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Fabrikant und Industriepionier
Fabrikant und Industriepionier
16.08.2019 - 00:00 Uhr
Gaggenau (red) - Das Jubiläum "125 Jahre Automobil in Gaggenau", das am 7. und 8. September gefeiert wird, ist untrennbar mit dem Namen Theodor Bergmann verbunden. Ihm ist es zu verdanken, dass es im Murgtal das Mercedes-Benz-Werk gibt und Gaggenau wichtiger Bestandteil der Automobilgeschichte ist.

Der Ehrenbürger (seit 1920) der Stadt, dem Gaggenau bereits eine Straße gewidmet hat, soll nun auch im Rathaus durch eine Büste sichtbar sein. Am Samstag, 7. September, um 17 Uhr wird Oberbürgermeister Christof Florus die Büste im Foyer enthüllen und damit seine Verdienste für die Stadt würdigen. Ergänzend dazu hat das Stadtarchiv eine Ausstellung arrangiert, die sich mit dem Fabrikanten und Industriepionier Theodor Bergmann beschäftigt und Einblick in sein Leben gibt.

Erwartet wird an diesem Wochenende in Gaggenau auch seine Urenkelin, Christel Kinzinger-Korte aus Düsseldorf. Von ihr hat die Stadt Gaggenau vor einigen Jahren die Gussform für die Büste Bergmanns erhalten. Die älteste Büste, die durch den renommierten italienischen Künstler Claude Valsuani einst hergestellt wurde, befindet sich im Mausoleum auf dem Gaggenauer Waldfriedhof und kann am Sonntag zwischen 12 und 15 Uhr ebenfalls besichtigt werden. Eine sehr große Gott-Schöpfer-Figur, Jugendstilleuchter und Glasfenster der Karlsruher Glasmanufaktur Großkopf sind dort neben der Bronzebüste außerdem zu sehen.

Eine weitere Büste befindet sich in Bergmanns Geburtsort Sailauf. Dort wurde Theodor Bergmann im Mai 1850 als Sohn eines Gastwirtes geboren. Schon als junger Mensch zog es ihn in die Fremde. Als Teilhaber baute er das Werk des Gaggenauer Industriellen Flürscheim aus und meldete unzählige Patente für seine vielfältigen Erfindungen an. Bis 1899 baute er über 300 Personenkraftwagen. 1905 wurde aus seiner Firma die Süddeutsche Automobilfabrik GmbH, die Lastkraftwagen konstruierte. 1919 ging das Werk ins Eigentum der Benz AG Mannheim über, 1926 folgte die Vereinigung mit der Firma Daimler. 1931 verstarb er in Gaggenau.

Im Rathaus-Foyer erinnert die Büste an den großen Erfinder und Fabrikbesitzer. Der Gaggenauer Steinmetzbetrieb Kurz baute unlängst das 200 Kilogramm schwere Denkmal auf. Der Sockel besteht aus einem portugiesischen Marmor, berichtet Steinmetz Peter Stahlberger. Der Kopf selbst wurde von der spezialisierten Kunstgießerei Strassacker im schwäbischen Süßen hergestellt. Urenkelin Christel Kinzinger-Korte ist trotz ihrer fast 80 Jahre regelmäßig in Gaggenau zu Besuch. Dabei führt sie ihr Weg nicht nur auf den Friedhof zur Pflege der Familiengruft, sondern regelmäßig auch zum heutigen Mercedes-Benz-Gelände. Die zwei dort stehenden Mammutbäume hat ihr Urgroßvater einst in seinem Garten als kleine Setzlinge gepflanzt. Erworben hatte er die damals raren Exoten von der Wilhelma in Stuttgart. "Jedes Mal betrachte ich die Naturdenkmale voller Ehrfurcht und Stolz, dass sie bis heute die 125 Jahre überlebt haben", erklärt sie und freut sich auf einen weiteren Besuch in Gaggenau.

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