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Bigband-Sound auf der Terrasse
Bigband-Sound auf der Terrasse
26.08.2019 - 00:00 Uhr
Von Hans-Peter Hegmann

Gaggenau - Bereits zum dritten Mal erspielte die Bigband "All about Jazz" am Freitagabend bei einem Benefizkonzert einen weiteren Baustein in Höhe von 800 Euro für die Erweiterung des Unimog-Museums (UM). Der Genussabend auf der Restaurant-Terrasse mit dem Titel "Jazz & Dine", bei dem nach Meinung vieler Besucher alles passte, war wieder ein voller Erfolg.

Unterstützt von hervorragend angenehmen Temperaturen an einem lauen Sommerabend und ergänzt mit dem "American-Barbecue" des-Restaurant-Chefs Thomas Kaldma sorgten die 20 Musiker plus Sängerin für gute Unterhaltung und einen abwechslungsreichen Gaumenkitzel.

Sowohl bei der Musik als auch beim Essen war der Name jeweils das Programm. Das Repertoire der 2012 gegründeten Formation erstreckt sich über viele Stilrichtungen des Jazz. Im ersten Teil waren einige klassische Swingtitel im Glenn-Miller-Sound oder Songs wie "Dat Dere", der 1960 von Art Blakey & the Jazz Messengers noch beide Seiten einer Single benötigte und 1991 durch die Version von Rickie Lee Lewis erneut bekannt wurde, über das bekannte "Summertime" von Ella Fitzgerald bis zu neu arrangierten Titeln aus der Popmusik wie "Avalon" von Roxy Music oder das von vielen Interpreten gesungene "Knock on Wood" zu hören.

Die von der in die USA zurückgekehrten Stammsängerin Sammy Carr empfohlene neue Stimme der Bigband ist Aurelia Heck. Sie wurde in dem Inselstaat der Fidschis geboren, woher ihre Mutter stammt, und lebt wegen des deutschen Vaters inzwischen in Karlsruhe.

Im nächsten Jahr

mit richtiger Bühne

Die amerikanische Profisängerin hat mit Aurelia eine sehr gute Wahl getroffen. Sie hat ein absolut eigenes Profil und kann sich mit ihrer Stimme, je nach Song beim Publikum einschmeicheln, aber auch sehr rhythmisch grooven oder kräftig rocken. Daneben bietet sie mit einer Frisur im Stil der Südsee-Inseln und ihrer lebendigen Körpersprache auch noch einen interessanten optischen Akzent.

Im zweiten Teil waren mehr die Stile Latin, Afro und Funk an der Reihe. Obwohl die Band berufsbedingt auf ihren Leader Jürgen Kramlofsky aus Staufenberg verzichten musste, lief auch dabei die Rhythmusmaschine präzise wie ein Schweizer Uhrwerk. Schlagzeuger und Bassist, der nicht nur bei den Slapnummern auf dem E-Bass einen schönen drahtigen Sound entwickelt, sondern auch mit dem Kontrabass gut umgehen kann, legen dabei das Fundament. Gleich beim ersten Stück "Funky Cha-Cha" von Arturo Sandoval durfte die Brass-Section zeigen, was sie drauf hat. Fett im Sound wurde es bei "Manteca". Besser könnte das Feeling für lateinamerikanische Musik nicht beschrieben werden, als mit dem spanischen Wort für Schweineschmalz. Als das Stück auch noch nahtlos in den bekannten Titel "Spain" von Chick Korea mit seinen ungewöhnlichen rhythmischen Finessen überging, saß fast niemand mehr ruhig auf seinem Stuhl. Gespickt mit vielen Soli des musikalischen Leiters Markus Frietsch (Altsax und Klarinette) und seiner Kollegin am Tenorsax sowie weiteren Improvisationsausflügen einzelner Instrumentalisten demonstrierten die Musiker der Formation den ganzen Abend noch den hohen Standard ihres musikalischen Könnens.

Thomas Kaldma zauberte inzwischen eine Dry Aged- Hochrippe vom Schleswiger Landschwein aus dem Smoker, die dort am Stück bei mäßiger Temperatur in der heißen Abluft eines Holzfeuers gegart ist.

Bei der Scheckübergabe an den Vorsitzenden des Museumsvereins, Stefan Schwaab, und der damit verbundenen Ankündigung eines weiteren Konzerts im nächsten Jahr, versprach dieser, dann bis dahin für eine ordentliche Bühne zu sorgen.

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