https://www.badisches-tagblatt.de/UnternehmenKarriereZusteller/index.html
http://www.badisches-tagblatt.de/UnternehmenKarriereZusteller/index.html
In die Tiefen der Altstadt hinabsteigen
In die Tiefen der Altstadt hinabsteigen
23.08.2019 - 00:00 Uhr
Gernsbach (red) - Die 800-jährige Geschichte Gernsbachs ist bis heute in den Gebäuden der Altstadt präsent. Unter dem Motto "Schau mal, hör mal, denk mal" stehen die Denkmäler der Altstadt bei der Denkmalnacht am Samstag, 14. September, im Mittelpunkt. Der Zauber der historischen Bauten wird sich zu nächtlicher Stunde durch stimmungsvollen Einsatz von Licht und durch vielerlei Aktionen entfalten, so die Stadtverwaltung.



Von 19 bis 0 Uhr findet ein umfangreiches Programm aus Musik, Historienspiel, Lesungen und Informationen in den Denkmälern und auf den Straßen statt. Für die Bewirtung in der Altstadt sorgt die örtliche Gastronomie.

An diesem Abend werden auch Gebäude geöffnet, die sonst der Öffentlichkeit verschlossen sind. So werden private Gewölbekeller der Altstadt zugänglich sein. In der Hauptstraße 23 und Hauptstraße 28 (oberhalb des Marktplatz-Brunnens) kann man in die Tiefen der historischen Altstadt hinabsteigen. In dem Keller unterhalb des Kunstraums kündigt das Gesangstrio CAN - Claudia Dresel, Anne Dresel und Nela Samuelis - an, über Geister, Hexen und Monster unterschiedlichster Art zu singen, sprechen und spielen. Außerdem liest Brigitta von Hattem aus den Büchern "Verschieden!" - man darf gespannt sein.

Der mittelalterliche Gewölbekeller in der Hauptstraße 28 wird für Führungen geöffnet, ebenso der Wolkensteinsche Keller in der Turmgasse. Ein Rundgang durch die Zehntscheuern und den Wehrgang wird in der Amtsstraße angeboten. Dort kann man sich auch mit Schmalzbrot stärken.

Ein besonderer Anziehungspunkt wird nach Einschätzung der Stadtverwaltung wohl der Wolkensteinsche Hof werden, der von den Bleichhexen und der Süßmostgruppe bewirtschaftet wird. In dem sonst für die Öffentlichkeit nicht zugänglichen Hof werden nicht nur Aktionen stattfinden wie Hexenbesen-Basteln oder Hexentrunk mixen. Es wird eingeladen zu einem Erzähltheater "Das kleine Gespenst". Erholen kann man sich nach der Vorführung mit frisch gepresstem Apfelsaft und Speckbrot.

Im Keller im Alten Rathaus spielt Musica Antiqua alte Weisen auf historischen Instrumenten, höfische Tänze, alte Lieder und meditative Stücke mit Harfe und Obertonflöte. Das Instrumental-Ensemble des Albert-Schweitzer-Gymnasiums spielt in gleicher Kulisse zu späterer Stunde barocke und moderne Kammermusik in Triobesetzung.

Im Bürgersaal des Alten Rathauses zeigt der Historienstadel eine Schauspielszene nach einer wahren Begebenheit. Diese führt die Zuschauer ins Jahr 1644 in die düstere Welt des Dreißigjährigen Kriegs. Macht und Besitz der Ebersteiner sind auf ein Minimum zusammengeschmolzen, aber sie haben noch immer die Macht, in ihrer Stadt Gernsbach über Leben und Tod zu entscheiden. Die Zuschauer erleben, wie eine Hexe in letzter Minute vor der Hinrichtung gerettet wird. Später wird hier auch alpenländische Stubenmusik präsentiert, mit Hackbrett, Zither, Akkordeon und Gitarre, ergänzt durch einen Dreigesang.

In den Räumen der heutigen Bücherei im Marienhaus befand sich früher eine Nähstube. Diese Tradition lässt das Bücherei-Team aufleben. Mit den Teilnehmern - auch kindergeeignet - werden unter Anleitung an diesem Abend aus dem Trägerpapier der Einbindefolien kleine Taschen genäht. In einer Ausstellung wird gezeigt, was noch aus Resten genäht werden kann.

