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Architektonische Formen aus der Erinnerung
Architektonische Formen aus der Erinnerung
02.08.2019 - 00:00 Uhr
Gernsbach (red) - "Ist das Kunst oder können wir hier grasen?" Das fragten sich offensichtlich die Tiere einer großen Schafherde - und machten es sich auf dem Gras gemütlich. Dass sie rund um ein Kunstwerk von Chen Fei am Kunstweg am Reichenbach verweilten, kümmerte sie nicht.

Die nächste öffentliche Führung am Kunstweg findet am Sonntag, 4. August, um 11.30 Uhr statt. Rita Burster, Vorsitzende und Kuratorin des Vereins Kunstweg am Reichenbach, wird Informationen zu den Kunstwerken am Wegesrand und den Künstlerinnen und Künstlern geben. Die Tour dauert rund zwei Stunden und findet bei jedem Wetter statt. Treffpunkt ist am Beginn des Kunstweges an der Infotafel auf dem Parkplatz im Reichenbachtal hinter dem Gewerbegebiet. Anfahrt und Info www.kunstweg-am-reichenbach.de.

Einer der jüngeren Künstler, die direkt eine Arbeit für den Kunstweg erschaffen haben, ist Chen Fei. Ausgangspunkt seiner künstlerischen Annäherung ist laut Burster die rudimentäre Form eines Turms. So beginnt seine gedankliche Arbeit immer an Modellen, die er im Atelier anfertigt, analog und digital. Architektonische Formen aus seiner Erinnerung, zum Beispiel aus Deutschland und China, spielen eine wichtige Rolle. Je nach Ort der Umsetzung verändern sich seine Skulpturen, passen sich an die räumlichen Gegebenheiten an und verschmelzen mit ihr. Das Material Holz hat der Künstler auf Grund des Ausstellungsortes am Kunstweg gewählt. Entscheidender ist die Idee, Räume einzunehmen oder auch zu verdrängen für neue Plätze und eine Neudefinition von vorhandenen Innen- und Außenräumen. Die Skulptur Turm besteht aus drei ineinander verschränkten angedeuteten Rechtecken, ähnlich der architektonischen Form von Türmen. Am Kunstweg am Reichenbach erscheint sie wie eine räumliche Zeichnung vor dem Hintergrund des Waldes. Die idyllische Umgebung wird Protagonist in der Installation. So sieht der junge Künstler die Skulptur auch nicht als Endpunkt seines Denkens, sondern als Ausgangspunkt von Reflexion: Betrachter erweitern die Skulptur gedanklich in den Wald hinein, verbinden und trennen Linien, setzen neue Teile an oder entfernen diese.

Chen Fei studierte von 2009 bis 2015 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe bei Prof. Leni Hoffmann, wo er auch Meisterschüler war.

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