www.spk-bbg.de/branchensieger
http://www.badisches-tagblatt.de/weihnachtsabo/index.html
Nachmission geht ans "Eingemachte"
Nachmission geht ans 'Eingemachte'
15.10.2019 - 00:00 Uhr
Von Katharina Vogt

Forbach / Weisenbach - "Macht das Einmachglas eures Glaubens wieder auf. Das, was euch in der Nachmission gutgetan hat an Erlebnissen und Erfahrungen, lasst es raus, sprecht darüber. Verlasst euch nicht auf Papst, Bischöfe, Ortspriester oder uns Missionare. Jeder Einzelne von euch hier hat durch die Taufe die Berechtigung, das Evangelium weiterzugeben." So appellierte Pater Felix Rehbock in seiner Festpredigt an alle Besucher in der Sankt-Wendelinus-Pfarrkirche in Weisenbach am Sonntag beim Abschlussgottesdienst der Nachmission.

Viele schöne Erlebnisse versuche man zu konservieren, so wie andere Bohnen oder Gurken in Einmachgläsern konservierten. Aber der Sinn des Glaubens sei es, das Gute wieder herauszuholen und zu teilen. "Wie ein Schwamm, der alles aufsaugt, den man aber erst wieder sauber leeren muss, bevor er neu benutzt werden kann. So muss der Glaube auch alles teilen und dann gibt es wieder Platz für Neues", sagte Pater Felix.

Drei Tage lang waren die Oblatenmissionare aus Hünfeld zur Nachmission in der katholischen Seelsorgeeinheit Forbach-Weisenbach zu Gast, um ein Jahr nach der Gemeindemission von 2018 noch einmal alle Interessierten auf ihrem Weg unterwegs in eine neue Welt (so das Motto) zu stärken.

Immer wieder betonten die Patres Jens Watteroth, Stefan Obergfell und Felix Rehbock sowie Bruder André Kulla, dass sie nicht da seien, um den Glauben neu zu säen, sondern dazu, die jungen Triebe zu stärken und die Katholiken im Murgtal dazu aufzufordern, nun ihren Glaubensweg selbst in die Hand zu nehmen. "Ihr braucht es euch nicht gemütlich zu machen - es ist die Zeit zum Aufbruch", forderte auch Pater Jens Watteroth im Gausbacher Jugendgottesdienst am Samstagnachmittag.

Familiengottesdienst

in Vorbereitung

Ähnlich war die Botschaft von Pater Stefan Obergfell in Langenbrand: "Unser Glaube ist schwach geworden, weil unser Kopf meint, alles zu wissen. Aber was ist mit unserem Herzen? Bleibt neugierig, versucht immer wieder, etwas Neues zu entdecken."

Dass das Miteinander auch innerhalb der Seelsorgeeinheit neue Ideen sprießen lässt, erklärte Pfarrer Thomas Holler: "Während der Gemeindemission voriges Jahr kam beim Familientag in Bermersbach die Idee auf, dass wir auch Familiengottesdienste anbieten könnten, in denen junge Eltern keine Angst davor haben müssen, dass quengelige oder unruhige Kinder die Gottesdienstbesucher stören." Es habe sich zwischenzeitlich ein Vorbereitungsteam gebildet und es fand bereits eine erste Schulung statt.

"Wir sind auf dem Weg, aber nicht auf einer Überholspur, wo wir möglichst viel und möglichst schnell alles erreichen können. Begegnungen mit Gott finden in der Stille statt, denn wir müssen uns bewusst für ihn entscheiden, dann werden wir in der Tiefe auch etwas finden", erklärte Pater Jens in seiner Eröffnungspredigt am Freitag in der Forbacher Kirche. Entgegen dem allgemeinen Glauben sei es auch für die Klosterbrüder nicht einfach, immer Zeit für Begegnungen mit Gott zu finden, denn jeder habe dort seine Aufgaben. Wichtig sei, so betonten die Patres, nicht nur die Beziehung zu Gott, sondern vor allem auch zu den Mitmenschen.

Dass das nach etwas Überwindung aber durchaus bereichernd sein kann und zu ganz neuen Erfahrungen führt, war nicht nur mit ungewohnten Umarmungen in Gottesdiensten, sondern auch in Gesprächen und gemeinsamen Gebeten bei den verschiedenen Begegnungsangeboten zu erfahren. Die Nachmission war für viele ein intensives Auftanken für Seele und Geist - egal ob in den Gottesdiensten, bei den Begegnungsangeboten, beim Grillen, beim Familienvormittag in Bermersbach oder Jugendnachmittag und beim Abendgebet mit Taizé-Liedern oder beim Herbstfest bei der Musikkapelle Au.

Das Vorbereitungsteam der Seelsorgeeinheit hatte ein buntes Programm zusammengestellt, die Kirchenchöre haben einen Gesamtchor gebildet, eine Jugendband und der Familienchor sorgten für musikalische Abwechslung. Pfarrer Holler dankte den vier Missionaren im Sonntagsgottesdienst in Weisenbach für ihre segensreiche Z eit im Murgtal.

BeiträgeBeitrag schreiben 
Umfrage

Weil es nicht mehr genügend Freiwillige gibt, haben einige Gemeinden Bürger zum Dienst in der Feuerwehr verpflichtet. Finden Sie das richtig?

Ja.
Nein.
Weiß ich nicht.


https://www.eyesandmore.de
Wetter in Mittelbaden


BT Kinospot


© Badisches-Tagblatt.de    Impressum | AGB | Nutzungsbedingungen | Datenschutz