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Ein kleiner Hördener Schildbürgerstreich
Ein kleiner Hördener Schildbürgerstreich
13.08.2019 - 00:00 Uhr
Gaggenau (uj) - Es ist traurige Realität, dass manch ein Defibrillator von Unbekannten beschädigt wird. Das, obwohl ein solches Gerät Leben retten kann. Doch wie kann dieser Vandalismus verhindert werden? In Hörden gibt es ein Beispiel, das allerdings nicht nachahmenswert ist. Bekanntlich wird an der Radfahrerkirche ein Anbau errichtet. Und dort befindet sich am Gehweg ein Defi. Bislang stand er am Rand der Wiese - vom Gehweg aus gut zugänglich und somit optimal erreichbar.

Und jetzt? "Ein kleiner Schildbürgerstreich", räumt Jutta Walter ein. Sie ist Vorsitzende der evangelischen Kirchengemeinde Gaggenau. Der Lebensretter steht inzwischen nicht mehr alleine. Direkt hinter ihm wird eifrig gewerkelt. Es entsteht ein Anbau an die Radfahrerkirche. Als der Zaun errichtet wurde, achtete offenbar niemand auf den Defi. Schwupps - war er hinter dem Bauzaun, von außen nicht erreichbar. "Damit ihm nichts passiert", meinte Walter gestern augenzwinkernd. Die Feuerwehr hatte sie auf diesen Missstand aufmerksam gemacht - und Abhilfe angeboten.

Noch gestern sollte der Defi aus seinem "Gefängnis" befreit werden, damit er im Notfall wieder einsatzbereit ist. Ihres Wissens nach hat es in jüngster Vergangenheit keinen Notfall gegeben, bei dem der Defi benötigt worden wäre.

Dieser Tage ist der Schildbürgerstreich BT-Leser Heimo J. Hartel aufgefallen. In einer E-Mail schreibt er unter anderem: "Hier fehlt das Hinweisschild ,Im Notfall vorher einen Bolzenschneider verwenden!'" Außerdem fragt er: "Gibt es inzwischen eine neue Verordnung zur diebstahlsicheren Aufstellung von Defibrillatoren?" Dem ist nicht so. Und ab sofort ist der Defi wieder vollumfänglich einsatzbereit - dank der Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr, Abteilung Hörden.

Augenblick mal!

Der Anbau der Radfahrerkirche selbst geht übrigens planmäßig über die Bühne, wie Jutta Walter gegenüber dem BT bestätigt. Die Baufirma habe aktuell die angekündigten Sommerferien. Unabhängig davon werden aber Innenarbeiten (zum Beispiel Elektroinstallationen) ausgeführt. Richtfest für den Erweiterungsbau soll am Donnerstag, 5. September, gefeiert werden. Beginn ist um 17 Uhr. Dazu wird unter anderem der Dekan erwartet. Spätestens im November sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. "Pavillon an der Radfahrerkirche" nennt sich das Projekt, das schätzungsweise 300 000 Euro kosten wird.

Der Anbau soll, mit Schindeln aus gespaltenem Lärchenholz verkleidet, ein kleines Stück Schwarzwald darstellen. In dem Neubau werden ein öffentliches behindertengerechtes WC, eine Sommerküche zur Zubereitung kleiner Speisen und ein Vorratsraum entstehen. In einem Lagerraum gibt es Platz zum Unterstellen von Geräten. Die gesamte Nutzfläche wird etwa 40 bis 50 Quadratmeter betragen. Das Dach erhält eine große Auskragung, sprich eine etwa 2,5 bis drei Meter breite überdachte Fläche. Diese kann unter anderem zum Aufstellen von Biertischen und -bänken genutzt werden. Außerdem entstehen 16 Fahrradabstellplätze sowie zwei Parkplätze für Pkw, einer davon für Behinderte.

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