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Teufelsmühle: Im Leader-Endspurt zu touristisch neuer Blüte
Teufelsmühle: Im Leader-Endspurt zu touristisch neuer Blüte
24.10.2019 - 00:00 Uhr
Von Stephan Juch

Loffenau - Die Voraussetzungen sind bestens, trotzdem fehlt auf der Teufelsmühle was. Das landschaftlich reizvolle Höhengebiet muss touristisch besser vermarktet werden. Das geht natürlich nur mit der entsprechenden Infrastruktur und mit Attraktionen, die auf mehrere Altersklassen Anziehungskraft entfalten. Das möchte die Gemeinde Loffenau jetzt in Angriff nehmen - mit einem Antrag auf Leader-Förderung, der gleich mehrere Projekte beinhaltet.

Premiumwanderweg: Eine Arbeitsgruppe hat eine den Anforderungen entsprechende Routenführung auf der Großen Loffenauer Runde festgelegt, für die noch eine entsprechende Beschilderung fehlt. Danach kann die Zertifizierung angegangen werden. Ziel ist, mit Start der Wandersaison 2020 die Zertifizierung zu erlangen.

Erlebnispfade: Schon lange tüftelt man in Loffenau an einem Erlebnispfad; im Gespräch waren dafür ein astronomischer (wegen der Sternwarte auf der Teufelsmühle) und ein geologischer Lehrpfad. Beides lasse sich nahe der Teufelsmühle aber nur sehr schwer verwirklichen, berichtete Bürgermeister Markus Burger am Dienstagabend im Gemeinderat von einem Gespräch mit der Firma Erlebnispfad-Service. Diese habe stattdessen vorgeschlagen, einen Teufelsmühl-Sagenweg einzurichten, auf dem an sechs Stationen die Sage der Teufelsmühle erzählt und erlebt wird. Start und Ziel des fünf Kilometer langen Rundwegs wäre die Gaststätte, an der eine Art Naturklassenzimmer eingerichtet werden könnte. Auch die Sternwarte könnte man einbinden, indem man sie entsprechend beschildert und als weitere Attraktion neben dem Sagenweg etabliert, so Burger.

Nebeneinstieg in den Wildkatzenpfad: Der Wildkatzenpfad ist eine touristische Attraktion von Bad Herrenalb, die auch über Loffenauer Gemarkung verläuft. Deshalb möchte die Gemeinde Loffenau in Absprache mit dem Nachbarn einen Nebeneinstieg realisieren. Dafür bedarf es lediglich einer Beschilderung und einer Flyerbox.

Touristische Infotafeln: Sie sollen angeschafft und aufgestellt werden, wenn klar ist, ob und welche Projekte sich am Ende realisieren lassen.

Der Gemeinderat hat die Verwaltung jetzt damit beauftragt, einen gemeinsamen Förderantrag für diese Vorhaben zu formulieren, um damit ins Rennen um die Projektbezuschussung aus der Leader Förderkulisse Mittelbaden Schwarzwaldhochstraße zu gehen. Die Zeit drängt: Bis zum Jahresende müssen alle Leader-Regionen im Land die restlichen Fördermittel durch Beschlüsse für innovative Projekte binden. "In unserer Region ist der Fördermitteltopf noch relativ komfortabel gefüllt, sodass es weiterhin gute Chancen gibt, eine Förderung für tolle Projektideen zu erhalten", hatte Dr. Antje Wurz, Geschäftsführerin und Regionalmanagerin des Vereins Regionalentwicklung Mittelbaden Schwarzwaldhochstraße, noch vor der letzten Bewerbungsrunde, die im November ausläuft, geworben .

In der nun endenden Leader-Förderkulisse von 2014 bis 2020 hat Loffenau bislang keinen einzigen Projektantrag eingereicht. Von daher machte sich vor allem Reiner Singer (Freie Wähler) dafür stark, jetzt endlich Interesse an Leader zu signalisieren: "Ich glaube, wir können damit für die Teufelsmühle touristisch was erreichen." Dieser Hoffnung schlossen sich bis auf Roland Seeger (Freie Wähler) alle Ratsmitglieder an. Seeger verwies auf den nach wie vor fehlenden Wasseranschluss der Teufelsmühle, was vor allem potenzielle Käufer für das Gasthaus abschrecke: "Es wäre aus meiner Sicht viel wichtiger, da Wasser hochzukriegen."

"Es wäre wichtiger, da Wasser hochzukriegen"

Das ist aber nicht über Leader förderfähig, gab Bürgermeister Markus Burger zu bedenken. Unabhängig von der touristischen Infrastruktur arbeite man derzeit daran, wie man die Wasserversorgung der Höhengaststätte hinkriegen kann. Das gestalte sich schwierig, weil die Gemeinde nicht einfach für einen Privatmann (dem jetzigen oder künftigen Eigentümer der Gaststätte) Steuergelder in die Hand nehmen könne.

Weil aber auch die Allgemeinheit von einer entsprechenden Lösung profitieren würde, prüfe man die Möglichkeiten etwaiger Kooperationsmodelle zwischen Gemeinde und Investoren, um Anreize zu schaffen, sich dort oben zu engagieren, "um zu zeigen, dass wir Interesse daran haben", so Burger. Wie berichtet, steht die Gaststätte Teufelsmühle schon einige Jahre zum Verkauf.

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