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Kochlöffel schwingen für den guten Zweck
08.11.2019 - 00:00 Uhr
Von Christian Rapp

Gernsbach - Was für Boris Becker der heilige Rasen von Wimbledon ist, ist für Christoph Kist das Hamburger Fernsehstudio der ZDF-Sendung "Küchenschlacht": Sein Wohnzimmer, seine persönliche Wohlfühloase. Bereits zum vierten Mal schwang Kist in der Hansestadt im Rahmen der TV-Sendung den Kochlöffel, experimentierte erneut mit der altbekannten Keksdose und verzückte die Juroren mit seinen Gerichten. Doch dieses Mal für den guten Zweck. Ab Montag um 14.15 Uhr wird das Special mit ehemaligen Kandidaten ausgestrahlt.

"Das Team der Küchenschlacht hat mich angerufen und gefragt, ob ich nicht Lust hätte, bei einem Ehemaligen-Special mitzumachen. Als ich gehört habe, dass es für den guten Zweck ist, war mir sofort klar, dass ich daran teilnehmen werde", erklärt der 28-Jährige. Besagter Anruf fand im Juli statt, Ende September wurde das Special dann in der Hansestadt gedreht.

Bis dahin hieß es für den Fußballer des FC Gernsbach, sich Gedanken zu machen über mögliche Gerichte und diese dann Probe zu kochen - in der heimischen Küche in der Bleichstraße, bei Mutter Ulrike und Vater Udo in Selbach, aber auch bei Armin Röttele vom Schloss Neuweier. "Mit ihm und seinen Köchen habe ich Auszüge der Gerichte geprobt und mir noch Tipps geholt", verrät Kist, der im Juli als Bürgermeisterkandidat in Weisenbach angetreten war und nur denkbar knapp scheiterte. In die Au würde auch der mögliche Gewinn von 1 500 Euro gehen, falls Kist das Special tatsächlich gewinnen sollte. Und zwar an Kids Amani. Die Organisation um den Vorsitzenden Nino Di Fede betreibt Entwicklungshilfe in Afrika.

So machte sich der Hobbykoch Ende September auf den Weg in den hohen Norden, als Unterstützung waren Freundin Linda und seine Eltern dabei - sowie ein ambitioniertes Ziel im Handgepäck: "Wenn es um den guten Zweck geht, will man das Ding auch holen. So viel Ehrgeiz habe ich dann schon gehabt." Schließlich ging Kist mit guten Vorzeichen ins Kochrennen, bestens vorbereitet durch Übungsstunden mit Röttele und so ganz ohne einen Anflug von Lampenfieber oder gar Nervosität.

Moderiert wurde die Sendung vom österreichischen Koch Alexander Kumptner. "Beim vierten Mal kennst du die Leute, die Abläufe, es war fast wie ein kleines Familientreffen." Dafür geriet der gebürtige Selbacher mächtig ins Schwitzen, als er mit Juror Dieter Müller ins Gespräch kam. "Das ist eine lebende Legende, der über ein Jahrzehnt mit drei Michelin-Sternen ausgezeichnet war. Sein Kompliment über mein Essen ging runter wie Öl."

Die erste Hürde, die es zu meistern galt, war eine Neuauflage des allerersten Gerichts, das die Kandidaten bei ihrem ersten Auftritt in der "Küchenschlacht" kochen mussten. In Kists Fall war dies Lammlachs mit Süßkartoffelpüree und Weißkraut 2.0. Da kam dann auch die Kist'sche Keksdose, die ihm bereits in den vergangenen Teilnahmen nützliche Dienste erwiesen hatte, zum Einsatz. "Das Püree habe ich in der Keksdose geräuchert, das Weißkraut habe ich wie eine Crème brûlée gebrannt und karamellisiert", erklärt Kist, der aber einen mitgebrachten Gegenstand nicht einsetzen durfte. "Eigentlich wollte ich das mit einem Flammenwerfer machen, aber aus Brandschutzbestimmungen durfte ich das nicht", verrät der FCG-Mittelfeldspieler und lacht.

Ob Christoph Kist bis zum Finale Grund zum Lachen haben wird und sich gegen die fünf anderen Hobbyköche durchsetzen kann, erfährt der Zuschauer ab Montag um 14.15 Uhr im ZDF.

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