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Anspruchsvolles Übungsszenario
Anspruchsvolles Übungsszenario
01.10.2019 - 00:00 Uhr
Gernsbach (ueb) - "Unsere Jugendlichen haben alle gut mitgemacht." Das stellte Jan Bender, Stadtjugendfeuerwehrwart der Freiwilligen Feuerwehr Gernsbach, zum Abschluss der Jahreshauptübung zufrieden fest. So sahen es auch die zahlreichen Zuschauer, die "aus sicherer Entfernung" den Übungsverlauf der Jugendfeuerwehren aller Ortsteile zusammen mit der DLRG rund um die Staufenberghalle und im Inneren des Gebäudes beobachtet hatten.

"Jedes Kind und jeder Jugendliche im Alter von zehn bis 18 Jahren wusste, was er oder sie im Ernstfall zu tun hatte", fügte Benders Staufenberger Abteilungskollege Günther Kornmann noch hinzu. Auch er lobte die gute Arbeit der circa 60 Nachwuchsfeuerwehrleute. "Alles lief wie geschmiert", freute sich Jan Bender, der auf die Besonderheit des Objekts (großes, verwinkeltes Gebäude) und die große Anzahl der zu rettenden Personen verwies, was das Übungsszenario sehr anspruchsvoll machte.

Der "Ernstfall" trat am Samstagnachmittag ein, als die Feuerwehr-Leitstelle Alarm auslöste. Die Aufgabenverteilung war allen Beteiligten sofort klar und die Motivation der Kinder und Jugendlichen groß. Schon kurz nach dem Auslösen des Alarms um 14 Uhr brausten fünf Fahrzeuge im Abstand nur weniger Minuten mit weit hörbarem "Tatütata" und Blaulicht durch die engen Straßen Staufenbergs. Die Einsatzfahrzeuge aus Gernsbach, Obertsrot, Staufenberg, Hilpertsau und Reichental stoppten auf dem Parkplatz der Staufenberghalle. Dort, so lautete die Aufgabenstellung, sei es während einer Veranstaltung zu einer Fettexplosion im Küchenbereich gekommen. Eine in der allgemeinen Hektik umgefallene Kerze hätte für gleich mehrere Brandherde und in der Folge enorme Rauchentwicklung gesorgt.

Durch die rasante Brand- und Rauchgasausbreitung seien manche der etwa 30 Gäste und Darsteller in Panik geraten und gestürzt, nach anderen müsse im entstandenen Rauch erst gesucht werden. Es werde damit gerechnet, dass etwa zehn Personen bewegungsunfähig seien.

Als die Löschfahrzeuge ihr Innerstes für die Schlauchanschlüsse geöffnet hatten, bahnten sich die Jungs und Mädchen - mit leuchtstarken Taschenlampen ausgestattet - ihren Weg ins total verräucherte (Disco-Nebel) Gebäudeinnere, Nachfolgende waren mit "Verletzten" auf Tragen ins Freie zu den Sammelplätzen unterwegs. Übungsziele für die Jugendlichen aus Staufenberg, Gernsbach, Lautenbach, Obertsrot, Hilpertsau und Reichental waren das gemeinsame Arbeiten und Koordinieren aller Abteilungen, die Brandbekämpfung/Riegelstellung, die Rettung und Erstversorgung von Verletzten, die Brandbekämpfung über vier Zugänge, das Einrichten eines großen Sammelplatzes durch das Jugend-Rot-Kreuz/DLRG, die Abwicklung von Funksprüchen, die Koordination Atemschutz/ Angriffstrupp Sammelplatz, die Koordination der Rettung zusammen mit anderen Hilfsorganisationen, das Führen der Gruppen und Mannschaften und das Rauchfreimachen des Gebäudes.

Der neunjährige Noah und Luis, nur ein Jahr älter als sein Freund, nahmen ihre Aufgabe sehr ernst: Sie waren damit beschäftigt, die Funktion der Hochdruckgebläseanlagen zu überwachen. Obwohl noch nicht so lange dabei, habe es Spaß gemacht, so die Jungs aus Gernsbach und Staufenberg. Sie waren sich einig: "Klar wollen wir bei der Jugend-Feuerwehr dabei bleiben." Ob Brandbekämpfung, Koordination, Sicherung, Menschenrettung oder Versorgung: Wohl alle Beteiligten waren zusammen mit anderen Jugendfeuerwehrleuten "mit Feuereifer" dabei. Doch dafür ist Kameradschaft ja da und steht auch bei den Floriansjüngern an erster Stelle.

Die Schlussbilanz fiel demzufolge überaus positiv aus: Alle elf Verletzten konnten aufgefunden, geborgen, erstversorgt und zur Weiterbehandlung übergeben werden. Der angenommene Brand im Gebäude konnte erfolgreich gelöscht, ein Übergreifen auf umliegende Gebäude verhindert werden und die Staufenberghalle wieder rauchfrei gemacht werden. Auch das Gelände rings um die Halle ist wieder aufgeräumt - so, als wäre gar nichts geschehen.

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