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Erneut nächtliche Schreckschüsse an der Murg
Erneut nächtliche Schreckschüsse an der Murg
01.08.2019 - 00:00 Uhr
Gaggenau (tom) - Auch in der Nacht zu Mittwoch sind in der Innenstadt Schüsse gefallen. Gegen 1.38 Uhr gab es erneut Anrufe, bestätigt Jörn Hinrichsen, Leiter des Polizeireviers Gaggenau. Nach BT-Informationen handelt es sich dabei um Schreckschusswaffen.

"Sofort sind zwei Streifen raus Richtung Murginsel", berichtet Hinrichsen auf BT-Anfrage, "mehrere Personen wurden kontrolliert. Ermittlungen zu den mutmaßlichen Verursachern sind eingeleitet." Nähere Auskünfte will er derzeit mit Blick auf die Ermittlungen nicht erteilen.

Wie berichtet, hatten bereits in der Nacht zu Dienstag mehrere Gaggenauer Schussgeräusche im Bereich der Murg gemeldet. "Diese Schüsse gab es wirklich", bestätigt eine Bürgerin dem BT. Sie habe zuvor eine Gruppe von vier Leuten beobachtet. Zwei davon hatten Fahrräder dabei: "Sie saßen bei den Parkbänken, dann ging einer von ihnen weg Richtung Spielplatz und Entenbereich, und die Schüsse fielen."

Die Gruppe habe sich nach jedem Schuss zügig entfernt. "Manchmal kamen sie nach ein paar Minuten wieder, mal nach einer halben Stunde. Das ging von halb ein Uhr bis halb fünf. Jedes Mal hoffte ich, es wäre das letzte Mal."

"Und genau um halb eins letzte Nacht fielen wieder Schüsse", berichtet die Gaggenauerin dann vom frühen Mittwochmorgen: "Ich beobachtete, und kurze Zeit später kamen wieder die zwei selben Radfahrer in den Park geradelt, wieder Richtung Enten, dieses Mal machten sie aber schnell kehrt, denn ein Streifenwagen fuhr durch den Park." Jemand habe offensichtlich sofort nach den ersten Schüssen bei der Polizei angerufen. "Ich wartete, bis dieses Mal die ganze Gruppe wieder in den Park kam und informierte die Polizei, dass sie wieder da sind."

Generell, so die Bürgerin, mache sich Frust bei ihr breit: "Ich habe letztes Jahr die Polizei so oft angerufen nachts: wegen Lärmbelästigung, wegen grölender Gruppen, wegen Abschießens von Silvesterböllern - gerne in der Tiefgarage -, wegen Mutproben an der Fischtreppe, wegen Grillparties um Mitternacht unter der Bananenbrücke, um nur Beispiele zu nennen.

"Kein Streifendienst, aber Sonnenterrassen"

Und was macht die Stadt Gaggenau? Will noch zusätzlich Sonnenterrassen bauen! Dafür ist Geld da, aber nicht für einen regelmäßigen Streifendienst nach 23 Uhr, obwohl der Hotspot bekannt ist."

Ein anderer Gaggenauer berichtet, dass er im Umfeld des Aldi-Markts an der Rindeschwenderstraße ebenfalls am Dienstag und Mittwochmorgen Schüsse gehört habe. Dienstags seien es "mindestens 15 Schüsse" gewesen, teilweise in schneller Abfolge.

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