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Vereinsfinanzen im Blickpunkt des Musikausschusses
Vereinsfinanzen im Blickpunkt des Musikausschusses
11.11.2019 - 00:00 Uhr
Gaggenau (vgk) - Hygienevorschriften, Umsatzsteuerpflicht und vieles mehr: Schon lange wird in den Führungsetagen der Vereine die Bürokratisierung des Vereinslebens beklagt. Auf der Ebene der Vereinsfinanzen geht heute, je nach Größe eines Vereins, ohne Steuerberater so gut wie nichts mehr, was wiederum Kosten verursacht. Hinzu kommen Prüfungen durch die Finanzämter.

Ob der finanzpolitische Sprecher der CDU im Landtag, Tobias Wald, bei der Mitgliederversammlung des Musikausschusses Gaggenau in der Ottenauer Merkurhalle am Freitagabend Licht ins Dunkle bringen konnte, sei dahingestellt. Dafür ist die Thematik viel zu komplex und mit reichlich Fallstricken versehen. Explizit ging es im Rahmen seines Vortrags um Rücklagen und Vermögensbildung. Gemeinnützige Vereine sind verpflichtet, die für was auch immer gebildeten Rückstellungen zeitnah zu verwenden, sonst droht unter Umständen der Verlust der Gemeinnützigkeit. Die Ehrenamtspauschale war gleichfalls Gegenstand seiner Ausführungen.

Schon beim Zuhören konnte einem schwindlig werden, wofür ein Verein Geld zurücklegen darf oder wie lange dieses geparkt werden könne, bis es dem Verwendungszweck zugeführt sein muss. Ein Leitfaden, herausgegeben vom Finanzministerium, gibt Auskunft dazu. Auch die Finanzämter können dazu befragt werden. Wald bekräftigte, dass er auf der Seite der Vereine und für Fragen jederzeit zur Verfügung stehe.

Ums Geld geht es auch, wenn Vereinsvertreter den zweimal im Jahr stattfindenden Versammlungen des Musikausschusses fernbleiben. Daran erinnerte der Vorsitzende Jürgen Schmidt die Vereinsvertreter. Es drohen Geldkürzungen durch die Stadt. Die Organisation versammelt alle musizierenden Vereine der Stadt. Auch ist sie erster Ansprechpartner für die Stadtverwaltung, wenn es um Terminvergaben oder Auftritte geht. Als ersten Termin nannte Schmidt den 28. November, wenn um 17 Uhr im Rathaus Gaggenau die Kurkonzerte 2020 festgelegt werden. Zuerst sind bei der Terminvergabe die Gaggenauer Vereine an der Reihe, betonte er. Erst wenn ein Konzerttermin nicht besetzt werden kann, bekommen Orchester von außerhalb der Stadt eine Chance.

Ebenso informierte er darüber, dass ab 2021 das Dreikönigskonzert in der Verantwortung der Musikvereine liegt. Die Stadt stelle dafür die Jahnhalle kostenfrei zur Verfügung, genauso wie die Technik. Sollte jedoch zusätzliches Equipment gebraucht werden, gehen die Kosten dafür zulasten des Veranstalters. Der Eintritt soll frei sein. Eine Bewirtung durch die Vereine sei jedoch erlaubt. Das erste Konzert wird vom Harmonika- und dem Musikverein Michelbach bestritten.

Ein weiteres Thema an diesem Abend waren die noch nicht abgeschlossenen Hallensanierungen im Stadtgebiet. Die Stadt habe jedoch signalisiert, zu tun was möglich ist, um auf diesem Gebiet zu einem guten Ergebnis zu kommen, berichtete Schmidt. Die nächste Versammlung des Musikausschusses ist für den 30. März 2020 in Freiolsheim in der Mahlberghalle geplant.

Der Musikverein Harmonie Ottenau eröffnete die Versammlung mit einem flotten Marsch. Zudem durfte sich Thomas Gerstner über die bronzene Ehrennadel der Stadt Gaggenau freuen. Er bekam die Auszeichnung aufgrund seiner langjährigen Vorstandstätigkeit überreicht. Die Nadel übergaben Tobias Wald, der Präsident des Mittelbadischen Blasmusikverbands, und der Vorsitzende des Musikausschusses Schmidt.

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