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"Green Shooting" auf altem Holtzmann-Areal
'Green Shooting' auf altem Holtzmann-Areal
08.08.2019 - 00:00 Uhr
Weisenbach (galu) - Rund 30 Leute sind quer über das Gelände der ehemaligen Papierfabrik in der Breitwies verstreut. Bis auf wenige Geräusche ist es meist still. Dann hört man einige kurze Anweisungen und die Klappe, bevor die Schauspieler zu sprechen beginnen. Hier entsteht gerade der Film "Albträumer".

Es handelt sich um die Geschichte der 17-jährigen Rebekka, gespielt von Sarah Mahita. Für sie ist die heile Dorfwelt ihrer Heimat seit dem Tod ihres Bruders zusammengebrochen. Die Umstände der Tragödie werden in der Familie totgeschwiegen. Erst über den besten Freund des Bruders, den Außenseiter Vincent, gespielt von Béla Gabor, findet Rebekka einen Zugang zu ihrem Schmerz - und mehr über die Wahrheit heraus.

Für Philipp Klinger ist es der erste Langfilm als Regisseur, ebenso für Kameramann Adrian Langenbach. Beide haben die Filmakademie in Ludwigsburg absolviert. Das Drehbuch stammt von Simon Thummet in Zusammenarbeit mit Klinger. Zuständig für die Produktion sind Daniel Reich und Christoph Holthof von der "kurhaus production" Baden-Baden. "Das ganze Projekt entsteht in Kooperation mit der SWR-Reihe ,Debüt im Dritten' und wird über die MFG Baden-Württemberg finanziert", erzählt Holthof. Er sei sehr dankbar für diese Partner, denn der SWR biete viele Freiheiten bei der Produktion - sei es bei der Länge oder der Handlung des Films.

"Wir befinden uns jetzt in der vierten Drehwoche, nächste Woche ist Schluss", führt er weiter aus. An 25 Tagen wurde in der Region gedreht, allein zehn Tage davon in Bischweier, aber auch in Gernsbach, Kuppenheim, Rastatt, Baden-Baden und Selbach. "Die zeitliche Begrenzung führt leider oft zu sehr vollen und langen Drehtagen, aber bisher haben wir das alles sehr gut gemeistert", meint Holthof. Generell herrscht eine entspannte Stimmung am Set. Alles ist durchgetaktet, jeder weiß, was zu tun ist - man hat schließlich einen engen Zeitplan. Dennoch wirkt niemand gestresst, alle sind freundlich und haben sichtlich Spaß an ihrer Arbeit.

"Wir sind sehr zufrieden mit dem generellen Szenenbild. Wir haben die ganze Region nach geeigneten Drehorten abgesucht. Auch waren alle Motivgeber sehr zuvorkommend und hatten Verständnis für unser Anliegen. Gerade bei einem derartigen logistischen Aufwand und der Tatsache, dass immer alles recht nah beieinander sein muss, entstehen schnell mal Probleme vor Ort", berichtet Holthof weiter.

Ebenso erzählt er, dass es sich hierbei um ein sogenanntes "Green Shooting" handelt. Man versucht dabei, den Dreh möglichst ökologisch zu gestalten. Dazu gehört unter anderem die Vermeidung von Plastik, aber nach Möglichkeit auch die Anreise der Schauspieler mit der Bahn statt mit einem Inlandsflug. Das Green Shooting ist eine Initiative des SWR und der Filmförderung der MFG Baden-Württemberg. Das Ganze war so auch von "kurhaus productions" gewollt und gewünscht, betonen Reich und Holthof. Kinostart für "Albträumer" soll im Herbst 2020 sein, im TV soll der Film ein Jahr später zu sehen sein.

Auch auf dem internationalen Berliner Filmfestival soll die Produktion ausgestrahlt werden, kündigen die Filmemacher an.

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