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Im großen Meer der Schlager-Glückseligkeit
Im großen Meer der Schlager-Glückseligkeit
29.10.2019 - 00:00 Uhr
Von Christiane Vugrin

Gaggenau - Gegen Ende kommt es zum großen Finale: Ausgelassen und voller Freude singt der Chor "Spaß inklusive" den bekannten Song der Toten Hosen "An Tagen wie diesen", musikalisch unterstützt von der Inklusionsband "Inkluba". Nicht nur die Hände der Sänger recken sich in die Höhe. Auch das Publikum erhebt sich von den Stühlen, singt, tanzt, klatscht mit und erweist damit die Anerkennung, die sich die Akteure bei dem rund zweistündigen Chorkonzert am Sonntagabend in der Merkurhalle Ottenau verdient haben.

Angefangen hat alles etwas ruhiger. Nachdem der Vorsitzende der Lebenshilfe Rastatt/Murgtal, Hasso Schmidt-Schmiedebach, kurz auf die Anfänge des Inklusionschors zurückblickte und gemeinsam mit Herbert Fritz, Vorsitzender des Gesangvereins Gausbach, die Begrüßung der zahlreichen Besucher übernahm, hissten die Sänger mit bekannten Seemannsliedern die Anker.

Schon beim ersten Lied erwies sich der Großteil des Publikums als überraschend textsicher. Da war das vorsorglich auf den schön dekorierten Tischen ausgelegte Liederblatt zumeist gar nicht von Nöten. "Schön ist die Liebe im Hafen" oder "Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern" - die vom Inklusionschor teils mit Solosängern vorgetragenen Lieder konnte das Publikum aus dem Effeff. Und dem Hinweis von Herbert Fritz, dass die Besucher an einem interaktiven Konzert teilnehmen, wurde sogleich Folge geleistet.

Es folgte der Kinderchor des Gesangvereins. Die sieben Kinder mit Seemannsmützen sangen sich unter der Leitung von Gerda Bäuerle vom ersten Takt an in die Herzen des Publikums. Elisabeth Gliosca-Benz begleitete am Akkordeon, das sich die musikalische Leiterin des Gesangvereins am Abend immer wieder anschnallte. Danach ließ der gemischte Chor mit "Sailing" von Rod Steward aufhorchen. Es folgten sechs weitere Titel sowie Kostproben der inklusiven Band der Lebenshilfe "Inkluba".

Kurz vor der Pause verkündeten Samantha Rapp und Armin Dasinger, BA-Studenten der Lebenshilfe, die Gewinner des Malwettbewerbs des Kindergartens St. Antonius und der Merkurschule. Alle Bilder wurden in der Halle ausgehängt. Die sechs Gewinner durften auf der Bühne ihre Preise entgegennehmen.

Gestärkt von ideenreicher "Seemannskost" nahm das Publikum wieder seine Plätze ein und es ging mit einem Akkordeon-Duett in die zweite Runde, bevor der Shanty-Chor das Lied "Männer mit Bärten" intonierte. Passend dazu sangen die Gausbacher Männer "Im Hamburg ist's gescheh'n" und der gemischte Chor beendete die Einlage mit dem Song "What shall we do".

Vereinsgemeinschaft hilft mit

Danach war ein letztes Mal der Inklusionschor "Spaß inklusive" an der Reihe, teils von der "Inkluba" begleitet. Nach "La Paloma", "Aloha he" und "Junge, komm bald wieder", wurde ein Gummiboot auf die Bühne getragen. Zwar nicht knallrot wie in dem bekannten Gassenhauer, der dazu angestimmt wurde, aber seetauglich. Das stellten Andrea Schneider und Daniela Horn rudernd unter Beweis und brachten das Konzert richtig in Fahrt. Das Lied "Am Sonntag will mein Süßer" heizte die Stimmung weiter an, die Solistinnen hatten sichtbar Spaß an ihrem schauspielerischen Auftritt. Sehr charmant: Verschiedene Moderatorenpaare - Mitglieder des Gesangvereins Gausbach und Mitarbeiter der Murgtal-Werkstätten - übernahmen die Ansage der einzelnen Konzertabschnitte.

Dass solch ein Konzert nicht ohne viele helfende Hände stattfinden kann, machte am Ende Hasso Schmidt-Schmiedebach deutlich und dankte den musikalischen Leitern - Elisabeth Gliosca-Benz (Gesangverein Gausbach), Manuela Möhrmann (Inklusionschor) sowie Werner Rittler (Inkluba) in Stellvertretung für alle Mitstreiter. Sein großer Dank galt den zwei verantwortlichen Organisatoren Ute Stoll, Inklusionsbeauftragte der Lebe nshilfe, und Herbert Fritz, Vorsitzender des Gesangvereins Gausbach. Große Hilfe waren die Mitglieder der Ottenauer Vereinsgemeinschaft, die sich ehrenamtlich in der Küche, bei der Technik sowie beim Auf- und Abbau engagierten.

Es folgten weitere Dankesworte an Helfer, Unterstützer und Sponsoren. Herbert Fritz hatte dem wenig zuzufügen - sein Dank galt nur noch den vielen Besuchern, denn: "Ohne Publikum auch kein Konzert."

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