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Mit dem Badner Lied auf den Lippen
04.10.2019 - 00:00 Uhr
Von Markus Mack

Weisenbach - Am Schluss der Amtseinführung standen alle Besucher in der Festhalle und intonierten lautstark das Badner Lied. Auf der Bühne dirigierte ein sichtlich gelöster neuer Bürgermeister Daniel Retsch das Ensemble aus Weisenbacher und Auer Musikern - und sang kräftig mit.

Viel Beifall der rund 300 Bürger brandete zum Abschluss der öffentlichen Gemeinderatssitzung auf, deren einziger Tagesordnungspunkt die Verpflichtung und Amtseinführung des neuen Rathauschefs war. Das Interesse der Weisenbacher war groß, die bereitgestellten Stühle reichten nicht aus, Nachschub wurde rasch aufgebaut.

"Daniel Retsch passt zu Weisenbach", sagte Uwe Rothenberger bei der Begrüßung der zahlreichen Gäste aus Kommunalpolitik, Handel und Gewerbe. Dem Bürgermeister-Stellvertreter oblag es, Retsch zu vereidigen und für sein neues Amt zu verpflichten. Mit einem bescheidenen "Dankeschön" quittierte dieser den Applaus nach dem Amtseid. Als äußeres Zeichen erhielt er die Weisenbacher Amtskette umgehängt - um zu versprechen, dass er auch die Auer Kette tragen werde.

Landrat Toni Huber dankte bei seiner Ansprache Uwe Rothenberger für dessen Engagement für die Gemeinde. Fünf Monate lang hatte dieser den Bürgermeisterposten in Zusammenarbeit mit Verwaltung und Gemeinderat "mit Herzblut ausgefüllt" und dem neuen Chef ein wohlbestelltes Amt übergeben. An der langen Vakanz war er ja nicht ganz unschuldig gewesen, räumte Huber mit launigen Worten ein.

Die Anforderungen an Bürgermeister seien hoch, sagte der Landrat. Er sei froh, im Landkreis eine Spezialistentruppe mit jungen, ehrgeizigen Verwaltungsfachleuten und erfahrenen Amtsinhabern zu haben, Persönlichkeiten mit Freude an der Arbeit, Verwaltungs- und Gestaltungsgeschick und Bürgernähe. Retsch werde in dieses Team wunderbar passen.

Vom Schreibtisch aus lasse sich eine Gemeinde allerdings nicht leiten: Rausgehen, mit Kollegen und Bürgern treffen und Kontakte knüpfen, das riet der Landrat seinem Nachfolger. Retsch sei erst der vierte Weisenbacher Bürgermeister nach dem Zweiten Weltkrieg, wies Huber auf die langen Amtsperioden hin. Er selbst war ja fast 26 Jahr lang der Gemeindechef, f ür ihn ein Traumberuf.

An ihm solle es nicht liegen, länger als acht Jahre Bürgermeister in Weisenbach zu sein, so Daniel Retsch. Zustimmender Applaus begleitete diese Aussage. Es gehe ihm um Lebensqualität, alle sollen sich in Weisenbach wohlfühlen können, dazugehörig und geborgen fühlen. Und wenn er Weisenbach sage, meine er auch Au und Neudorf.

Tradition und Innovation müssen Hand in Hand laufen. Man wolle versuchen, Unternehmer, die nicht am produzierenden Gewerbe hängen, nach Weisenbach zu bringen oder Start-up-Unternehmen, beispielsweise aus der IT-Branche, zu gewinnen. Weisenbach als "Mitmach-Gemeinde" stelle sich den Herausforderungen.

Andreas Strobel sprach für die Arbeitsgemeinschaft Weisenbacher und Auer Vereine von kritischen Blicken der Bürger voller Erwartungen. Ein gutes Miteinander soll der Nährboden für richtige Entscheidungen sein.

Er überbrachte auch die Grüße von Pfarrer Thomas Holler und Pfarrerin Margarete Eger mit der Zusicherung für eine gute Zusammenarbeit.

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