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Für künftige Anforderungen gerüstet
Für künftige Anforderungen gerüstet
02.11.2019 - 00:00 Uhr
Weisenbach (birk) - Weisenbach hat sein Konzept zur Gemeinde- und Bevölkerungsentwicklung auf aktuellen Stand gebracht. Das Strategiepapier stellten Bürgermeister Daniel Retsch und Dr. Frank Friesecke vom Konzeptpartner STEG am Mittwoch im Rathaus vor.

Auch eine kleinere, ländliche Kommune braucht strategische Weichenstellungen, um für künftige Anforderungen gerüstet zu sein. Dazu hat die Gemeinde Weisenbach bereits im Jahr 2012 eine Konzeption zur Weiterentwicklung des Ortes, des Gemeinwesens und der Daseinsvorsorge auf den Weg gebracht, die im Jahr darauf im Gemeinderat verabschiedet wurde.

Um diesen Leitfaden an aktuelle Entwicklungen anzupassen, suchte die Gemeindeverwaltung unter dem damaligen Bürgermeister Toni Huber den Kontakt zu allen Beteiligten. Im Vorjahr befasste sich zunächst der Gemeinderat in einer Klausur eingehend mit der Ortsentwicklung, wie Hauptamtsleiter Walter Wörner resümierte. Es folgte ein lebendiges offenes Jugendforum im Sommer mit rund 30 Teilnehmern, gefolgt von einer Bürgerwerkstatt im Spätjahr 2018.

Die Anregungen aus diesen Foren gingen ein in die Fortschreibung des Gemeinde-Entwicklungskonzepts, das die Verwaltung in Zusammenarbeit mit dem Stuttgarter Unternehmen für Stadtentwicklung STEG erarbeitet hat. In Kraft gesetzt wurde das Konzept vom Weisenbacher Gemeinderat im April 2019 und nach abschließender Korrektur jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt.

Dr. Frank Friesecke vom Projektpartner STEG erläuterte, welche Bedeutung eine solche Konzeption für eine Gemeinde hat: "Bund und Länder als Zuschussgeber fordern von den Kommunen ein strategisches Konzept für wesentliche Bereiche wie Wirtschaft, Bau, Verkehr oder Tourismus." Wer als Gemeinde künftig keine gezielte Planung für einen Zeithorizont von etwa 15 Jahren habe, könne auch kaum mehr mit öffentlichen Zuschüssen rechnen. Friesecke lobte hier die kooperative Zusammenarbeit mit beteiligten Bürgern, Gemeinderat und Verwaltung. Zum Beispiel sei von den Jugendlichen des Sommerforums die Anregung gekommen, einen attraktiveren zentral gelegenen Jugendtreff einzurichten, oder auch einen kleineren Fußballplatz.

Weisenbach habe mit seinen begrenzten finanziellen Mitteln viel auf den Weg gebracht, wie im Ortsbild zu erkennen sei. "Dort, wo sich Verwaltung und Gemeinderat engagiert zeigen, ziehen auch die Bürger gerne mit", so Frieseckes Erfahrung.

Weisenbachs neuer Rathauschef Daniel Retsch begrüßte die aktualisierte Konzeption, die ganz im Sinne seines zentralen Anliegens sei, "Weisenbach als Mitmachgemeinde" zu stärken. Er ging dabei auf die Projektideen ein, die im Zentrum des Entwicklungskonzepts genannt werden: Im Handlungsfeld "Nachhaltige Ortsentwicklung" stehe die Aufwertung der Ortsdurchfahrt oben auf der Agenda, ebenso wie die Fortführung der Ortskern-Sanierung und die Landschaftspflege, zu der ein Runder Tisch in Vorbereitung sei.

Im zweiten Handlungsfeld "Zusammenleben der Generationen" geht es wesentlich darum, Vereinen, Jugendlichen und auch Senioren in der Gemeinde gerecht zu werden. Das dritte Aktionsfeld "Attraktive Infrastruktur" adressiert wesentliche Weisenbacher "Baustellen": Die Weiterentwicklung von Zimmerplatz und Hirsch-Areal, aber auch die künftige Nutzung der Johann-Belzer-Schule und der alten Festhalle.

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