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Kürzere Planungszeit wegen Einschulungsstichtag
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11.10.2019 - 00:00 Uhr
Forbach (mm) - Der Kindergartenbedarfsplan 2019 / 2020 war Thema in der jüngsten Forbacher Gemeinderatssitzung. Das Gremium nahm diesen zur Kenntnis, die Annahme erfolgte einstimmig.

Bislang wurde der Bedarfsplan über den Zeitraum von zwei Kindergartenjahren erstellt. In diesem Jahr erstellte die Verwaltung den Plan nur für ein Kindergartenjahr. Grund ist die Entwicklung der Belegungssituation im Vergleich zu den Vorjahren sowie die angekündigte Änderung des Einschulungsstichtags.





Der Bildungsausschuss des Landtags hat sich für eine Vorverlegung des Einschulungsstichtags vom 30. September eines Jahres auf den 30. Juni stark gemacht. Dies hätte zur Folge gehabt, dass im nächsten Jahr alle im Korridor 1. Juli bis 30. September geborenen Kinder in den Einrichtungen verbleiben würden. Die Kommunen wären vor einer zusätzlichen Herausforderung bei der Schaffung von Kindergartenplätzen gestanden, da die Geburtenzahlen dieses Zeitraums bei den Planungen bislang nicht berücksichtigt waren, heißt es im Bedarfsplan.

Die Kommunalverbände haben sich vehement gegen diese Planungen ausgesprochen. Derzeit werde über eine stufenweise Vorverlegung des Stichtags verhandelt. Da dies auch für Forbach Auswirkungen hat, wurde ein Planungszeitraum von einem Jahr als sinnvoll erachtet.

141 genehmigte

Plätze vorhanden

Derzeit leben in Forbach 129 Kinder (Altersgruppe drei Jahre bis Schuleintritt), die im Kindergartenjahr 2019/2020 einen Anspruch auf einen Kindergartenplatz haben. 141 genehmigte Kindergartenplätze sind vorhanden, heißt es im Bedarfsplan. Der Nachwuchs wird in den kommunalen Einrichtungen in Langenbrand und Bermersbach sowie im kirchlichen Kindergarten Sankt Johannes in Forbach betreut. Trotz der rechnerischen Differenz von zwölf freien Plätzen im Kindergartenjahr 2019/2020 werden im Lauf der Kindergartenjahre weitgehend alle Plätze belegt sein und auch Wartelisten (unter zehn Kinder) bestehen, lautet die Prognose.

Ein Ausweichen auf freie Plätze in Langenbrand werde von manchen Eltern aus Forbach nicht in Anspruch genommen. Belegungsengpässe ergeben sich durch zurückgestellte Schulanfänger und die Aufnahme von unter dreijährigen Kindern in altersgemischten Gruppen.

In Forbach leben aktuell 32 Kinder zwischen einem und zwei Jahren und 29 Kinder zwischen zwei und drei Jahren, insgesamt 61 Kinder mit Rechtsanspruch auf Betreuung in einer Tageseinrichtung oder einem Tagespflegeangebot. Die bundesweite Betreuungsquote dieser Altersgruppe lag 2018 bei 33,6 Prozent. Bezogen auf die Kinderzahl würde dies in der Gemeinde einen rechnerischen Bedarf an 21 Betreuungsplätzen ergeben. Im Kindergarten Forbach stehen für Kinder von einem bis drei Jahren insgesamt 19 Plätze in zwei Krippengruppen zur Verfügung. Diese Plätze sind aktuell belegt, für das Jahr 2019/2020 besteht eine Warteliste für vier Kinder. In den Kindergärten Langenbrand und Bermersbach können in den altersgemischten Gruppen auch Kinder ab zwei Jahren aufgenommen werden. Die Nachfrage sei jedoch gering.

Das vorhandene Krippenangebot reicht laut Verwaltung nicht komplett aus, um die Nachfragen nach Betreuungsplätzen im Gemeindegebiet zu bedienen. Der Wunsch nach einer wohnortnahen Betreuung könne insbesondere in Forbach derzeit nicht erfüllt werden. Die Geburtenzahlen der Gemeinde erfahren derzeit einen leichten Einbruch. Hierbei schlägt die Entwicklung der Unterbringung von Flüchtlingen durch.

Mit der Schließung der Gemeinschaftsunterkunft kam es ab 2018 zu einem Rückgang der Geburtenzahlen, der durch die Aufnahme von Flüchtlingen in die Anschlussunterbringung nicht ausgeglichen wird.

Schwierige

Personalsuche

Tendenziell zeichne sich auch für die folgenden Jahre keine eklatante Steigerung des Bedarfs an Betreuungsplätzen ab. Neue Gruppen könnten nur in Größen von rund 22 bis 25 Kindern oder als Kleingruppe mit halber Gruppengröße eröffnet werden. Eine sorgsame Abwägung werde erforderlich, um keine unnötigen Leerstände und unnötige Kosten zu produzieren.

Der Mindestpersonalbedarf wird, so der Bedarfsplan, in den kommunalen Einrichtungen geringfügig überschritten. Im katholischen Kindergarten ist er unterschritten, die Nachbesetzung bereits gesichert. Die Suche nach qualifiziertem Personal sei nicht einfach, der Fachkräftemangel bei der Betreuung deutlich spürbar.

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