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Hoffen auf die Vereine
Hoffen auf die Vereine
18.09.2019 - 00:00 Uhr
Gaggenau (tom) - Die Merkurschule verfügt ab dem bereits begonnenen Schuljahr über ein Sportprofil. Diesen Vorschlag der Stadtverwaltung hat der Gemeinderat am Montag einstimmig gebilligt. Als Gemeinschaftschule hat die Merkurschule die Möglichkeit, ab Klasse acht ein schuleigenes Profil herauszubilden. Eine überwältigende Mehrheit der Schüler habe sich für Sport entschieden, berichtete Schulleiterin Barbara Fischer. Nur fünf Kinder hätten sich beispielsweise für Kunst ausgesprochen.

Dem einstimmigen Votum gingen einige kritische Fragen aus den Reihen der Ratsmitglieder voraus. "Das hört sich alles toll an, aber inwieweit brauchen Sie das Ehrenamt? Das geht nicht so einfach", gab Gerlinde Stolle (SPD) zu bedenken. Rektorin Fischer verwies darauf, dass man über drei Lehrkräfte mit entsprechenden Fortbildungen verfüge, räumte aber ein: Man werde "verstärkt auf die Vereine zugehen müssen". Eine Kooperation mit den Vereinen werde "sehr wichtig" werden. Sie hoffe darüber hinaus auf das Verständnis der Vereine, wenn es um die Nutzung der Sportstätten geht.

Als Vorsitzender des Sportausschusses freute sich Gerd Pfrommer (SPD) über die Entscheidung, doch werde sicher "einiges an inhaltlichen Klärungen mit den Vereinen notwendig" werden.

Alexander Haitz (FDP) monierte, dass direkt neben der Merkurschule ein Sportplatz liege, den man nur herrichten müsse. "Stattdessen geht man jetzt hin, in Zeiten des Klimawandels, und karrt die Schüler zum Traischbachstadion. Jetzt wäre die Gelegenheit, den darbenden Sportplatz herzurichten." Haitz ist Vorstandsmitglied der SV Ottenau.

Rudi Drützler (CDU) monierte, dass der Gemeinderat erst nach Beginn des Schuljahrs abstimmen könne. Liliana Erbesdobler, verantwortlich für den Bereich Schulen und Betreuung, argumentierte, dass vor den Sommerferien sehr viele Themen im Gemeinderat anstanden, deshalb habe die Verwaltung das Thema und den Beschluss darüber vertagt.

Engpässe bei

den Sportstätten

Auch Dr. Roland Purkl sagte für die CDU, dass die Fraktion es begrüßt hätte, wenn der Gemeinderat früher in die Entscheidung einbezogen worden wäre. Es werde "deutlich sichtbare Engpässe bei den Sportkapazitäten geben", gab er zu bedenken, da sollten alle Schulen gleich behandelt werden.

Auch Jan Stenger (FWG) blickte auf die Sportstätten: "Das wird ein interessantes Ding, die sind alle am Anschlag." Stenger ist stellvertretender Leiter der Merkurschule. Dr. Heike Rühlen (Grüne) und Armin Kellert (AfD) machten ebenfalls ihre Zustimmung deutlich.

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