre verheiratet ist", sagt Elisa Musch Becker lächelnd, "greifen Gedichte und Fotos ineinander aufgrund der gemeinsamen Erlebnisse, auch in der gemeinsam erlebten Natur."

Die Ausstellung in der Alten Kirche Herrenwies ist geöffnet am Sonntag, 4. August, und am Sonntag, 11. August, jeweils von 11 bis 18 Uhr, sowie bis Sonntag, 1. September, nach telefonischer Absprache, (01 71) 4 28 95 69.

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