Originalpergament



wird hörbar gemacht

Klangvoll wird es auch in der Liebfrauenkirche. Das als Makulatur verwendete Doppelblatt eines klösterlichen Antiphonalbuches aus dem späten 13. Jahrhundert ist die älteste Handschrift im Gernsbacher Stadtarchiv. Eine Auswahl der darauf notierten Antiphonen wird durch eine Schola gesanglich vorgetragen und das zur Besichtigung ausgestellte Originalpergament hierdurch hörbar gemacht. Eintauchen kann man außerdem in die schaurige Welt der Gothic pipes. Gotischer Baustil und geisterhafte Orgelmusik sind oftmals Zutaten für schaurige Effekte in Geisterbahnen und Gruselfilmen. Bekannte und weniger bekannte Orgelstücke werden zusammen mit entsprechender Illumination die Liebfrauenkirche in eine bisher eher unbekannte Sphäre verwandeln.

Auch in der St. Jakobskirche wird Orgelmusik aus verschiedenen Epochen zu Gehör gebracht. Ebenso spielen das Kammerorchester unter der Leitung von Werner Roth sowie Musica Antiqua. Klezmer besonderer Güte präsentiert Sarah Haist. Dazu sind die Deckenbilder im Kircheninneren beleuchtet. Kurze Lesungen runden das Programm ab.

BeiträgeBeitrag schreiben 



Das könnte Sie auch interessieren

Gernsbach
Von der Siedlung zur Murgschifferstadt

20.08.2019
Von der Siedlung zur Stadt
Gernsbach (galu) - Der erste Teil der Serie "800 Jahre Gernsbach" befasst sich mit der Stadtwerdung des Dorfs "Genrespach" und dessen Geschichte vom frühen Mittelalter bis zum 16. Jahrhundert. Ebenso wird der Ursprung der Grafensprung-Sage erklärt. (Foto: ww). »-Mehr
Gernsbach
Tunnel wird nachgerüstet

19.08.2019
Tunnel wird nachgerüstet
Gernsbach (red) - Der Gernsbacher Tunnel erhält vier Rettungstreppenhäuser. Die Arbeiten sollen am 2. September beginnen und etwa 18 Monate dauern. An acht Wochenenden wird die Röhre gesperrt. Das Regierungspräsidium bietet am 29. August eine Infoveranstaltung an (Foto: av). »-Mehr
Gernsbach
Spiel für Erwachsene auf hohem Niveau

19.08.2019
Spiel für Erwachsene
Gernsbach (ueb) - Groß war das Interesse an dem Boule-Turnier auf der Gernsbacher Murginsel. 44 Mannschaften aus Deutschland und Frankreich waren bei dem Spiel für Erwachsene mit von der Partie. Die ersten beiden Plätze belegten Mannschaften aus Frankreich (Foto: Uebel). »-Mehr
Gernsbach
Ein Gemüsebeet mitten im Wald

14.08.2019
Ein Gemüsebeet mitten im Wald
Gernsbach (galu) - Sindelfinger Daimler-Mitarbeiter waren im Gernsbacher Waldkindergarten "Spiel Wald" zu Gast. Dort haben sie im Rahmen eines Sozialeinsatzes mit den Kindern ein Gemüsebeet angelegt. Der "Spiel Wald" befindet sich derzeit im Ausbau. (Foto: L. Gangl). »-Mehr
Baden-Baden
Hinein ins Vergnügen!

13.08.2019
Lebensgefühl vor 50 Jahren
Baden-Baden (red) - Wie war es vor 50 Jahren in der Kurstadt? Wie fühlte man sich als junger Mann in den Sommerferien? Wo wurde ausgegangen? Wo traf man Freunde? Eine zweiteilige Reihe beleuchtet den damaligen Alltag. Fest steht: Nicht nur auf dem Leo (Foto: Wolf) ging es rund. »-Mehr
Ort des Geschehens
Größere Google Karte
Umfrage

Eine Mehrheit der Beschäftigten im öffentlichen Dienst hätte lieber kürzere Arbeitszeiten als mehr Lohn. Für was würden Sie sich entscheiden?

Mehr Zeit.
Mehr Lohn.


https://www.caravanlive.de/
Wetter in Mittelbaden


BT Kinospot


© Badisches-Tagblatt.de    Impressum | AGB | Nutzungsbedingungen | Datenschutz