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Luxussanierung ist kein Thema
28.10.2019 - 00:00 Uhr
Gaggenau - 50-jähriges Bestehen feiert die Wohnbau Gaggenau am heutigen Montagabend mit geladenen Gästen bei einem Empfang im Unimog-Museum. Das Unternehmen gehört seit 2011 der Gieag in München. Mit deren Vorstand sprach BT-Redakteur Thomas Senger.

BT: Herr Pferschy, Ihr Unternehmen hat 2011 die Wohnbau Gaggenau übernommen, die Gesellschaft aber als Unternehmen fortgeführt. Warum?

Philipp Pferschy: Das ist richtig, wir haben die Gesellschaft so gelassen und nicht umfirmiert, da wir wussten, dass sich die Wohnbau in den vergangenen Jahrzehnten einen guten Namen erarbeitet hatte.

BT: Vermieten ist ja nur ein Segment der Tätigkeiten Ihres Unternehmens. In jüngster Vergangenheit hat die Gieag einige große Projekte realisiert.

Pferschy: Wir sind viel in Projektentwicklung aktiv in den Bereichen Gewerbe und Logistik. Aber auch im Wohnungsbau engagieren wir uns, zum Beispiel derzeit im "Kwartier" an der Philipp-Reis-Straße/Rüppurrer Straße in Karlsruhe.

Zweites Thema ist die Bestandshaltung und Entwicklung von Wohnungen mit Entwicklungspotenzial.

Interview

BT: Das war bei den Wohnbau-Wohnungen durchaus vorhanden ...

Pferschy: Es gab eine Menge zu tun in Gaggenau. Doch ist Bestandshaltung wie in Gaggenau der kleinere Bereich unserer unternehmerischen Tätigkeit, nichtsdestotrotz aber eine Aufgabe, die uns Freude bereitet.

BT: Wie läuft die Betreuung der rund 250 Wohnbau-Wohnungen?

Pferschy: Wir haben eine Mitarbeiterin vor Ort, in einem Büro in der Hildastraße als Ansprechpartnerin für unsere Mieter. Das läuft sehr gut.

BT: Investieren Sie derzeit in die Wohnungen?

Pferschy: Nach unserem Neubauprojekt an der Michelbacher Straße haben wir für die Mietobjekte einen Sanierungsplan in Angriff genommen über einen mittleren einstelligen Millionenbetrag. Begonnen haben wir mit der Sanierung des Objekts in der Murgtalstraße, dann ging es weiter in Jahnstraße, Bismarckstraße und Josef-Vogt-Straße.

BT: Nach der Übernahme der Wohnbau rückte einige Male das Thema Mietpreise/ Sozialcharta in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Wie beurteilen Sie die Lage derzeit?

Pferschy: Wir haben eine hohe Belegungsquote von nahezu einhundert Prozent. Mieterhöhungen mit Augenmaß gehören gerade angesichts der Investitionen in die Gebäudesubstanz dazu. Grundsätzlich bewegen wir uns aus der Vergangenheit heraus aber immer noch auf einem niedrigen Niveau bei den Bestandswohnungen.

Ich sehe im Moment keine Irritationen. Wir bieten attraktive Wohnungen an, und wir werden weiter hin bewusst keine Luxussanierungen machen - das ist nicht möglich und nicht nötig.

BT: Es wurde ja vor dem Verkauf eine Sozialcharta verabschiedet.

Pferschy: Diese Sozialcharta ist weiterhin gültig. Sie sieht vor, dass wir insbesondere an Familien vermieten, an Menschen mit Behinderung und ältere Menschen.

BT: Optisch sehr viel prägnanter im Ortsbild sind die 2016 neu entstandenen Gebäude an der Michelbacher Straße.

Pferschy: Über Architektur kann man immer streiten. Und an so einer Ecke muss man schon was Markantes machen. Ich bin nach wie vor der Überzeugung, dass es sich um eine sehr ansprechende Architektur handelt, dass das Konzept sehr gut dorthin passt und sich in die Umgebung einfügt.

BT: Planen Sie neben dem Projekt in Karlsruhe derzeit weitere Vorhaben in der Region?

Pferschy: Derzeit nicht, aber wir halten immer die Augen offen nach interessanten Investments.

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