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Gentest beweist: Es war erneut der Grauwolf-Rüde GW852m
Gentest beweist: Es war erneut der Grauwolf-Rüde GW852m
31.10.2019 - 00:00 Uhr
Murgtal (red/tom) - Die vor eineinhalb Wochen tot aufgefundenen fünf Schafe wurden von dem im Nordschwarzwald umherstreifenden Wolfsrüden gerissen. Dies meldete gestern das Umweltministerium in Stuttgart und verwies auf die genetische Untersuchung der Abstriche der Bissverletzungen durch das Senckenberg-Institut.

Auch bei der Ziege, die am 19. Oktober dort entdeckt worden war und wegen der Schwere ihrer Verletzungen getötet werden musste, hat das Institut genetische Spuren dieses Wolfs mit der offiziellen Bezeichnung GW852m nachgewiesen.

Wie berichtet waren es vier tote Schafe auf der Weide von Sven Strobel in Langenbrand, ein totes trächtiges Schaf und eine schwer verletzte Ziege in Gausbach bei Christian Striebich.

"Wie in allen bisherigen Fällen von Wolfsrissen im Land waren die angegriffenen Tiere nicht wolfsabweisend eingezäunt", moniert das Umweltministerium und weist darauf hin, dass "Nutztierhalterinnen und -halter (...) bei noch unzureichendem Herdenschutz über die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt in Freiburg Notfall-Zaunsets beziehungsweise Flatterband mit Stangen für 1,2 m Höhe ausleihen können."

Doch insbesondere im Murgtal ist Schutz mit Zäunen nicht so einfach, wie man in Stuttgarter Ministerialbüros anscheinend glaubt: "Sehr schwierig wegen Trockenmauern, Bachläufen und steilem Gelände", sei dieses Unterfangen, machte Christian Striebich kürzlich im BT-Gespräch deutlich. Alleine könne er die Zäune nicht umbauen, "wir brauchen Unterstützung."

Gerissene Schafe auch in Oppenau

Und Martin Hauser, Wildtierbeauftragter des Landkreises, sprach von einem "gigantischen Aufwand", Weiden im Murgtal wolfssicher zu machen.

Auch im Ortenaukreis sind drei gerissene Schafe gefunden worden, berichtet das Ministerium. Ob derselbe Wolf, ein Fuchs oder ein Hund die Tiere in der Gemeinde Oppenau getötet hat, müsse genetisch untersucht werden. Zwei Schafe waren schon tot, als sie am Dienstag entdeckt wurden. Das dritte war so schwer verletzt, dass es getötet werden musste. Auch diese Herde war nach Angaben des Ministeriums nicht mit einem Zaun zur Wolfsabwehr geschützt. Im Nordschwarzwald wird seit knapp zwei Jahren immer wieder ein Wolf nachgewiesen, der einige Nutztiere gerissen hat.

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